Freitag, 30. März 2012

Gelungene Buchlesung - Das Lachen des Kookaburra




Wow es ist ja schon wieder Wochenende.
Den Kopf mitten in zwei Manuskripten steckend, rennt die Zeit nur so dahin.


Dennoch möchte ich euch rund von der ersten Buchlesung unserer Autorin Kate Sunday berichten. Im Rahmen des literarischen Abends fand diese in Seeheim in der örtlichen Buchhandlung statt.

Die Buchhandlung bestellte bereits einen Monat vor der Lesung per Terminorder ihre Exemplare, wir ließen ein Plakat drucken, Kate organisierte, dass am Abend der Buchlesung ein original Didgeridoo gespielt wird. Alles fein. Bis am Freitag vor der Lesung die Buchhandlung anrief und sagte, dass noch keine Bücher geliefert sein. Ach du Schreck. Bei Runge nachgefragt und da stellte sich heraus, dass nicht mehr genug Exemplare auf Lager waren. Der Computer hatte sich geweigert die Bestellung auszuführen, weil er erkannte, dass die Ware nicht reicht.
 
Auh Backe! Wie das? Dabei hatten wir doch gerade erst nachgedruckt. Mir fiel ein, dass wir ja Bücher mit nach Leipzig genommen hatten und vonseiten der Messebuchhandlung noch keine Retoure erfolgt war. 
Ok. Runge beruhigte Buchhandlung, Autorin und mich. Kein Problem, das schaffen wir. Am Montag gehen die restlichen Exemplare per DHL an die Buchhandlung und dann passt das.
 
Dienstag, am Tag der Lesung, erreichte tatsächlich ein Paket von Runge die Buchhandlung. Heute können wir bereits drüber lachen, aber ich möchte nicht das Gesicht der Buchhändlerin gesehen haben, als sie das Paket öffnete. Denn statt roter australischer Landschaft, begrüßte sie ein grünes Monster und griente sie frech an. Ja, ja, der Kabischubi hat sich mal wieder einen Spaß erlaubt. Er wollte unbedingt Seeheim und Kate kennenlernen und hat schnell und heimlich die Bücher ausgetauscht.

Nach dem, jedoch etwas entsetztem, Anruf der Buchhändlerin bei Runge, griffen diese tief in die Trickkiste und ein Bote brachte die Bücher tatsächlich noch persönlich in die Buchhandlung.
Ende gut! Alles gut.
Der Abend verlief harmonisch, es gab keinerlei weitere Pannen, Kabischubi benahm sich den Rest des Abends und so konnte Kate ihre erste Lesung erfolgreich beschließen.



Wenn auch ihr euch für Australien interessiert oder an der Love Story zwischen Rebecca und David Anteil haben möchtet, seid ihr herzlich eingeladen "Das Lachen des Kookaburra" selbst kennenzulernen.

ISBN: 978-3-943596-08-3 für 12,90 Euro versandkostenfrei bei Amazon


Dienstag, 27. März 2012

Dankeschön und Richtigstellung

Ich habe heute das Bedürfnis an dieser Stelle einige wichtige Worte loszuwerden.

Danke, dass es euch gibt!

Die Entwicklung der letzten vier Monate hat mir gezeigt, dass dieser Weg richtig ist. Es sind so viele positiven Dinge geschehen, ich erhalte so oft Feedbacks, die mich stärken ... Danke!

Hin und wieder wurde mir in den vergangenen Tagen regelrecht schwindlig, wie rasant die Entwicklung voranschreitet. Sei es durch den verbesserten Abverkauf der Bücher, die gestiegene Resonanz im Buchhandel, die verbesserte Wahrnehmung des Verlages in der Öffentlichkeit;
Es treten Menschen mit neuen und teilweise so tollen Ideen an mich heran; alte Kollegen, die mich anschreiben; eine neue Geschäftspartnerschaft, die sich anbahnt; Illustratoren mit so wunderschönen Zeichnungen, dass uns spontan Geschichten dazu einfallen ...

Kabischubi rennt in den Läden, Noel hat nun diesen Schritt mit verändertem Cover ebenfalls geschafft.

Aber leider ist eine Sache noch immer nicht vom Tisch. Die GbR ist nach wie vor nicht liquidiert.
Zwar existiert die GbR nicht mehr, wohl aber das Vermögen. Leider scheitert diese Liquidation nach wie vor an der Vogel Strauß Politik meiner ehemaligen Geschäftspartnerin.
Es ist in Deutschland kein Verbrechen einen Künstlernamen zu benutzen. Aber es ist eins, Vermögen, was einem nicht gehört, in die eigene Tasche zu stecken oder ins neue Unternehmen zu investieren.
Und so werden wir halt weiter prozessieren müssen und irgendwann wird auch Vogel Strauß einsehen müssen, dass diese Politik keinen Bestand hat.

Jedoch wird mich-uns  dies nicht abhalten diese positive Entwicklung zu festigen und weiterhin am Erfolg zu arbeiten.

Mit einer kleinen Überraschung warte ich heute schon einmal auf. Der bekannte schottische Künstler Alasdair Urquhart
zeichnet für das Coverbild für den Fantasyroman von Ted Lindsay "viking- Eine große Reise" verantwortlich. 


Vielen Dank an einen großartigen Zeichner, dass er uns wichtig genug nimmt, um auf Anweisung des Autors so ein tolles Bild zu zeichnen.

Montag, 26. März 2012

Buchlesung und Workshop

Ich habe heute zwei sehr schöne Ankündigungen für Euch.

