Montag, 30. April 2012

Habt ihr euch nicht auch schon oft gesagt,

... dass ihr einen Kabischubi bräuchtet? 
Oder einen seiner Monster Freunde? 


 So einen kleinen Helfer, der euch in schwierigen Situationen zur Seite steht; der euch zuhört, wenn ihr Kummer habt; der euch den Kopf gerade rückt, wenn die Welt verquer steht; der einfach für euch da ist?

Nach Veröffentlichung von Kabischubi und die Herzsteine, erreichten Stephanie Urbat-Jarren so viele Leserzuschriften, gerade auch von Erwachsenen, die meinten, sie wären so froh, wenn sie ein Monster bei sich leben hätten.

Schwupps und schon war die nächste Idee geboren, die wir euch heute vorstellen möchten.

Im Kapitel drei, Kabischubi und die Liebe, treffen sich alle Monster zum jährlichen Monstertreffen auf der Monsterburg und tauschen sich über ihre Familien aus. Schaue dir das Bild an, das Markus Erkens dazu gezeichnet hat. Lasse dich von diesem Bild inspirieren und schreibe uns deine Geschichte. Erwecke ein Monster bei dir zu Hause zum Leben, gebe ihm einen Namen, beschreibe uns sein Aussehen und erzähle uns, in welcher besonderen Situation deines Lebens dieses Monster für dich wichtig war.
Welchen besonderes traurigen, lustigen, nachdenklichen, emotionalen, peinlichen oder glücklichen Moment hast du erlebt? Welches Abenteuer hat das Monster mit dir gemeinsam erlebt?

Wir laden jeden ein, der uns seine Geschichte erzählen möchte, diese zu schreiben und einzusenden. Wir setzen keine Altersgrenze, denn ein Monster kann bei Jung und Alt zu Hause sein. Wer sein Monster zeichnen möchte, kann das ruhig tun.
Bitte sendet eure Geschichten und eure Kontaktdaten (falls wir Rückfragen haben) entweder als PDF oder Word Dokument an:

kabischubi@web.de oder kontakt@traumstunden-verlag.com Kennwort: Kabischubi oder
per Post direkt in den Verlag
Verlagshaus el Gato
Überseering 25
22297 Hamburg
Kennwort: Kabischubi
Einsendeschluss ist der 31.Juli 2012

Stephanie Urbat-Jarren und ich werden die schönsten Geschichten auswählen und daraus eine Fortsetzung von Kabischubi und die Herzsteine kreieren. Derzeitiger Arbeitstitel:
Kabischubi und seine Monstergehilfen
geplanter Veröffentlichungstermin: Tag des Buches 2013 am 23.April

Wir freuen uns schon sehr auf eure Einsendungen und sind sehr auf die Abenteuer mit eurem Monster gespannt.

Herzlichst Eure Andrea el Gato und Stephanie Urbat - Jarren


Donnerstag, 26. April 2012

Der Sprung

Ihr kennt doch sicher Wortspiele. Einer sagt ein Wort und der Nächste hängt ein zweites Wort ran, der Dritte ein weiteres und immer so weiter.
Mir kam die Idee, dieses Prinzip etwas auf Autoren umzuwandeln.
Nachdem ich ein wenig getüftelt habe, möchte ich euch heute ein witziges Projekt vorstellen.

Mehrere Autoren schreiben ein Buch. 
Keine Anthologie, sondern jeweils ein Kapitel. Ich gebe den Anfang und einen groben Rahmen vor, den ich hier etwas weiter unten noch einstelle. Ihr schreibt dann einfach weiter. Jeder, der gern schreibt und sich angesprochen fühlt, kann sich bewerben. In der Reihenfolge der Bewerbungen werden Passagen vergeben. Die Protagonisten sollten in mindestens drei Welten spannende Abenteuer erleben, die ihr gestalten dürft.

Das Genre wird Fantasie sein, ihr habt volle Entfaltungsmöglichkeiten. Ihr könnte weitere Figuren und Handlungsorte hinzufügen, da der Aufbau so gestaltet ist, dass jede Passage einen in sich geschlossenen Handlungsstrang darstellt. Schreiben mehrere Autoren an einer Passage, muss nur darauf geachtet werden, dass der folgende Teil logisch auf den vorherigen aufbaut.

Hier erst einmal das Grundgerüst:

Arbeitstitel: „Der Sprung“  oder „Gefangen in der Zeitfalle“ - den endgültigen Titel legen wir später gemeinsam fest

Protagonisten:
Annemarie Hofmann ist eine junge Frau von 18 Jahren. Sie geht in Hamburg auf das Gymnasium, ist 169 groß und mit dunkelblondem, kurzen Haar. Ihr Aussehen ist eher durchschnittlich, besser farblos. Sie hat auf dem Gymnasium wenig Freunde, da ihr Vater mit ihr erst vor einem Jahr aus dem thüringischem Gotha nach Hamburg gezogen ist. In Hamburg ist alles neu, alles anders und sie wird von ihrem Mitschülerin unter der Hand „Ossischlampe“ genannt. Annemarie liest gern Bücher, eine Eigenschaft, die ihre Klassenkameraden schon gar nicht teilen. Wer liest heutzutage schon noch.
Ihre Eltern wurden vor mehr als fünf Jahren geschieden und ihre Schwester Susi ist bei der Mutter geblieben. Die Schwestern haben hin und wieder telefonischen Kontakt, wobei weder Susi zum Vater noch Annemarie Kontakt zur Mutter sucht.

