Dienstag, 29. November 2011


Veröffentlichungsankündigung
Zerbrochenes Glück




Das Jahr ging schneller um, als geglaubt, aber zum Schluß kommt noch ein besonderer Bonbon.
Bereits vor Veröffentlichung erhalten drei TestleserInnen die Möglichkeit das Buch als PDF testzulesen.

Jennifer Selters wandert mit ihrer Familie nach Kanada aus, um Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu entfliehen. Sie folgen dem Ruf des "schwarzen Goldes", und lassen sich im Bundesstaat Alberta nieder. Als Jenny glaubt, dass sie endlich das Ziel aller Träume erreicht haben, zerstören drei Bären nicht nur ihr Leben.
Leseprobe:
                 Berlin - Rückblende
Ich war mir ganz sicher: „Wir gehen den richtigen Weg!“
Viele Tage und Nächte verbrachten mein Mann Michael und ich
mit Diskutieren und Grübeln. In Deutschland gab es einfach keine Perspektive. Weder für uns noch für so viele andere arbeitslose Menschen. Michael war bereits seit Jahren als Architekt arbeitslos. Mehrere kleinere Jobs mussten in den letzten Jahren als Notlösung herhalten. Als Kraftfahrer, als Pizzabote, auch mal kurz ein Job in einem Architekturbüro.
Da hofften wir so sehr, dass es wieder aufwärtsging. Leider zahlte der Chef keinen Lohn und drei Monate später war dieser Job bereits Geschichte. Dann wurde in Deutschland das Arbeitslosengeld II eingeführt, von allen nur Hartz IV genannt. Ab sofort bildeten wir eine „Bedarfsgemeinschaft“. Damit fing unser Dilemma so richtig an. Als Filialleiterin eines Supermarktes verdiente ich nicht schlecht. Michael bekam auf einmal keinerlei Zuschüsse mehr. Für drei Personen aber war mein Lohn einfach zu wenig. Immer öfter war unsere Kasse schon vor dem Monatsende leer. An Arbeit dagegen mangelte es nicht. Morgens um sechs Uhr verließ ich das Haus, um abends gegen zweiundzwanzig Uhr total geschafft zurück zu kehren. Offiziell standen mir pro Woche zwei freie Tage zu. Aber bei einem Personalbestand von zwei Kassiererinnen, die jeweils nur zwanzig Stunden die Woche arbeiten durften, war das kaum einhaltbar. Die wirtschaftliche und politische Entwicklung Deutschlands war eines der heiß diskutiertesten Themen in unserem Freundeskreis.
Derjenige, der einen Job hatte, schuftete fast bis zum Umfallen. Musste oft die Arbeit für zwei oder drei erledigen. Meckern gab es nicht, denn es standen genug Arbeitslose auf der Straße. Es war ja nicht so, dass keine Jobs angeboten wurden. Die Zeitungen standen voll davon. Die Stellenanzeigen lasensich ganz toll – bis zum Absatz:
  „Wenn Sie sich von unserer Anzeige angesprochen fühlen und
nicht älter als 35 Jahre sind, dann zögern Sie nicht, sich bei uns zu bewerben.“
Ein Hohn. Witze von der 25 jährigen vollbusigen Blondine mit Hochschulabschluss und dreißig Jahren Berufserfahrung machten die Runde. Projekte sollte man vorweisen können, Auslandserfahrung gesammelt haben. Michael, bereits über 40, konnte keine Auslandserfahrung vorweisen.
Doch ich mochte meinen Job, auch wenn er knochenhart war und alles von mir verlangte. Jeden Morgen spätestens Viertel vor sieben musste ich in der Filiale sein. Oft wartete bereits der erste Lieferwagen. Palette um Palette schob der Fahrer ins Lager. Allerspätestens bis zum nächsten Abend mussten alle abgepackt sein. Das Gemüse kam gleich nach vorne in den Laden und musste bis zur Geschäftseröffnung um neun Uhr abgepackt sein. Danach fuhr das rote Bäckereifahrzeug vor.
Einmal pro Woche kam Tiefkühlware. Ohne Unterbrechung der Kühlkette sollte diese so schnell wie möglich in die Truhen geräumt werden. Dazu kam die morgendliche Mindesthaltbarkeitskontrolle. Waren umbauen, Brötchen backen, Gemüse einräumen. Alles und am besten gleichzeitig in nicht mal zwei Stunden. Viel zu wenig für einen allein. Kassen einräumen, schnell ein Schluck Kaffee, Brötchen aus dem Ofen holen,Türen aufschließen, neue Brötchen in Ofen schieben, zur Kasse rennen und erste Kunden abkassieren. So ging das den ganzen Tag. Rennen, rennen und noch mal rennen. Hin und wieder läutete das Telefon. Eine Nachbarfiliale oder die Buchhaltung hatten Nachfragen. Dann meckerten die Kunden rum, sie fänden es nicht toll, dass die Frau auch noch während der Arbeitszeit telefonieren würde. Einmal pro Woche, wenn die Tiefkühlware kam, genehmigte ich mir schon am Morgen eine Kassiererin. Das war schon eine erhebliche Erleichterung, konnten wir doch zusammen abpacken und kassieren und auch hier und da mal ein persönliches Wort wechseln. Den Rest der Woche kam die Kassiererin erst am Nachmittag.
So lange war ich in dem riesigen Laden allein. Wen wunderte es, dass immer öfter ältere Menschen neben der Ware, die sie brav im Wagen an die Kasse zum Bezahlen schoben, genug unbezahlte Waren im Einkaufsbeutel heraustrugen. Nicht Kinder und Jugendliche waren die Diebe. Nein. Es gab in Deutschland einfach zu viele ältere Menschen, bei denen die magere Rente nicht mehr bis zum Monatsende reichte. Und das, obwohl ein arbeitsreiches Leben hinter ihnen lag.