Kate Sunday liest morgen, am 27.03.2012 ab 18:30 Uhr, in der Buchhandlung Lesbar im Rahmen des Literarischen Abends aus ihrem Roman
"Das Lachen des Kookaburra"




Wer sich in der Umgebung von Seeheim aufhält, ist herzlich eingeladen, diese kostenlose Veranstaltung zu besuchen.


Die zweite Ankündigung dagegen lässt mich regelrecht hibbelig sein.
Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, trägt sie den Namen "Workshop".

Ja, ihr lest richtig. Wie das Leben so spielt, habe ich das Angebot erhalten in Kroatien einen oder mehrere Workshops durchzuführen. Den ersten plane ich im Mai kommenden Jahres. Und jetzt passt auf, jetzt kommt der Hammer!

Für Teilnehmer der Workshops und ihre Familien ist die Unterkunft absolut kostenfrei.
Nur Anreise und Verpflegung müssen von den Teilnehmern selbst übernommen werden.

Es stehen vier!! komplett ausgestattete Häuser zur Verfügung, die Platz für 2 - 4 Personen bieten. Dauer: eine Woche. Ort: In der Nähe von Pula.
Partner und Kinder können mitgenommen werden, das Mittelmeer ist ebenfalls nicht weit.

Mich würde jetzt interessieren, ob dieses Angebot überhaupt Zuspruch und Interessenten findet.

Wer Interesse hat, melde sich bitte bis Ende der Woche per mail:
andrea (at) traumstunden-verlag.com
bei mir.

Herzlichst eure Andrea el Gato

Donnerstag, 22. März 2012

Neuigkeiten

Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen und die angekündigten Veränderungen bekanntgeben:

Aber ich habe auch noch einige schöne Fotos geschickt bekommen, die ich euch ebenfalls nicht vorenthalten möchte.






Als erste wichtige Info möchte ich euch mitteilen, dass ich mich dazu entschlossen habe, den Markt auszuweiten.

Ab den 1.Mai werden unsere Titel als E-Book bei sämtlichen großen Anbietern wie, Amazon und I-Tune gelistet werden.

Durch die Kooperation mit einem Marktführer im Bereich digitale Medien, werden wir unsere Titel auch als Android Version anbieten können. Gleichzeitig bietet sich hier die Möglichkeit unsere Titel als Hörbücher anzubieten. Aber das werde ich erst etwas später angehen.





Ermutigt durch den Erfolg auf der Leipziger Buchmesse plane ich nun tatsächlich die Teilnahme auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober.  
Es ist noch nichts gebucht, aber es ist in der Planung.




Und damit dann auch alles seinen Gang geht, habe ich beschlossen die Abgrenzung auf dem Buchmarkt, zu einem Verlag mit ähnlich lautendem Namen, zu forcieren.

Die Resonanz der Messebesucher auf den Namen "Traumstunden" war sehr unterschiedlich. In der Regel verbinden viele Menschen damit Kinderbücher aus Pappe. Da wir jedoch die Altergruppen ab 5 bedienen, habe ich mich entschlossen, den Namen komplett in Verlagshaus el Gato zu ändern.

Es wird dazu auch einen neuen Webauftritt geben und ich muss mal schauen, wie ich mit dem Blog umziehen kann.


Ich hoffe euch gefallen diese News ebenso wie mir
Herzlichst eure Andrea el Gato


Mittwoch, 21. März 2012

Erlebnisse rund um die Messe

Wir haben in Leipzig nicht nur gearbeitet - leider von der Stadt selbst viel zu wenig gesehen.

Dennoch, der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein und so fuhren wir abends Richtung Hauptbahnhof. Dieser ist Europas größter Kopfbahnhof und in den letzten Jahren aufwändig restauriert worden. Von da aus liefen wir in die Altstadt, in der sich zahlreichen Kneipen und Restaurants befinden.

Vorweg muss ich sagen, dass die Texifahrer sehr nett waren, uns viel über Leipzig erzählten oder auch einfach lustige Sprüche draufhatten. So kamen wir oft schon etwas angegackert am Ziel an.

Der erste Messetag war ein Tag, wie man ihn jedoch nicht unbedingt benötigt. Erst war meine Geldbörse weg, fand sich dann aber auf wundersame Weise wieder an. Wir verkauften bereits mehr, als wir uns erhofft hatten und Prisca wurde von Kunden zu Lesungen eingeladen.

Wir kamen also gut gelaunt in der Leipziger Innenstadt an und suchten nach einem Futtertempel. Mit dem argentinischen Steakhaus Maredo war der schnell gefunden. Die Bestellung aufgegeben und dann ... ja ... das Salatbüfett befand sich eine Etage höher, in die man entweder mittels Treppe oder Fahrstuhl gelangt. So ein schicker gläserner Kasten. Da uns beiden der doch lange Tag in den Füßen steckte, stellten wir uns in den Fahrstuhl und stellten fest, dass es keinen Knopf gab, der dem Fahrstuhl sagte: "Fahr in die erste Etage"
Also was blieb uns übrig, als zu warten. Wir warteten und warteten ... aber nichts tat sich. Tür wieder auf und Kellner gefragt. Der meinte: "Ja, Sie müssen nur einen Moment warten, dann fährt der Fahrstuhl ganz allein los." Okey, neuer Anlauf. Mittlerweile standen wir bereits im Mittelpunkt des Interesses sämtlicher anderer Gäste, die sich kaum noch ein Grinsen verkneifen konnten.