Marc Bröhnke, ist ihr Klassenkamerad. Ihm gefällt das stille und schüchterne Mädchen, aber er möchte sich bei seinen Kumpels nicht unbeliebt machen. Nach außen hin beteiligt er sich an den Hänseleien, sucht aber nach einer Möglichkeit, Annemarie näher kennenzulernen. Er ist 180 groß, kurzes, blondes Haar, Igelfrisur, eher etwas pummelige Körperformen. Marc ist extrem unsportlich, punktet aber durch seine Fähigkeit um die Ecke denken zu können. Er erfasst Situationen und Begebenheiten in Bruchteilen von Sekunden und analysiert diese fast im Unterbewusstsein. Marc´s Eltern sind angesehene Hamburger Geschäftsleute, er hat noch eine jüngere Schwester Natascha, die auf demselben Gymnasium zwei Stufen niedriger lernt.

Der alte Weise
Ein alter Mann, in der ersten Welt, der Annemarie die ersten Hinweise gibt.

Handlung:
Marc gelingt, ein geheimes Treffen mit Annemarie an der Badestelle am Eichbaumsee zu verabreden. Kaum dort angekommen, werden die beiden von einem heftigen Gewitter überrascht. Sie flüchten in das nahe gelegene Rudercenter. Während draußen fast die Welt unterzugehen scheint, kommen sich die beiden Jugendlichen näher. Nach einem besonders heftigem Blitz und Donner liegen zwei Armbänder in unmittelbarer Nähe. Neugierig schauen sie sich diese Armbänder an, die geheimnisvoll funkeln und glitzern. Die Armbänder sind aus mehreren, ineinander verschlungenen, beweglichen Gliedern gefertigt. Nichts ahnend streifen sie sich diese über und halten sie nur so zum Spaß aneinander. Damit aktivieren sie einen geheimen Mechanismus, der sie ab sofort in der Zeitfalle gefangen hält.
In Sekundenschnelle werden sie durch Raum und Zeit transportiert und kommen in einer Parallelwelt an. Sie landen voneinander getrennt an verschiedenen Orten.  Um der Zeitfalle zu entkommen, müssen sie innerhalb von maximal  sechs, besser drei Tagen wieder zueinander finden. Die ersten drei Tage verbringen sie in einem metaphysischen Zustand. Sie können sich in jedes andere Lebewesen transformieren, können aber einfach sie selbst, nur eben unsichtbar bleiben. Am vierten Tag manifestieren sie sich in dem Körper, in dem sie gerade unterwegs sind. Schaffen sie es nicht, sich innerhalb von sechs Tagen zu finden, und ihre Armbänder aneinander zu halten, sind sie verdammt in der Welt zu bleiben, in der sie sich gerade aufhalten.
Annemarie lernt nach ihrem ersten Sprung einen alten Mann kennen, der ihr Hinweise zum Bedienen der Armbänder gibt. Er überreicht ihr zwei „Kompasse“, die jedoch in kryptischen Symbolen verfasst und für sie weder lesbar noch verständlich sind.
Aber er erklärt ihr die Sache mit den sechs Tagen und gibt ihr zu verstehen, dass ihr das seltsame Gebilde den Weg zu Marc weist. Als sie sich, nach einigen Abenteuern, in der ersten Welt endlich finden, stellt Marc fest, dass jeder Kompass perfekt, wie eine Uhr, auf das jeweilige Armband passt.
Noch können sie weder Kompass noch Armband richtig bedienen und statt zurück in ihre eigene Welt, verschlägt der zweite Versuch sie in eine weitere Parallelwelt.
Und dann in noch eine und noch eine …
Am Ende der dritten Welt begreifen sie, dass Kompass und Kettenglieder in einer bestimmten Stellung angeordnet, den Weg zurückweisen.


Ok, das ist die grobe Gliederung.

Bewerbungen sendet mir bitte mit einer kurzen Vita und Begründung, warum ihr an dem Projekt teilnehmen möchtet an
andrea (at) traumstunden-verlag.com

Bewerbungsende ist der 15.Mai 2012
Für das gesamte Projekt plane ich etwa ein Jahr ein.

Ob das Projekt nachher veröffentlichungsreif ist, werden wir am Ende sehen. Spannend finde ich es auf jeden Fall und werde hier an dieser Stelle in losem Abstand über den Verlauf berichten.
Ich bin total neugierig, ob euch dieses Projekt ebenfalls so gut gefällt wie mir und vor allem, welchen Verlauf die Geschichte nehmen wird.

Herzlichst eure Andrea el Gato


Mittwoch, 25. April 2012

Der Duft der Maiglöckchen

Ihr habt so fleißig gevotet und euch letztendlich für das Cover Nummer Eins entschieden, dass ich euch heute die Leseprobe nicht vorenthalten möchte.

Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun  Böhm wird ab den 3.Mai 2012 im Handel erhältlich sein. 