Jeder Testleser, der anschließend eine Rezension schreibt, bekommt ein handsigniertes, gedrucktes Exemplar von mir geschenkt.
ISBN: 978-3-943596-01-4
12,90 Euro ab 15.12.2011

Bitte melden unter
kontakt@traumstunden-verlag.com


Sonntag, 27. November 2011

Nun, auch wenn mir unterstellt wurde, ich könne nicht mal eine eingescannte Seite drehen, so ist es mir doch gelungen, ein neues Logo zu erstellen.

Dieses Logo passt gut zu mir. Es zeigt die Bücher, die ich bereits lektoriert und/oder verlegt habe und nimmt Bezug auf meinen Namen.

Katzen sind sanfte, verspielte und neugierige Wesen, spielt man ihnen jedoch übel mit, zeigen sie gern schon mal ihre Krallen.

Freitag, 25. November 2011



Tannengeflüster 

 
Wenn die ersten Fröste knistern
in dem Wald bei Bayrisch-Moos
geht ein Wispern und ein Flüstern
in den Tannenbäumen los,
ein Gekicher und Gesumm
ringsherum.

Eine Tanne lernt Gedichte,
eine Lärche hört ihr zu.
Eine dicke, alte Fichte
sagt verdrießlich: "Gebt doch Ruh!
Kerzenlicht und Weihnachtszeit
sind noch weit!

Vierundzwanzig lange Tage
wird gekräuselt und gestutzt
und das Wäldchen ohne Frage
wunderhübsch herausgeputzt.
Wer noch fragt; Wieso? Warum?
der ist dumm.

Was das Flüstern hier bedeutet,
weiß man selbst im Spatzennest:
Jeder Tannenbaum bereitet
sich nun vor auf Weihnachtsfest.
Denn ein Weihnachtsbaum zu sein:
das ist fein!
(James Krüss (1926-1997)



Herzliche Grüße zum ersten Advent

Donnerstag, 24. November 2011

Liebe Mitglieder der Kinderschutzengel,
wir haben kurzfristig noch einige freie Plätze und vielleicht kennt Ihr ja Familien mit Kindern die es durch Krankheiten oder andere Schicksalsschläge nicht grade leicht im Leben haben, die sich aber über einen ganz besonderen Nachmittag freuen würden.
Bitte ladet Sie ein zum „Weihnachtskino der Kinderschutzengel“
-am Samstag, den 26. November 2011
-ab 15:00 Uhr, im Adria Filmtheater, Schloßstrasse 48, 12165 Berlin
dort findet das alljährliche „Weihnachtskino“ des Vereins Kinderschutzengel statt.
Bei dieser Veranstaltung verbringen wir mit kranken Kindern, deren Familien, vor allem aber auch deren Geschwisterkindern einen vorweihnachtlichen Nachmittag mit einem Weihnachtsmarkt mit Buden und vielen Überraschungen und anschließendem Kinobesuch.
In diesem Jahr zeigen wir den traditionellen Film:
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
Als prominente Botschafter und Freunde erwarten wir u.a. Jan Sosniok,
Charles Rettinghaus, Katja Desens, Jascha Rust, Kai Lentrodt, Reiner Schöne und Daniela Ziegler.
Werdet zum Kinderschutzengel und findet vielleicht auch Ihr eine Familie die sich über die Einladung freut, wir haben 370 Sitzplätze im Kino und da darf doch keiner frei bleiben, oder ;0)
"Noel" das Buch für Kinder ist eingetroffen.