Nachdem wir weitere Minuten kichernd und gackernd im Fahrstuhl umsonst gewartet hatten, entschieden wir uns für die Treppe.

Der Abend ging tatsächlich so schief weiter. Als wir das Restaurant verließen, stand mit einmal ein komischer Mann mit Sturmlaterne und Horn vor uns. 


Es stellte sich heraus, das war der Leipziger Nachtwächter mitten auf einer Nachtführung.

Am Samstagabend suchten wir erneut nach einem Futtertempel und stellten fest, dass sämtliche Restaurant bis an ihre Grenzen ausgelastet waren. Wartezeit eine Stunde, die nahmen wir dann irgendwann in Kauf. Hier an dieser Stelle auch ein dickes Lob an Blindenhund Wendy, die das alles klaglos mitmachte.
Thomas Löffler und Wendy bekamen am Samstag ein tolles Fotoshooting






Und wir zahlreiche schöne Kostüme zu sehen




Leider ist mir grad aufgefallen, dass Prisca die anderen Fotos hat. Daher müsst ihr euch jetzt mit diesen begnügen.


Morgen erzähle ich euch dann von den geplanten Änderungen im Verlag.

Lasst euch überraschen!
Herzlichst eure Andrea el Gato


Dienstag, 20. März 2012

Leipziger Buchmesse Zusammenfassung mit Fotos

Die vergangenen Tage habe ich ja doch recht kurze Beiträge verfasst, daher wird dieser etwas länger. Also holt euch schon einmal eine Tasse Kaffee und bringt einen Moment Zeit mit.

Die Kurzversion würde lauten:
Die Messe war ein voller Erfolg!

Aber das habt ihr sicherlich bereits den vorheringe Beiträgen entnehmen können.

Daher blicken wir noch einmal kurz zurück.





Diese beiden Bilder entstanden am 14.März, am Abend vor der Messe. Alles ist noch ruhig, die Aussteller bauen auf und nur wenige Schritte von uns entfernt, befindet sich die Messebuchhandlung, in der einen Tag später der Bär steppt.

Unsere überaus symphatischen Standnachbarn mit einer sehr schönen Geschäftsidee, die ebenfalls regen Zuspruch fand. 


So sah unser Stand dann fertig dekoriert aus. 

Start frei für die Messe.



Wie ich euch bereits schrieb, war ich mehr als überrascht, dass bereits ab den ersten Tag die Messe reges Besucherinteresse hatte. Daher kam ich jeweils nur am Morgen zum fotografieren. Zum Glück übernahm ab Samstag das Fotostudio Hartmann Foto Design diesen "Job". Vielen, lieben Dank für die unzähligen Fotos. Leider kann ich auf dem Blog nur einen kleinen Ausschnitt davon hochladen.



 Am 17.03 erfolgte dann die Preisübergabe des zweiten Preises an Emilia, die anschließend mit ihrer Mama noch der Lesung beiwohnte.

Leider ist das Shirt "etwas" zu groß geraten, so dass Emilia nun ein Pferdekleid tragen kann.












Prisca Dussling während ihrer Lesung. Sie war vorher soooo aufgeregt, hat dann voller Souveränität und Gefühl gelesen, so dass nach der Lesung ...













 ... zahlreiche Fans ein Buch oder wenigstens ein Autogramm von ihr wollten.


Einige Zeit später folgte die Lesung von Stephanie Urbat - Jarren






hier gleich nach der Lesung, beim Signieren ihres Buches, etwas abgekämpft und mit Locke im Gesicht, aber "Happy"




Am Sonntag überreichte ich noch stellvertretend für Stephanie den ersten Preis aus unserer Verlosung an Wenke, die extra aus Berlin angedüst kam.






Zu guter Letzt noch ein dickes Danke an die Autoren vor Ort, es war sehr schön mit Euch. Ich staune immer wieder wie ernst Prisca auf den Fotos wirkt, lasst euch davon nicht täuschen, so viel gelacht, wie mit ihr, habe ich schon lange nicht mehr.







So das waren jetzt erst einmal die Fotos rund um die Verlagsteilnahme an der Messe. Es gab natürlich noch viel mehr zu sehen, aber dazu komme ich morgen.




Die Messe hat mich auch ermutigt einigen Änderungen offener gegenüberzustehen, morgen erzähle ich euch ebenfalls davon.

Sonntag, 18. März 2012

Leipziger Buchmesse Tag 3

Gestern war der bislang spannendste Tag
Es begann bereits am Morgen, als wir die vielen kostümierten Messebesucher sahen. Hinter uns in der Halle zwei befindet sich der umfangreiche Manga - Anime Bereich mit Rollenspiel und Dojinshi Market. Gestern war fand ein Kostümwettbewerb statt, zu dem mindestens 10 000 Teilnehmer kamen. Wir haben einige Fotos gemacht, damit ihr euch eine Vorstellung von der Vielfalt und vor allem auch Liebe zum Detail machen könnt.

Was die Menschenmassen betrifft, von denen ich bereits die Tage sprach: Am Freitag waren zirka 65 000 Besucher und gestern wurde diese Zahl sogar noch überboten: 80 000.

Auch wir hatten vor einiger Zeit eine Verlosung gestartet und gestern kam die Gewinnerin des zweiten Preises, Emilia, diesen abzuholen.