Leseprobe:

Es war nicht so, wie es schien. Kommissar Berger hatte seinen
Beruf geliebt. Er konnte nichts daran ändern, dass seine Mundwinkel nach unten hingen, unter seinen blauen Augen schwarze Schatten lagen und seine Stirn tiefe Falten aufwies. Er hatte immer so ausgesehen. Nur seine ehemals braune Lockenpracht wich einem spärlich grauen Haarkranz, der heute sein Haupt bedeckte. Er war Single, da er nie auf den Gedanken gekommen war, zu heiraten. Frauen hatten für ihn etwas Rätselhaftes, Mystisches an sich. Er hatte nicht gelernt, damit umzugehen und wollte es nicht mehr lernen. Er war auch so gut zurechtgekommen.
Nun war er fünfundsechzig Jahre alt, pensioniert und konnte
seinen Ruhestand genießen. Er hatte sich ein kleines, weiß verputztes Häuschen mit grünen Fensterläden und einem roten
Ziegeldach gekauft. Das Häuschen lag nur ein paar Hundert Meter vom Waldrand entfernt. Es gab darin eine Küche, ein
Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Das
Gästezimmer war genau genommen überflüssig. Besuch erwartete er sowieso keinen. Er hatte weder Freunde noch Verwandte. Aber er konnte in diesem Zimmer seine alten Akten aufbewahren, in denen er immer wieder gerne stöberte. Und das Wandern lag ihm im Blut. Dafür war Schrobenheim ein ausgezeichnetes Fleckchen Erde. Berger liebte es, durch die Wälder zu streifen und die klare Luft einzuatmen. Er liebte den
Geruch der Tannennadeln und die Stille in den Wäldern. Dem
Rauschen der Blätter im Wind und dem Gesang der Vögel
konnte er stundenlang zuhören.

An einem herrlichen Maitag machte er sich auf den Weg in den
Wald. Er hatte sich vorgenommen, den ganzen Tag zu wandern.
Berger schritt kräftig aus. Bald würde er den Waldrand erreicht
haben. Die Glocken der nahen Kirche schlugen neunmal, der
Wind war mild und streichelte seine Wangen. Fröhlich pfiff er eine kleine Melodie, die er schon seit seiner Kindheit kannte:
„Das Wandern ist des Müllers Lust.“ Er erinnerte sich noch gut
an den Tag, an dem er dieses Lied zum ersten Mal gehört hatte. Das war damals als …
Ein dumpfes Geräusch, das aus dem Wald kam, durchdrang
die Stille. Berger zuckte zusammen. Das war ein Schuss gewesen!
Auch wenn er nicht mehr im Dienst war, reagierte er unweigerlich so, wie es ihm seine jahrelange Berufserfahrung
eingab. Er rannte los so schnell er konnte und tastete dabei
nach einer Waffe, die er natürlich nicht dabei hatte. Dabei stolperte er über einen Maulwurfshügel, konnte sich eben noch abfangen bevor er auf die Nase fiel, und kam keuchend oben an.
Doch er war zu spät gekommen. Im Wald raschelte etwas. Berger sah eine kleine dunkelhaarige Frau, die eine Pistole in der Hand hielt, durch das Gehölz flüchten.
Dicht am Waldrand lag ein kleiner stämmiger Mann, der mit offenen blauen Augen in den Himmel starrte. Durch das weiße
Hemd sickerte Blut. Berger sah; der Schuss hatte ihn mitten ins Herz getroffen. Da war nichts mehr zu retten. Er kannte die Einwohner von Schrobenheim nicht alle. Aber Gernot Winter, der hier vor ihm auf dem Boden lag, den hatte er gekannt. Die
Dame mit der Pistole musste die Frau aus Polen sein, die seit
einiger Zeit Gernot Winters zweite Gattin gewesen war. Entsetzt musterte er die Leiche und überlegte sich, ob er der Frau folgen sollte. Aber er stand wie festgewachsen im Gras. Etwas Unbestimmbares, das er nicht greifen konnte, hinderte ihn daran. Tatsache war, auch Herr Winters erste Frau Barbara hatte versucht, ihren Mann zu ermorden. Sie war verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Trotz ausführlicher Recherchen war sie nicht gefunden worden.
Berger hielt es sogar für möglich, dass ihr Mann sie getötet
hatte. Man musste mit allem rechnen. Die Menschen waren
schlecht und verdorben. Und das war ein Fall, den er nie gelöst
hatte. Er würde ihn bis zu seinem Ende beschäftigen. Denn für ...


Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun Böhm ISBN: 978-3-943596-05-2    9,90 Euro Vorbestellen

Dienstag, 24. April 2012

Auf LOS gehts los!

Wie bereits angekündigt starten wir ...

                                         Wohin?

                          Ins E-Book Geschäft.

Ab 01.Mai  sind folgende im Verlag erschienenden Titel als E-Book erhältlich:

Zerbrochenes Glück


e-ISBN: 978-3-943596-17-5 zum Preis von 5,99 Euro.

Das Lachen des Kookaburra

e-ISBN: 978-3-943596-15-1 zum Preis von 5,99 Euro

Schattensprung


e-ISBN: 978-3-943596-19-9 zum Preis von 5,99 Euro


Der Duft der Maiglöckchen


e-ISBN: 978-3-943596-13-7 zum Preis von 4,99 Euro

Kabischubi und die Herzsteine wird es in zwei Versionen geben, wobei wir hier noch nicht ganz fertig sind. Einmal die klassische E-Book Version und einmal Kabischubi XXL. Lasst euch überraschen!

Die E-Books sind im Amazon Kindl Store, wie auch bei i-Tunes erhältlich.
Vorbestellungen nehme ich ab sofort unter folgender Email Adresse entgegen: bestellungen(at) traumstunden-verlag.com

Gleichzeitig entwickeln wir gerade ein Partnerprogramm zum Vertrieb unserer E-Books und der Printmedien. Ich halte euch hier an dieser Stelle auf dem Laufenden und hoffe, euch gefällt, was wir da zusammenbasteln.