Leider müssen wir noch auf neue Umschläge von der Druckerei warten, erst dann werden wir es in den Verkauf geben. Aber hier schon mal ein Ausblick auf das Cover.

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Es ist ein zauberhaftes Buch, das von dem Hengstfohlen Noel erzählt, von den Abenteuern mit Pochito und Coqueta, seinen beiden Freunden.
Durch die Bleistiftzeichnungen ist es besonders für Kinder gedacht, die Pferde lieben und gern Bilder ausmalen.

Es wird zum Preis von 9,99 unter der
ISBN 978 -3 -943596-00-7 im Handel angeboten werden.

Vorbestellungen nehme ich entgegen unter:
kontakt@traumstunden-verlag.com

Mittwoch, 23. November 2011

Heute morgen rief ich die Autoren auf, um einen passenden neuen Slogan für den Verlag zu finden.
Es kamen so viele tolle Vorschläge, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann.
Daher möchte ich gern Ihnen und Euch, die Vorschläge vorstellen. Gebt Eure Stimme ab, für den Slogan, der eurer Meinung nach am Besten zu diesem Verlag passt, der gerade ein zweites Mal von vorn anfängt.
Wo nach dem Motto gehandelt wird:
Was uns nicht umhaut, macht uns stark.

Aber hier nun die tollen Vorschläge:

"Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele" 

"Wer niemals die tiefste Hölle der Verzweiflung kennengelernt hat, wird niemals in den Himmel des größten Glücks aufsteigen!" 

"Viele würden gern, könnten oder möchten. Andere aber hören zu, lächeln, nicken und tun es einfach! Genau so geht Leben!"

"Lasse niemals zu das Ängste, von denen du gar nicht weißt, ob sie jemals eintreffen, dich von Wegen abhalten, die dein Herz vorgibt" 

Seele sagt:"Ich kann nicht mehr"! Mut sagt:" Kleine mach Dir keine Sorgen, jetzt übernehme Ich"
 
Lies, um zu leben (Gustave Flaubert)


Denn was man Schwarz auf Weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen (Johann Wolfgang von Goethe)


Ein Leben ohne Bücher ist wie eine Kindheit ohne Märchen, ist wie eine Jugend ohne Liebe, ist wie ein Alter ohne Frieden. (Carl Peter Fröhling)


Lesen heißt durch fremde Hand träumen. (Fernando Pessoa)


Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn (Erasmus von Rotterdam)

 
Bücher lesen, heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne. (Jean Paul)


Bücher sind nicht Denkmale der Vergangenheit, sondern die Waffe der Gegenwart - Heinrich Laube


Bücher für gross und klein, machen alle Herzen froh.

Montag, 21. November 2011

Da jeder meiner Schritte eifrig nachverfolgt wird, möchte ich heute den Start meiner neuen HP bekannt geben.
Unter www.traumstunden-verlag.com, findet ihr ab sofort alles rund um den Nachfolgeverlag des Essener Traumstundenverlages.
Leseprobe aus:
Märchenhaus-Geschichten für den Kaminabend