Um 12:00 las Prisca aus ihrem Buch und zahlreiche Kinder hingen gebannt an ihren Lippen.
Anschließend stärkten wir uns mit ein wenig Sekt und Häppchen. Die Zeit verrann bei den vielen Menschen und Gesprächen wie im Flug. Noch immer fand ich keine Zeit, mich auch einmal in den Nachbarhallen umzuschauen. 
Schneller als gedacht war es bereits 15:30, der Lesetermin für Stephanie. Die Lesebude 1 war knackevoll, ich erkannte auch einige Buchkäufer unter den Zuhörern.
Natürlich gab es danach noch einmal ein Gläschen Sekt: auf den Erfolg.
Wir haben tatsächlich bereits mehr Bücher verkauft, als wir es manches Mal in einer Woche tun.

Am Abend gingen wir zu sechst in ein indisches Restaurant, um den erfolgreichen Tag ausklingen zu lassen.

So ... nun kommt noch der letzte Tag, der Familientag.
Wir lassen uns überraschen

Samstag, 17. März 2012

Messetag - 2

Hach ist die Messe cool

So viele Menschen, so viele tolle Gespräche ... ob mit Buchhändlern, mit Kollegen, mit Lieferanten und ganz besonders mit Kunden.
Wir haben jetzt zwei Tage voller positiver Feedbacks hinter uns, heute startet dann unser "Höhepunkttag"

Nachdem gestern morgen bereits Ted Lindsay mit Lebensgefährtin anreisten, folgte gegen Mittag Stephanie Urbat-Jarren.
So verstärkt konnten Prisca und ich uns auch für einige Minuten ins Messegetümmel stürzen.
Zwischenzeitlich entwickelt sich Prisca zur absoluten Topverkäuferin, die Leser sind sehr davon angetan, dass sie extra aus ihrer fernen Heimat anreiste.

Am Abend trafen wir uns - ohne- Prisca - zum gemeinsamen Abendessen. Prisca wollte sich auf ihre heutige Lesung vorbereiten.

So tickt dann auch schon die Uhr, unser Shuttle steht bereit, ich hoffe, heute Abend finde ich etwas mehr Zeit zum berichten.

Donnerstag, 15. März 2012

Leipziger Messe - erster Tag

Messetag 1

Wir waren heute morgen doch etwas aufgeregt, als wir die Massen von Menschen gesehen haben, die bereits eine Stunde vor Beginn der Messe aufs Gelände strömten. Wir legten schnell die vorbereiteten Mappen in unser Pressefach, zupften hier und da an unserer Dekoration und verbrachten die letzten ruhigen Minuten, indem wir uns die Stände unserer Mitbewerber anschauten. Gerade im Belletristikbereich trafen wir auf einige Verlage, die wir zumindest vom Namen her kannten. Wir trafen ebenso auf Verlage, die mit großer Aufmachung warben: "Verlag für Autoren" - "Wir suchen Manuskripte"

Was wir von solcherart Verlagen halten, muss ich nicht extra schreiben.

Punkt 10 Uhr ertönte der Gong und bereits eine Minute später strömten die Menschenmassen durch unseren Gang.

Verlage dürfen auf der Messe nicht selbst verkaufen, aber wir schlossen bereits im Vorfeld einen Servicevertrag mit der Messebuchhandlung. Eine Studentin stellte sich uns als unsere mobile Kasse vor, sie kassiert mehrere Verlage in unserem Gang ab. Diese praktische Sache und die Anwesenheit der Autorin, brachte uns heute überraschend viele Käufer. Viele der Kunden waren einfach davon angetan, dass die Autorin Prisca Dussling, vor Ort war und ihre Bücher signierte.

Natürlich durften auch geschäftliche Gespräche nicht fehlen und die eine oder andere tolle Sache wird demnächst im Verlag Einzug halten.

Zwischendurch ereilte mich noch eine Schrecksekunde. Meine Geldbörse war weg! Wir stellten unseren Stand und meine Handtasche total auf Kopf, nix. Prisca meinte immer, dass die Börse sicher im Hotel sei. Es gab jedoch auch keine Situation, in der sie mir gestohlen hätte sein können. Sie musste einfach da sein. Und so war es dann auch. Sie lag in einem Stoffbeutel aus Ecuador, den mir Prisca als Geschenk mitgebracht hatte.
Habt ihr den Stein bis zu euch plumpsen hören?

Bevor wir jedoch unsere müden Füßchen, schonen dürfen, geht es jetzt noch zur sagenumwobenen Messeparty. Diese Veranstaltung muss einfach legendär sein, ich berichte euch morgen ...

Herzlichst eure Andrea el Gato

Mittwoch, 14. März 2012

Leipziger Messe einen Tag vor Beginn

Ich habe mich entschlossen, dass ich jeden Tag einen kurzen Bericht über die Messe schreibe, damit auch die Autoren, die nicht kommen können, einen kleinen Überblick erhalten.

Mein Flieger in Bologna startete in den frühen Morgenstunden, überrascht blickten wir, als wir die Massen von Menschen, auf dem sonst eher ruhigen Airport, sahen. Sogar das Café war bereits um 4 geöffnet, sodass ich vor dem Start noch einen kräftigen Capuccino genießen konnte.
Gegen 8 landete der Flieger in Frankfurt und ich überbrückte die Wartezeit indem ich auf Mörderjagd ging, und den Krimi von Heidrun Böhm "Der Duft der Maiglöckchen" weiter redigierte.