Herzlichst Eure Andrea el Gato

Sonntag, 22. April 2012

Eindrücke aus San Marino

 Vielen Dank an Alle, die gestern an mich gedacht haben, ich musste gestern und heute insgesamt geschlagene zwei und eine halbe Stunde Dankeschön - Mails schreiben.
Vielen Dank für die zahlreichen kleineren und größeren Präsente, die mich erreicht haben ... auch wenn leider das eine nur noch ein Scherbenhaufen war. Aber Scherben bringen bekanntlich Glück und so möchte ich mich heute am Sonntagabend mit Bildern und einem kleinen Geschichtsexkus aus San Marino bedanken.

Hier das Foto entstand noch auf der Landstraße, ihr seht einen der drei Türme des Monte Titano. Da geht es gleich hinauf.


San Marino ist die älteste Republik auf dieser Welt, deren Entstehung bis in das Jahr 301 zurückreicht. Bis zum zweiten Weltkrieg mussten sich die San Marinesen ständigen Eroberungsfeldzügen widersetzen. Heute ist die kleine, komplett von Italien umschlossene, Republik mit ihrer Haupstadt San Marino ein Besuchermagnet.

Hier seht ihr den Regierungspalast.
 

Die Geschichte von San Marino ist wirklich interessant und wir waren im Heimatmuseum sowie im Tortouren Museum. 


 Natürlich kann Frau in einer Besucherhochburg prächtig shoppen. San Marino ist bei Frauen für unzählige Taschen und Uhrengeschäfte beliebt, bei den Herren eher wegen der vielen Waffenläden.


Wir durften heute den Start zahlreicher Hill-Biker erleben, das sind so richtig waschechte Mountain Biker.

hier ging es das Treppenhaus herunter, bis sie dann irgendwann heil oder weniger heil unten im Tal ankamen.



Im Hintergrund sehr ihr Rimini und das Mittelmeer.

Auf der Heimfahrt trafen wir noch auf eine Schlange, die leider dieses Zusammentreffen nicht überlebt hat.




Freude

Freu' Dich über jede Stunde,
die Du lebst auf dieser Welt!
Freu' Dich, dass die Sonne aufgeht
und auch, dass der Regen fällt!
Du kannst atmen, Du kannst fühlen,
kannst auf neuen Wegen geh'n.
Freu' Dich, dass Dich and're brauchen
und Dir in die Augen seh'n.

Freue Dich an jedem Morgen,
dass ein neuer Tag beginnt.
Freu' Dich über Frühlingsblumen
und am kalten Winterwind.
Du kannst hoffen, Du kannst kämpfen,
kannst dem Bösen widersteh'n.
Freu' Dich, dass die dunklen Wolken
irgendwann vorübergeh'n.

Freue Dich an jedem Abend,
dass Du ein Zuhause hast.
Freue Dich an schönen Stunden
und vergiss' die laute Hast.
Du kannst lieben, Du kannst träumen,
jeder kann Dich gut versteh'n.
Freu' Dich über jede Stunde,
denn das Leben ist so schön!

(unbekannt)


http://www.youtube.com/watch?v=B8WHKRzkCOY

Freitag, 20. April 2012

Kabischubi und die Herzsteine

Deine Angst zu besiegen, ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben



Die meisten Menschen bereuen am Ende ihres Lebens nicht die Risiken, die sie eingegangen sind. Die meisten Menschen bereuen das, was sie aus Angst vor den Risiken unversucht ließen. Sie werfen sich eher Dinge vor, die sie nicht getan haben, als Dinge, die sie getan haben. Deshalb sollten wir alle so leben, dass wir später nicht bereuen, wie wir gelebt haben. Das bedeutet aber auch, die Angst zu überwinden und ein Risiko einzugehen, statt aus Angst vor dem Scheitern oder aus Bequemlichkeit alles beim Alten zu lassen.

In dem Buch Kabischubi und die Herzsteine, ist das Kapitel: "Kabischubi und die Angst", speziell dem Thema Angsterkrankung, BurnOut und Depressionen gewidmet. Ein wichtiges und hochaktuelles Thema für Viele in der heutigen Zeit. Diese Geschichte zeigt, dass es durch Liebe und Zusammenhalt Wege zurück ins Leben gibt. 

Leseprobe:


„Du musst die Augen aufmachen, Jamie!“, rief Kabischubi von unten Jamie zu. „Sonst kannst du ja gar nicht sehen wie schön die Welt von dort oben aussieht.“
Jamie stand im Apfelbaum auf einem dicken Zweig in ungefähr zwei Meter Höhe und klammerte sich mit zusammengekniffenen Augen an den dicken Stamm. Zwei Meter sahen von unten überhaupt nicht hoch aus. Jamie war vor wenigen Minuten felsenfest überzeugt, dass er mit seinen fünf Jahren mindestens zehn Meter hoch in den Baum klettern konnte, wenn nicht sogar noch viel höher. Doch wie er jetzt auf diesem Zweig stand, waren zwei Meter plötzlich unwahrscheinlich hoch und der Erdboden erschien ihm unendlich weit weg. Da blieb einem doch gar nichts anderes übrig als einfach fest die Augen zuzukneifen und sich am Stamm festzuklammern, oder?
  „Ich habe aber so eine Angst“, rief Jamie mit lauter Stimme zu dem Kabischubimonster herunter.
Kabischubi lachte und hüpfte mit einem Satz neben Jamie auf den Ast und half ihm dabei, sich vorsichtig neben ihn hinzusetzten. Das Kabischubimonster hielt Jamie fest und ganz langsam traute er sich, seine Augen zu öffnen. Jetzt, wo Kabischubi neben ihm saß, ging es ihm besser und die Angst war nicht mehr so stark.
  „Weißt du Jamie, manchmal sieht etwas einfacher aus als es ist. Wenn man das feststellt, ist es überhaupt nicht schlimm, Angst zu bekommen. Dann muss man sich erst einmal auszuruhen und Kraft sammeln. Angst schützt uns im Leben und deswegen ist Angst sehr wichtig und überhaupt nicht peinlich oder schlimm.“
Jamie sah Kabischubi in seine gelben großen Augen.
  „Zuckt dein Ohr auch ganz bestimmt nicht?“, wollte Jamie wissen.
Das Kabischubimonster hatte nämlich an seinen Hinterkopf zwei kleine rosa Kabischubiohren und das rechte davon war das Familienohr. Wenn etwas mit Stephanie oder einem ihrer Söhne nicht in Ordnung war, dann fing es an zu zucken. Dann wusste Kabischubi, dass einer von ihnen seine Hilfe brauchte.
Dieses spürte er sogar über die weiteste Entfernung.
„Alles ganz ruhig, du kleiner Apfelbaumerklimmer“, grinste Kabischubi und drehte seinen Kopf so, dass Jamie das Ohr sehen konnte.
Jamie beobachtete das kleine rosa Kabischubiohr und als er sah, dass es ganz ruhig zwischen dem orange-grünen Kabischubifell hervorlugte, atmete er beruhigt aus und kuschelte sich eng an die haarige Brust. So saßen die beiden eine Zeit lang nebeneinander im Apfelbaum und freuten sich darüber, wie weit sie von hier sehen konnten.
Nach einer Weile bat Jamie das Kabischubimonster:
  „Vielleicht solltest DU die Äpfel von ganz oben aus der Krone für Mama pflücken. Ich glaube, meine Angst sagt mir gerade, dass diese Höhe für mich erst einmal ausreicht. Das nächste Mal traue ich mich vielleicht einen Ast weiter herauf.“
Das Kabischubimonster lächelte Jamie stolz an und ...

"Kabischubi und die Herzsteine" von Stephanie Urbat-Jarren 9,90 Euro versandkostenfrei bestellen

in wenigen Tagen auch als E-Book erhältlich

Mittwoch, 18. April 2012

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Ich habe euch gestern erzählt, dass meine neue Verkehrsnummer beim Börsenverein eingetrudelt ist.
Einige Blogleser haben mich daraufhin gefragt:
"Wie, du gehst an die Börse?"
"Was ist der Börsenverein überhaupt?"

Aus diesem Grund habe ich spontan beschlossen, den heutigen Blogbeitrag dem Börsenverein zu widmen.

Natürlich gehe ich nicht an die Börse und der Börsenverein hat streng genommen auch nichts mit unserer heutigen Börse zu tun. Aber früher schon. Gegründet wurde der Verein 1825 zu einer Zeit, als es bald mehr Staaten in Deutschland als Bewohner gab. Weil die Vielstaaterei so lustig war, brachte sie auch unzählige Währungen hervor.

Der Hamburger Verleger lieferte seine Bücher nach München aus, wo der Münchener Buchhändler sie verkaufte. Er nahm also Münchener Taler ein, mit denen niemand in Hamburg etwas anfangen konnte. Die Leipziger Buchmesse entstand, auf der sich Verleger und Händler trafen und tauschten. Aber ... aber, nicht so einfach, wie ihr denkt. Der Hamburger Verleger musste einen Hamburger Buchhändler finden, der noch eine offene Rechnung bei einem Münchener Verleger hatte. Und der Münchener Buchhändler einen Münchener Verleger mit offenen Forderungen bei einem Hamburger Buchändler. 

Weil das alles für einen allein ziemlich kompliziert war, entstand der Börsenverein quasi als Zwischenhändler. Das ist er bis heute geblieben. 
Er ist weltweit der einzige Wirtschaftsverband, der alle drei Handelsstufen - Produktion, Zwischenhandel, Einzelhandel- unter einem Dach vereint. 

Als Verlag bietet der Börsenverein mir Ausbildungen und Weiterbildungen, er bietet mir Jobbörsen, Kontakte und er ist ein unverzichtbares Instrument bei der Akzeptanz im Buchhandel.
Meine neue Verkehrsnummer lautet: 13987

Herzlichst eure Andrea el Gato

Dienstag, 17. April 2012

Manchmal musst du über deinen Schatten springen

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich gestern gar keinen Blogbeitrag geschrieben habe. Irgendwie scheint mir da jemand die Zeit geklaut zu haben. Derzeit bin in zweigeteilt oder besser dreigeteilt? Ich beschäftige mich im Moment intensiv mit dem Thema Marketing, schließlich wollen wir nicht nur produzieren, sondern auch verkaufen.