Annika Dick
Stinkstiefel und Gummistiefel
Es war Anfang Dezember, als Tinas Welt, oder das, was
zu diesem Zeitpunkt noch von ihr übrig geblieben war, zusammenstürzte.
Noch im Sommer hatte ihr Chef ihnen versichert, dass die Krise ausgestanden sei, ihre Arbeitsplätze sicher wären. Dann, kurz vor der Mittagspause an diesem Dezembermontag erfolgte die traurige Realität: Die Krise war nicht abgewendet, dir Firma insolvent und Tina ihren Job los. Sie fühlte sich hundeelend, als sie sich auf den
Heimweg machte. Wie gut standen wohl die Chancen, dass sie noch dieses Jahr eine neue Stelle fand? Sie wagte gar nicht, lange darüber nachzudenken.
Zu Hause wartete niemand auf sie, dabei hätte Tina menschlichen
Beistand jetzt dringend nötig gehabt. Ihre Mutter verbrachte den Winter auf einer Kreuzfahrt in der Karibik mit ihrem neuen Freund. Ihren Vater hatte Tina seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen. Und von den meisten ihrer Freunde hatte sie sich vor Monaten losgesagt. Sie waren alle auch Franks Freunde. Und Monis. Und mit den beiden wollte sie auf gar keinen Fall etwas zu tun haben. Monatelang hatten die Zwei sie belogen und betrogen.
Ihr Freund und ihre beste Freundin. Am Wochenende gaben sie ihre Verlobung in der Zeitung bekannt. Und Tina hatte sich mit einer Packung Erdbeereis unter der Bettdecke verkrochenund ihre Wunden geleckt.
An diesem Tag verkroch sie sich nicht unter der Bettdecke.
Sie musste einen neuen Job finden. Die Rechnungen zahlten sich nicht von alleine und Essen wollte sie ja schließlich auch. Seufzend ließ sie sich mit der Samstagszeitung am Küchentisch nieder, um in den Stellenanzeigen zu stöbern.
Das Klingeln des Telefons riss sie schon kurze Zeit später
aus ihrer Lektüre. Nicht, dass sie besonders erbauend gewesen wäre.
  »Spreche ich mit Frau Tina Sattler? Mein Name ist Dr.
Beier, ich bin der Arzt Ihres Großonkels und muss sie dringend sprechen. Herr Sattler weigert sich, meinen Rat zu befolgen und in ein Altersheim zu ziehen. Daher dachte ich, Sie könnten ihn vielleicht überreden. Er ist schließlich nicht mehr der Jüngste. Und so ganz allein da draußen auf seinem Hof mit den Tieren, er kann sich doch kaum um das Haus und sich selbst kümmern.«
Tina hörte dem Arzt schweigend zu. Sie erinnerte sich vage
an einen Onkel ihres Vaters. Aber auch als Kind hatte sie ihn nur auf Fotos gesehen. Und ausgerechnet sie sollte diesen Mann dazu überreden, aus seinem Heim auszuziehen?
  »Ich glaube nicht, dass ich die richtige Ansprechpartnerin
für Sie bin.« Doch Dr. Beier ließ sie gar nicht ausreden.
  »Bitte, ich mache mir wirklich Sorgen um ihn. Er ist recht,
nun, dickköpfig. Er lässt sich von mir nichts sagen. Vielleicht
gelingt es Ihnen ja als Familienmitglied. Besuchen Sie
ihn und überzeugen Sie sich selbst. Er kann dort nicht alleine
leben!«


Fortsetzung im Buch, zu bestellen unter kontakt@traumstunden-verlag.com
unter der ISBN 978 - 3- 942514-18-7
oder versandkostenfrei bei Libri, Buch.de, Bol, Weltbild und Amazon zum Preis von 12,90 Euro

Samstag, 19. November 2011

Heute möchte ich euch eine Lesprobe aus "Noel" von Prisca Dussling, einen Kinderbuch, das von dem Fohlen Noel erzählt, vorstellen.

Noel wird Ende November im Handel erhältlich sein.
Schon als kleines Fohlen ärgere ich meine Mami gerne. Ich schnappe voll Freude in ihre Beine oder ziehe frech an ihrem Schweif. Natürlich ernte ich dafür auch mal einen kleinen Tritt oder einen festen Knuff in den Hals. Mehr aber nicht.
Manchmal verstecke ich mich hinter einem dicken Baumstamm, doch das findet Mami nicht so lustig. Sie ruft mich dann ganz verzweifelt.
„Noel, sag mir immer, wo du hingehst. Ich habe Angst, dass dir was passiert.”
„Ist ja gut”, antworte ich und lege mich ins Gras. Ein kleiner gelber Schmetterling landet direkt auf meiner Nase. „Hallo”, sage ich ihm. „Wie heißt du denn? Wo kommst du her? Bist du alleine?”
So schnell, wie er auf meiner Nase gelandet ist, so rasch fliegt er auch wieder weg.
„Schade, ich habe ihn vermutlich mit den vielen Fragen erschreckt. Hoffentlich kommt er mich bald nochmal besuchen. Mami, hast du gesehen?”
„Was denn?” fragt sie zurück.
„Dieses wunderschöne Tierchen. Schau, da fliegt es.”
„Das ist ein Schmetterling” erwidert Mami.
„Ja”, rufe ich, „er landete ganz frech auf meiner Nase. Der ist wirklich hübsch und so schön bunt. Schau nur Mami, wie viele Farben er hat. Ach, Fliegen muss toll sein. Ich möchte auch fliegen können.”
Aber Mami erklärt mir: „Komm, Noel, du bist ein Fohlen. Du kannst traben, galoppieren oder einfach nur spazieren. Schmetterlinge können nur fliegen. Und vor allem werden sie von den Vögeln gefressen.”
„Aber aus welchem Grund?”, frage ich sie ganz entsetzt. „Warum müssen denn die Vögel diese wunderschönen, samtenen Schmetterlinge fressen?”
„Armer Noel. Weißt du, alle Tiere haben einen Zweck.“
„Aber welchen Zweck soll ich denn haben?” wundere ich mich.
„Du wirst einmal ein wunderschöner großer und starker Hengst sein. Mit Sicherheit werden dich deine Besitzer als Reit- und Springpferd ausbilden. Du wirst Turniere bestreiten und viele Preise gewinnen. Das ist die Aufgabe eines Pferdes.
Manchmal müssen Pferde auch Lasten ziehen. Das ist kein Spaß, das ist harte Arbeit.
Ach Noel, wir sollten jetzt aber noch nicht so weit denken. Zuerst bist du ein Fohlen und kannst den ganzen Tag nur mit Spielen verbringen.“