Endlich in Leipzig angekommen, ließ mich die Kälte dann doch erschaudern, auch wenn mir eine Autorin per SMS schrieb: "Wir haben doch schon frühlingshaftes Wetter"

Von weitem bereits erkannte ich den Hotelshuttle und in ihm eine aufgeregt winkende, junge Frau. Die Autorin Prisca Dussling, die das Kinderbuch "NOEL" schrieb, war bereits gestern aus Ecuador angekommen. Freudig fielen wir uns in die Arme, schließlich hatten wir uns noch nie gesehen. Prisca reiste jetzt das erste Mal nach 11 Jahren wieder nach Europa.

Nachdem wir im Hotel einen kurzen Zwischenstopp eingelegt hatten, zogen uns die Messehallen magisch an. Und was soll ich euch sagen?
Bis jetzt hatte alles super geklappt. Uns erwarteten bereits die bestellten Kartons voller Bücher, Flyer, Postkarten. Die Blumengestecke waren geliefert, Logo klebte an der richtigen Stelle, Tisch und Stühle waren da ...
Als wir die Kartons öffnete, erfolgte die nächste Überraschung. Eine Autorin hatte eine liebe Grußkarte beigelegt. Liebe Bärbel, vielen lieben Dank. Ob das mit dem Video klappt, kann ich nicht versprechen. Aber Fotos werde auf alle Fälle gemacht und nachgeliefert. Wir sind schon fleißig dabei.

Natürlich durfte eine Panne nicht fehlen, die aber das Personal der Leipziger Messe mit viel Humor nahm. Als ordentlicher Mensch wollte ich unsere Aussteller Tickets einschweißen. Leider wollten diese nicht eingeschweißt werden und zogen es vor, sich schwarz zu ärgern.
So verfärbt würden wir niemals die Eingangskontrollen passieren, aber ohne großes Federlesen wurden sie getauscht.

Nachdem uns der freundliche Shuttlebusfahrer auch wieder von der Messe abgeholt hatte, ließen wir uns noch zu einem richtigen deutschen Restaurant fahren. Prisca hieperte es nach original deutschem Schnitzel und das sollte ihr nicht verwehrt werden.

So und jetzt sind wir kaputt und genießen noch einen ruhigen Abend.



Dienstag, 13. März 2012

Aus aktuellem Anlass

 ... und bevor ich ins Bettchen hüpfe, damit ich den Flieger heute Nacht nicht verpasse, möchte ich nachfolgendes, für mich wichtige Urteil offenstellen. 

Ich denke damit werden bereits einige offenen Punkte bei einigen geklärt sein.


Montag, 12. März 2012

Messesplitter

Wir starten in ein Abenteuer!

Nun wer hätte das vor drei Jahren noch geahnt, welchen Lauf der Verlag und mein Leben nehmen würden. Als ich vor etwas mehr als drei Jahren die Businesspläne für meine damalige Partnerin schrieb, über Rentabilitätsvorschauen und Titelplanungen brütete, war klar:  
Wir gehen mal auf die Buchmesse!

Dieses Ziel wollten wir in maximal fünf Jahren erreicht haben.

Wie Ihr wisst, kamen viele Dinge ganz anders. Jeder von uns beiden geht jetzt seinen eigenen Weg. Vor der Trennung stand jedoch bereits fest, dass wir an der diesjährigen Leipziger Buchmesse teilnehmen würden.
Eine Buchmesse bedarf langer Vorplanung und so beschlossen wir, damals noch gemeinsam, bereits im September 2011, das Wagnis einzugehen. Es wurden die entsprechenden Verträge unterschrieben, Lesungen vereinbart, Autoren informiert.

Dann erfolgte die bekanntermaßen überraschende Trennung, die Verträge bestanden nach wie vor. Also beschloss ich, nach Rücksprache mit meinen Mann, dass ich allein die Verträge erfülle.
Kein leichtes Unterfangen, wenn man weiß, was solche Messeteilnahmen kosten. 

Nachdem ich quasi vor dem Nichts stand, da nach wie vor die Liqudierung der GbR verweigert wird, und somit alle meine eingezahlten Gelder in den neuen Verlag meiner damaligen Partnerin flossen und fließen, in Rundmails und Chats Unwahrheiten über mich geäußert wurden, die eine einstweilige Verfügung notwendig machten, war der Berg, vor dem ich stand riesengroß.

Aber wie heißt es so schön? "Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt!" Und so bin ich Schritt für Schritt gegangen, fand neue Partner, Menschen und Autoren, die Aussagen prüften, ehe sie urteilten ...
Heute stehe ich hier.
Die erste Autorin, Prisca Dussling, sitzt im Flieger für den weiten Weg von Ecuador nach Leipzig. Seit 11 Jahren war sie nicht mehr in Europa und kommt nun nach Deutschland, um am 17. März auf der Messe aus ihrem Buch zu lesen.

Stephanie Urbat- Jarren hat ihre liebe Mühe Kabischubi zu beruhigen, der genauso aufgeregt ist wie sie. Denn auch er hat noch nie eine Messe erlebt. Mittlerweile mutiert er zu einer richtigen Berümtheit. Als Kinderbuch konzipiert, melden sich immer mehr Erwachsene, die ihn kennenlernen wollen. Mit diesem riesigen Erfolg hat niemand von uns gerechnet. Naja, wenn wir ehrlich sind, ein bisschen schon. Schließlich veröffentliche ich Bücher nicht zum Spaß, sondern weil ich glaube, dass das Buch gut ist.

Im Dezember kam die Standzulassung.

Dann fing die Planung erst so richtig an. Was braucht man auf einem Messestand? Natürlich erst einmal Buchhalter. Ein Tisch muss noch her, Stühle, auf denen wir unsere müden Hintern platzieren können ... apropo müde ...