Glücklicherweise erreichte mich heute die neue Verkehrsnummer des Börsenvereins, sodass ich jetzt auch hier die umfangreichen Weiterbildungsangebote wahrnehmen kann.
Der Markt entwickelt sich dermaßen rasant, dass es töricht wäre, diese nicht anzunehmen.


Aber davon wollte ich heute nicht berichten. 
Heute folgt die Leseprobe von  
Schattensprung, geschrieben von Barbara Kühnlenz, ein Buch von dem ich sagte, dass es ein Liebesroman sei und doch wieder keiner.




Handlungseinstieg: Ost-Berlin am 7.Oktober 1989. Allein dieser geschichtliche Rahmen weckt bei Bewohnern der ehemaligen DDR Erinnerungen, Leser der alten Bundesländer werden Gegebenheiten kennenlernen, von denen die Wenigsten wussten, dass sie so waren.

Leseprobe:

Melanie fühlte sich unbehaglich, wenn sie auf das Namensschild ihrer Eltern blickte, das hinter zwei Gedecken stand. Sie wusste, dass ihr Vater die Einladung zum 60. Geburtstag von Frau Traugott zerrissen hatte.
Er verabscheute diese Erzkommunisten, dieses Kommunistenpack, wie er Familie Traugott nannte, obwohl er selbst Mitglied der SED war. Wegen der Stellung als Abteilungsleiter im Betrieb müsse er das, behauptete er.
Genauso wenig begriff sie, weshalb er ihre Verbindung mit Johannes, dem jüngsten Sohn dieser Familie, ablehnte. In seinen Augen war er ein Hallodri, ein Taugenichts, aber er duldete ihn bisweilen als Besucher, weil Melanie sonst ebenfalls ferngeblieben wäre. Als Einzelkind fühlte sie sich bei den Eltern von Johannes und seinen Geschwistern wohl. Während ihrer Kindheit hatte sie sich oft eine Schwester oder einen Bruder gewünscht. Nun saß sie mitten in einer großen Familie, aber statt sich zu freuen, beunruhigte sie weniger das Namensschild ihrer Eltern, sondern ein anderes, auf dessen Schild der Name des Gastes stand, mit dem sie etwas Ungeheuerliches verbinden sollte.
Wie konnte Johannes nur so was von ihr verlangen!
  Von hinten umschlangen Melanie zwei Arme, und eine Stimme flüsterte neben ihrem Ohr: „Wenn bloß dieser ganze Rummel erst vorbei wäre. Ich liebe dich nämlich, Fräulein Seidemann, und zwar wahnsinnig.“
Wie gerne hörte sie ihn so sprechen!
Eng schmiegte sie sich gegen seine Brust, hauchte
  „Oh, Jo!“, schloss ihre Augen und küsste ihn als Antwort.
Keinen Tag mit ihm bereute Melanie. Sie liebte zum ersten Mal einen Mann und das mit einer Intensität, die sie nie für möglich gehalten hätte. Sie hatte ihn bei ihrer Freundin Isabell kennengelernt, bei der er seinerzeit erst seit einigen Tagen wohnte. Schon bei der Begrüßung, als er Melanies Hand berührte und sich ihre Blicke trafen, fühlte sie, dass nur er ihre Sehnsucht stillen
konnte.
Noch am gleichen Abend erlag sie seinem Charme. Wenige Tage später quartierte er sich mit seinen Habseligkeiten bei ihr ein. Melanie vermutete damals, dass Isabell, mit der sie eine Freundschaft seit ihrer Ausbildung zur Laborantin verband, auf der Stelle mit ihr spinnefeind sein werde. Aber stattdessen erklärte sie ihr, dass sie nicht vorgehabt habe, mit Johannes ihr Leben zu verbringen und warnte sie sogar. Vor seiner Faulenzerei, vor seiner Flatterhaftigkeit in jeder Hinsicht. Aber darauf gab Melanie nicht viel, denn sie wusste, dass Isabell mit Vorliebe von ihrem Verhalten auf das Anderer
schloss. Isabell tröstete sich bereits zwei Tage später mit dem Fernsehmonteur Michael Mick. Eigentlich sollte er nur den Fernseher reparieren, aber Isabell lud ihn zu mehr ein. Nach einer gemeinsamen Nacht folgte eine zweite und nach der dritten kündigte er den Mietvertrag seiner Wohnung und zog zu ihr. Melanie spürte gleich bei der ersten Begegnung, dass er Isabell nicht nur wegen ihres Aussehens bewunderte, sondern aufrichtig liebte. Sie hoffte nun, dass Isabell ihre einstige Einstellung zu Liebe und Treue neu entdecken würde. Zu Beginn ihrer Freundschaft schätzte Melanie besonders diese Lebensart an ihr, wie jetzt bei Michael. Trotz Isabells Bedenken genoss Melanie uneingeschränkt Johannes, seine Wärme, seine Kraft und seine Unbekümmertheit, mit der er das Leben zu meistern schien.
...
   Johannes löste die Kinder von sich. Sie wehrten sich, aber er kniete sich hin und versprach: „Wenn ihr euch jetzt an den Tisch setzt und ganz lieb seit, spielt der Onkel nachher wieder mit euch.“ Ohne die sonst übliche Aufsässigkeit, folgten sie sofort seiner Aufforderung. Nun nahm auch Johannes sein Glas und stieß es gegen das seiner Mutter. Dazu sang er lauthals mit verstellte Stimme:     
  „Hoch soll sie leben, dreimal hoch! Prost, Liz!“
  „Johannes, wir sind hier nicht im Wilden Westen! Deine Mutter heißt schlicht und einfach Liese. Nenn' sie gefälligst auch so, wenn du dich schon zu Mutter nicht entschließen kannst“, schimpfte der Vater dazwischen.
  Johannes lachte nur dazu und konterte: „Aber, aber, Herr Traugott. Man muss doch mit der Zeit gehen. Deine Frau hat nun mal auf Grund ihres Alters laut Gesetz deiner geliebten DDR das Recht erlangt, in die goldene Freiheit fahren zu dürfen. Sag' schon, Liz, wann fährst du? Ich freue mich bereits auf die leckeren Sachen von drüben.“
Herr Traugott knallte sein Glas auf den Tisch.
  „Verdammt, mein Sohn! Wir sind DDR - Bürger. Du, deine Mutter, wir alle hier. Und DDR-Bürger lassen sich nicht kaufen. Gerade du als Lehrersohn müsstest doch wissen, wo du zu stehen hast. Ich hatte immer gedacht, meine Kinder wüssten, was sie der Partei schuldig sind. Wer anders denkt, kann gehen.“
  Liesbeth lenkte ein: „Vater meint es nicht so.“ Keiner widersprach, obwohl alle wussten, dass er es genauso meinte. Sogar Johannes blieb stumm. Das nun einsetzende Schweigen erfasst auch die Kinder. Die Mutter fragte nicht, wie sonst, nach den Wünschen ihrer Gäste, sondern belegte jeden Teller mit einem Stück Käsetorte, füllte in jede Tasse Kaffee und stellte vor Thomas ein Glas mit Limonade. Dennis erhielt einen Becher mit Kakao. Danach durchbrach die Stille lediglich hin und wieder das Klappern der Kaffeetassen, wenn sie einer auf den Unterteller zurückstellte. Ansonsten verzehrten alle, in eigene Gedanken vertieft, ihr Stück Kuchen. Nur die Kinder nicht. Statt sein Stück Käsetorte zu essen, pulte Thomas mit einem Finger die Rosinen aus dem Rand des Mohnkuchens. Dennis schlug mit beiden Händen auf sein Stück, sodass es nach allen Seiten ...