Freitag, 18. November 2011

Leseproben aus "Märchenhaus - Geschichten für den Kaminabend"

 Märchenhaus - Geschichten für den Kaminabend
Ein Weihnachtsmärchen - Annika Dick

Mit großen Augen beobachtete Ariel die Anderen, wie sie sich geschäftig daran machten, ihren Flug auf die Erde vorzubereiten. An diesem einen Tag im Jahr verließen sie den Himmel: die Weihnachtsengel. Das ganze Jahr bereiteten
sie sich darauf vor. In ihren Taschen trugen sie die rotesten Äpfel und die knackigsten Nüsse, die es zu finden gab. Einige von ihnen, die älteren und erfahreneren, brachten sogar Weihnachtsbäume zu den Menschen. Ariel gehörte nicht zu ihnen. Noch nicht. Aber in diesem Jahr könnte sich das ändern. Alles, was der Engel dafür tun musste war, Weihnachten jemandem zu bringen, der es brauchte. Dafür waren die Weihnachtsengel ja schließlich da. Und dann würde Ariel endlich eigene Flügel bekommen. Das kleine Herz schlug laut in seiner Brust, als er auf Petrus zuging, der ihn einem älteren Engel zuwies, mit dem Ariel auf die Erde fliegen sollte. »Bist du bereit?« Mit entschlossener Miene sah Ariel zu Petrus und nickte. So bereit war noch nie ein anderer Engel zuvor gewesen. Ganz sicher nicht.
... Fortsetzung im Buch
Der Straßenmusikant - Barbara Kühnlenz
...
Niklas zog seine Trompete aus der Tasche und spielte das »Ave Maria«, Benjamins Lieblingsstück. Es tönte über die Gräber hinweg und schwebte durch die Stille des Heiligen Abends bis zu den nahegelegenen Häusern der Siedlung. Noch lange, nachdem der letzte Ton verklungen war, stand Niklas vor dem Grab. Bevor er seinem Sohn leise von seiner Sehnsucht nach ihm erzählte und ihn um Verzeihung bat, holte er aus der Tasche den Klapphocker und setzte sich. Während er sprach, weinte er, aber weder Tränen noch Bitten
schenkten ihm die glücklichen Tage mit Benjamin zurück. Sie lagen dort einsam und stumm unter der Erde. Niklas dachte zum wiederholten Mal: Dort befindet sich alles, was das Herz meines Lebens schlagen ließ. Vor ihm
entstand ein Gesicht mit blauen Kinderaugen und dazu erklang glockenhelles Lachen, das seine Ohren für immer aufbewahren würden.
...
Fortsetzung im Buch
Und dies sind nur zwei Einblicke in wunderbare Geschichten unserer Autorenschaft! Gönnen auch Sie sich wunderbare Geschichten und Gedichte zum Vor- und zum Selber lesen, ein Buch zum selber behalten und zum Verschenken gleichermassen geeignet!

ISBN: 978-3-942514-18-7
Preis: 12,90 Euro
 
Zu bestellen unter kontakt@traumstunden-verlag.com und über den Buchhandel! 

Wir freuen uns auf Sie!