Hotelbuchung, neue Drucksachen wurden in Auftrag gegeben - es hatte sich ja nun einiges geändert. Klick, klick, klick- hört ihr die Kasse rattern? Ohne meinen treuen Gefährten hätte ich das nie gestemmt. 

Ich möchte erwähnen, dass vonseiten der Leipziger Buchmesse die Vorbereitung absolut perfekt läuft. Als neuer Messeteilnehmer wurde ich an keiner Stelle im Regen stehen gelassen, bei Fragen bekam ich innerhalb weniger Stunden kompetente Antworten.

Im Januar erfolgte die Standzuweisung. Sämtliche Bestellungen für Zusatzverträge, Messebuchhandlung, Lesungen, Parkscheine, Autorenkarten mussten bis Ende Januar erfolgt sein.
Leider erreichte uns vor einer Woche die Absage einer unserer Autoren. Der Verein Kinderschutzengel wird leider nicht aus seinem Buch vorlesen.

Flyer wurden gedruckt, Postkarten, Roll-up ... Blumen bestellt, wir wollen es schließlich schön haben.

Pressemappen wurden gedruckt, Bücher an die Messebuchhandlung verschickt. Mein Koffer wird morgen gepackt und dann starte ich in der Nacht zu Mittwoch in die erste Buchmesse des Verlagshauses Traumstunden el Gato.
Begleitet uns, mich und die teilnehmenden Autoren,  während der Messetage hier auf diesem Blog, denn ich werde euch mit Bild und Text von allen vier Tagen berichten.

Am Samstag lesen Prisca aus NOEL 





und Stephanie lässt Kabischubi zu Wort kommen






Gleichzeitig erfolgt am Samstag die Übergabe der Gewinne an die glücklichen Gewinner unserer Verlosung.

Herzlichst Eure Andrea el Gato

Sonntag, 11. März 2012

Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt

Wer kennt das nicht?
 
Ich leide nicht unter Stimmungsschwankungen, obwohl man das oft Frauen meines Alters nachsagt. Dennoch möchte ich heute näher auf ein Krankheitsbild eingehen, was
"Dissoziative Identitätsstörung" heißt. Früher wurde dies auch "Multiple Persönlichkeitsstörung" genannt. Neulich stolperte ich in einem meiner sozialen Netzwerke über eine multiple Person. Es nötigte mir großen Respekt ab, dass sich die Person offen outete. Dann fiel mir das Buch von Truddi Chase "Der Aufschrei" ein, das ich vor einiger Zeit gelesen hatte.
 
Und nun schreibe ich euch, was mich beschäftigt.

DIS - so lautet die Abkürzung - ist leider keine so seltene psychische Erkrankung. Sie wird in 95 von 100 Fällen durch häusliche Gewalt, Mißhandlung und Mißbrauch ausgelöst. In den meisten Fällen sind Mädchen davon betroffen. 

Die Seele eines Kindes ist rein und unverdorben, voll von Urvertrauen seiner Familie gegenüber. Wenn jemand aus diesem engen Umfeld das Urvertrauen mißbraucht, Grenzen überschreitet, dem Kind wehtut, dann fängt die Persönlichkeit an, sich zu teilen. Unser menschlicher Organismus hat viele Schutzfunktionen erfunden und diese, ist eine besondere. Das innere Kind, der Kern wird quasi nach hinten geschoben, er wird beschützt. Es entstehen Persönlichkeiten, die Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel zu trösten oder den Mißbrauch zu ertragen. Eine der Persönlichkeiten nimmt Aufgaben nach außen wahr. Das ist dann die, die wir kennen und mit der wir Nichtmultiplen reden. Aber hin und wieder drängt auch eine der anderen Persönlichkeiten nach außen. Dann kann es durchaus geschehen, dass wir beim letzten Treffen Pink Floyd gemeinsam hörten und super toll fanden und beim heutigen Treffen angemault werden, dass Pink Floyd ja das Allerletzte sei.
Wir erleben Überraschungen, "Stimmungsschwankungen", Ausbrüche, mit denen vielleicht ein Teil von uns nicht umgehen kann.

Früher waren sich Psychologen sicher, dass sich die unterschiedlichen Persönlichkeiten nicht kannten. Zum Glück schreitet auch hier die Entwicklung voran und viele Aussagen wurden revidiert. Wenn der Mediziner DIS diagnostiziert, wird heute auch nicht mehr mit Macht und Gewalt versucht, die Persönlichkeiten zu vereinen. Stattdessen wird versucht die Persönlichkeiten miteinander bekannt zu machen und einen gemeinsamen Weg zu finden.

Bei Truddi Chase sah es ganz schlimm aus. Jahrelang lebte sie in eine Art Dämmerzustand. Sie war verheiratet, hatte eine Tochter, war sogar erfolgreiche Unternehmerin. Aber da gab es etwas, was ihr immer Sorgen bereitete. 

Ihre Träume. Ständig blieben alle ihre Uhren stehen, es brannte Licht in ihrer Wohnung und in ihrer Handtasche fanden sich seltsame Zettel.

Kein Psychater konnte ihr helfen, bis sie dann auf den Therapeuten traf, der die Woge ins Rollen brachte.
Er erkannte relativ zeitig, dass in Truddi mehrere Persönlichkeiten lebten. Im Laufe der Jahre trauten sich immer mehr heraus, so dass er am Ende 92 Persönlichkeiten zählte.