Schattensprung von Barbara Kühnlenz 12,90 Euro versandkostenfrei bestellen

Sonntag, 15. April 2012

Die Entscheidung ist gefallen

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und es war total interessant für mich zu sehen, wie ihr bei den drei gezeigten Cover für "Der Duft der Maiglöckchen" abstimmen werdet.
Letztendlich hat das Cover 1 mit 18 Stimmen vor Cover 2 mit 7 und Cover 3 mit 6 Stimmen die Entscheidung für sich entschieden. 



Folgende drei Blogleser erhalten ein handsigniertes Exemplar nach Erscheinen.

Pamela Gelfert

Marion 

und 
Literaturfee

Bitte meldet euch bei mir per Mail an andrea (at) traumstunden-verlag.com, und sendet mir eure Adressen, damit ich euch nach Erscheinen euer Gewinnexemplar zusenden kann.


Für alle anderen heißt es jetzt warten, bis das Buch in zirka drei Wochen in den Handel kommt.
ISBN: 978-3-943596-05-2 Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun Böhm, vorbestellen

Freitag, 13. April 2012

Das Lachen des Kookaburra




Heute kommen wir nun zum dritten Titel.
Das Lachen des Kookaburra, der zauberhafte Liebesroman mit einer Kulisse, die wir uns alle erträumen: Australien.

Egal wo wir bislang dieses Buch vorgestellt haben, waren die Leser begeistert. 

Hier die Leseprobe:

David Hunter war ein echtes Kind Australiens. Geboren in diesem Land, hatte er die ersten Jahre seines Lebens auf einer
Schweinefarm in der Nähe von Penola verbracht. Sein Vater,
Geoffrey, war ein einfacher Mann. Als Nachkomme einer endlosen Kette von Hunters hatte er sein ganzes Leben lang
nichts anderes getan als seine Vorfahren auch, nämlich in
Südaustralien Schweine gezüchtet. Er war ein stolzer Mann,
der sein Land liebte. Und es war für ihn keine Frage, dass er
die Farm einmal an seinen einzigen Sohn weitergeben würde,
so wie es in der Familie seit vielen Generationen Tradition
war. Doch eine lang anhaltende Dürre zwang die Hunters,
ihre Farm aufzugeben, und schweren Herzens verkauften sie
das Land ihrer Väter. In Mount Gambier bekamen sie das Angebot, ein kleines Café zu übernehmen. Da Eloise, Geoffreys
Frau, schon immer mit Leib und Seele gekocht und gebacken
hatte, schien ihnen dies keine schlechte Wahl zu sein. Mit
dem Geld, das sie durch den Verkauf ihres Landes erzielten,
und mithilfe eines Bankkredits eröffneten sie das Pig &
Whistle. Hier boten sie vielfältige Teesorten, Kaffee und
Milchshakes an, sowie frische scones, waffles und kleine, mit
verschiedenen Zutaten gefüllte pies. Schnell sprach sich in
der Stadt herum, dass es in dem einfachen, aber netten Café,
das etwas abseits der Hauptstraße lag, viele kleine Köstlichkeiten gab. Das Geschäft lief gut. Für David war es von Anfang an selbstverständlich mitzuhelfen. Wenn er nachmittags aus der Schule heimkehrte, band er sich voller Stolz eine Schürze um und ging den Eltern zur Hand. Er liebte diese Arbeit.
Und wenn er ehrlich war, vermisste er die unzähligen
grunzenden und quiekenden Schweine in den weitläufigen,
stinkenden Ställen kein bisschen. Nach Beendigung seiner
Schulzeit übernahm er den Wareneinkauf und die Buchführung
des Betriebes, um seinen Vater zu entlasten, den immer
wieder gesundheitliche Probleme plagten. Für David bestand
kein Zweifel, dass er später einmal das Pig & Whistle ganz
übernehmen würde.