Stellt euch das einmal vor!! 92 Persönlichkeiten in einem Menschen.  Aber in ihrem Fall war das irgendwie auch verständlich, denn was ihr geschah, war grausig.

Aber wieso kann einem Kind so etwas überhaupt geschehen?
Wie kommt es, dass auch heute Kinder mißhandelt und mißbraucht werden und niemand etwas merkt?
Wieso schauen wir weg?

Es gibt viele Formen der Mißhandlung. 
Kinder werden geschlagen. Das ist die einfachste, weil sichtbarste Art. In der Regel greifen hier die Ämter relativ schnell ein.
Die unsichtbaren sind in meinen Augen viel schwerwiegender. Einem Kind Liebe vorzuenthalten ist genauso Mißhandlung, wie ihm zu sagen, wie wertlos es sei. Aber das sieht niemand. Wir sollten aber die Hilfeschreie des Kindes wahrnehmen. Wenn sich ein fremdes Kind an uns kuschelt, weil es sonst nirgendwo sonst menschliche Wärme erfährt. Wenn das Kind nicht soooo gern nach Hause möchte, weil es dort allein vor dem PC oder Fernseher sitzt.
Wir sollten nicht wegschauen, wenn Nachbars Kinder offenkundig verwahrlost aussehen und zu unmöglichsten Zeiten zum Spielen gehen.

Die schlimmste aller Arten aber ist, ein Kind sexuell zu mißbrauchen. Hier liegt es wieder an uns, an jeden einzelnen von uns, hinzuschauen.
Menschliche Kälte, Einsamkeit, Hass, Neid, Eifersucht, Hektik im Alltag ... all diese Dinge sind es aber, die uns wegsehen lassen.

Bitte lernt hinzusehen, Kinder sind nun einmal unsere Erben. Und es gibt nicht mehr so viele davon in Deutschland!

Ein kleines Mittel, um gegen die menschliche Kälte vorzugehen, ist Kabischubi.
Er zeigt wie wichtig Liebe, Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl sind. Seltsamerweise haben bislang auch fast nur Erwachsene dieses, als Kinderbuch deklarierte, Buch gelesen.
Mir zeigen die Analysen einmal mehr, dass viele Erwachsene hilf- und ratlos sind. Kabischubi gibt mit seiner liebevollen, witzigen Art auf viele Fragen eine Antwort.
Kabischubi und die Herzsteine
ISBN 978-3-943596-03-8  9,90 versandkostenfrei bei Amazon

Donnerstag, 8. März 2012

neue Rezension zu NOEL



Kurzbeschreibung
Noel, das Hengstfohlen, wird wenige Tage nach seiner Geburt von seiner Mutter getrennt und lebt fortan bei einer zweibeinigen Ersatzmutter. Die Autorin, die selbst mutterlose Fohlen aufzieht, erzählt aus Sicht des Fohlens dessen Erlebnisse und Abenteuer mit seinen tierischen Freunden in ihrer Heimat Ecuador.
Meine Rezension
Das Buch ist von der Größe her wirklich sehr unscheinbar. Dies wird wahrscheinlich daran liegen, dass es broschiert und nicht gebunden ist. Zu diesem Buch passt dies aber, da man es wahrscheinlich eher abends im Bett zum Vorlesen nutzen wird. Da stört ein harter Bucheinband sowieso. Beim groben Durchblättern des Buches fällt dem Leser sofort auf, dass hier viel Text auf dünnem Papier geschrieben wurde. Außerdem wurde wohl darauf geachtet, dass nicht ständig übergroße Absätze und halbleere Seiten zu finden sind.
Im Vorwort schreibt die Autorin, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Gespannt habe ich deshalb mitverfolgt, was es mit Noel auf sich hatte. Anders, wie bei anderen Büchern, erzählt hier in diesem Buch das Pferd Noel selbst die Geschichte. Zu Beginn erzählt er den Kindern, wie das Leben als Fohlen überhaupt begonnen hat. Es wird auf (für Kinder wohl teilweise unbekannte) Worte wie Embryo eingegangen. Das finde ich toll, denn die Kinder können so noch ihren Wortschaft erweitern und Begriffe kennen lernen. Im zweiten Kapitel "Die Geburt" wird übrigens auch geklärt, warum das Pferd den Namen Noel bekommen hat. Es wurde nämlich an Weihnachten in einem Stall geboren. Irgendwann kam dann leider der Tag, an dem Noel von seiner Mutter getrennt werden musste. Er kam in einen anderen Stall und wurde von einer Frau groß gezogen. Anfangs war das Noel überhaupt nicht Recht und er hatte teilweise sogar Angst vor der Frau. Später aber fand er das nicht mehr schlimm und er wusste mit der Situation umzugehen. Im Laufe der Geschichte bekommt er sogar neue Freunde, denen es genauso wie ihm geht. Croqueta und Pinchito müssen nämlich ebenfalls ohne Mutter aufwachsen und von einem Erwachsenen groß gezogen werden. Gegen Ende der Geschichte ist Noel dann drei Jahre alt und ein gefeierter Pferdestar.
Die Geschichte ist so geschrieben, dass die Kinder wirklich mitkommen und sie auch verstehen können. Durch die nicht zu langen Kapitel wird es auch möglich gemacht nur kleinere Stücke zu lesen. Spätestens nach der Trennung von der Mutter, werden die Kinder das Fohlen Noel ins Herz geschlossen haben und unbedingt wissen wollen, was noch mit diesem Pferd passiert.
Die Bilder in diesem Buch sind eher Bleistiftzeichnungen, die auch nicht auf jeder Doppelseite zu sehen sind. Manchmal kommt erst nach drei/vier Zeichnungen ein Bild in schwarz/weiß. Mir persönlich und wohl auch vielen Kindern, hätte es sicherlich besser gefallen, wenn die Bilder in Farbe gewesen wäre. Natürlich können die Kinder jetzt auch kreativ sein und die Bilder in ihrem Buch ausmalen.
Mein Fazit
Eine schöne Geschichte um das Fohlen Noel, die aus der Perspektive des Pferdes erzählt wird. Es ist etwas besonderes, da man diese Erzählweise so nicht unbedingt kennt. 



Broschiert: 76 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2011
ISBN-10: 3943596001
ISBN-13: 978-3943596007
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 5 Jahren
Autorin: Prisca Dussling
Preis: 7,99 €

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Mittwoch, 7. März 2012

Manchmal musst du über deinen Schatten springen

Veröffentlichungsankündigung Schattensprung


    
 
Ausnahmsweise starte ich diese Veröffentlichungsankündigung mit einer Rezension. Denn "Schattensprung" erscheint in der zweiten Auflage. 

Zu diesem Buch gibt es viele unterschiedliche Meinungen.

Ein Roman, der unter die Haut geht ...

Ein Liebesroman, der keiner ist ...

Ein Leser schrieb mir vor einem Jahr, dass er voll Wut Melanie am liebsten geschüttelt und gerüttelt hätte, weil er ihr Handeln nicht verstand.

Die Autorin verwebt ihr Handlungsgerüst gekonnt auf dem Schauplatz der "Wende" in der damaligen DDR. Allein deswegen lohnt sich schon das Lesen diesen Buches.

Aber lest selbst:

Der Magie des ersten Satzes eines Romans wird viel Bedeutung beigemessen – einige behaupten, daran sogar seinen kommerziellen Erfolg ablesen zu können. Doch was ist dieser erste Satz anderes, als eine offene, einladende Tür in eine Welt voll unbekannter Charaktere. Mit ihnen ihr fiktives Leben zu teilen, entfaltet eine faszinierende Anziehungskraft, der man nur zu gern beim Lesen erliegen möchte.
Der Roman Schattensprung von Barbara Kühnlenz beginnt im Prolog mit Strahlen der Morgensonne dringen schemenhaft durch eine leck gewehte Dunstglockeund diese Strahlen beleuchten eine irreal wirkende Szene, eine zweifache Beerdigung, die chronologisch am Ende der im Folgenden erzählten Ereignisse steht.
Im ersten Kapitel wird mit Melanie fühlte sich unbehaglich, wenn sie auf das Namensschild ihrer Eltern blickte, das hinter zwei Gedecken stand.“ die Hauptprotagonistin Melanie Melli Seidemann vorgestellt. Wenig später lernt man ihren Freund, den Taugenichts und Hallodri Johannes Jo Traugott kennen. Für Melli ist Jo ihr Gott, dem sie bedingungslos folgt in seine Träumereien von Reichtum und einem Leben voll Überfluss. Selbst, als Jo das Unmögliche und Undenkbare verlangt, fügt sie sich.
Johannes‘ bester, langjähriger Freund Andreas Andy Chrysander betet insgeheim Melli an. Als diese eines Abends nach einem Streit mit Johannes vor seiner Wohnungstür steht, nimmt er sie bereitwillig auf. Liebevoll und behutsam zurückhaltend, wie es seinem verschlossenen Charakter entspricht, kümmert sich Andreas um Melli. Schon bald entdeckt diese im Schreiben von Geschichten eine vergessene Seite an sich wieder. Sie lässt mit ihrem Geist Welten entstehen, ähnlich, wie es Andreas mit seiner Malerei vollbringt. Es gelingt ihr damit, in reichere emotionale Welten vorzudringen, als zuvor durch Johannes‘ wilde Leidenschaft. Doch die Verbindung ihres sanftmütigen Inneren zu Andreas basiert auf einem instabilen Fundament.
Neben inneren Konflikten müssen sich Melli, Jo und Andy den Äußeren stellen: Nebenher zerbricht ihre bisherige soziale Welt und wird aus ihren Bruchstücken neu geformt; die innerdeutsche Wiedervereinigung ist nicht nur der historische Hintergrund des Romans, sondern beeinflusst die Entwicklung der Hauptprotagonisten und Nebenfiguren. Dabei sind die historischen Ereignisse geschickt mit dem Handeln der Figuren verknüpft und es zeigt sich darin oft eine unerwartete Parallele.
Besondere Freude beim Lesen bereiten auch die vielschichtig agierenden Nebenfiguren wie die lebenslustige Isabell, eine Freundin von Johannes, die ihr Hobby zum Beruf erheben kann. Die Richterin Silvana, Johannes‘ Schwester, hingegen verliert ihre berufliche Identität und findet ihre private nie. Weitere Figuren, wie Andreas‘ liebenswerte und altersweise Tante Albertinchen, helfen den Hauptprotagonisten, ihr Leben zu bestehen. Die Geschichte dieses wunderbar lesenswerten Romans endet wieder mit den Strahlen der Morgensonne, die auf eine unwirkliche, schemenhafte Friedhofsszene führt. Ich wünsche allen potentiellen Lesern, dass sie Schattensprung ebenso anregend und unterhaltsam finden mögen, wie ich.

"Schattensprung" von Barbara Kühnlenz
308 Seiten, ISBN: 978-3-943596-09-0 12,90 Euro