Vom ersten Moment an, als er Rebecca vor der Eisdiele in
der sengenden Hitze stehen sah, hatte er sie wiedererkannt.
Wie könnte er das tollpatschige, zierliche Mädchen, mit dem
er damals auf dem Schulhof zusammengestoßen war, je vergessen?
Ein einziger Blick in ihre grünen Augen genügte, und
er hatte geahnt, dass sie in der Lage sein würde, ihn zu verzaubern.
Gerne hätte er mit seinem Mund ihre weichen, vollen
Lippen berührt. Doch er wehrte sich gegen diese, wie er fand,
unpassenden Gefühle. Schließlich war Rebecca noch Schülerin,
und er befürchtete, dass sie sehr viel jünger war als er.
Mit leisem Bedauern entschloss er sich, das Mädchen aus
dem Kopf zu schlagen. Ab und zu begegneten sie sich, wenn
er Snacks für die Schulcafeteria brachte, doch niemals sprach
er sie an. Das Wiedersehen am Australia Day hatte sein Interesse aber neu entfacht. Während er Rebecca anstarrte,
wurde ihm klar, dass das vermeintlich zu junge Mädchen eigentlich eine wunderschöne Frau war. Sie musste doch älter
sein, als er ursprünglich angenommen hatte. Vielleicht hatte
er sich damals von der Schuluniform täuschen lassen. Jedenfalls faszinierte ihn ihr Anblick, und die Gedanken an sie ließen ihn fortan nicht mehr los.
In den stillen Straßen der Nachbarschaft war kaum jemand
unterwegs. Ein paar Krähen hüpften schimpfend durch die
nachtschwarzen Vorgärten, und das Gekreische der Vögel erheiterte sie. Über ihnen spannte sich ein sternenklarer Himmel, und eine bleiche Mondsichel schimmerte zwischen den
Baumwipfeln hindurch. Die Stämme der Bäume glänzten silbern im Mondlicht. Rebecca erschauerte.
„Du frierst“, stellte David fest. Er zog sein Jackett aus und
legte es ihr um die Schultern. Sie sah zu ihm auf. „Danke“,
sagte sie leise.
David blieb stehen, versuchte, in ihrem Gesicht zu lesen.


Wenn ihr wissen möchtet, wie es weiter geht, und ob sich die beiden noch "kriegen":

"Das Lachen des Kookaburra" 978-3-943596-08-3    12,90 Euro versandkostenfrei

Danke auch an die Lesecommunity "Wir Lesen", die sich freundlicherweise als Rezensent zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 12. April 2012

Leseprobe - NOEL





Aber heute, heute kommt endlich die versprochene
 Leseprobe von NOEL.
Unser kleiner Kerl hat sich auf der Messe so gut gehalten und die Kinderherzen im Sturm erobert. Aber einmal mehr zeigt mir die Fehlentscheidung beim Cover, wie wichtig das passende Cover für den Verkauf später ist. Das Auge isst eben mit.



Leseprobe:

Ich weiß auch nicht so recht, warum meine Mama dauernd auf der Wiese liegt, das Gras abreißt und es sich in den Mund stopft. Sieht so aus, als ob sie es genüsslich kauen würde. Sie versucht immer wieder, mich mit diesem grünen Futter zu ködern, aber ich spucke es aus. Ich bin doch keine Kuh! Dafür gibt sie mir am Nachmittag ganz viele von den Körnern, die so herrlich süß sind. Das schmeckt wunderbar.
Aber diese Hühner kommen immer zu mir und flattern um mich herum. Sie versuchen mich abzulenken um mir mein Futter zu klauen. Zum Glück merkt meine Mama, dass ich nichts zwischen die Zähnchen bekomme. Ach ja, die sind in der Zwischenzeit übrigens gewachsen. Damit kann ich diese Körner jetzt gut kauen. Ab und zu beiße ich meine Mama in den Arm und knabbere an ihren Haaren herum. Die sehen genauso aus wie das Spreu, das sie mir am Abend gibt. Einfach köstlich! Meine Mama wiegt mich alle zwei Tage, um zu kontrollieren, ob ich auch genug auf die Rippen bekomme.
Das ist wirklich eine mühsame Arbeit. Da legt sie so ein Maßband um meinen Bauch, damit sie genau weiß, ob ich auch zunehme oder nicht. Dafür muss ich ganz still stehen. Als ob sie nicht sehen würde, dass ich wachse! Sie schreibt auch immer auf, wie viel Milch ich trinke. Das hat sie mir einmal erzählt, als sie anfing, mir am Nachmittag diese Körner mit Rohzucker zu geben.
Sie passt auch auf, dass mir niemand mein Futter stiehlt. Diese Hühner sollen ihre Würmer suchen und mich in Ruhe fressen lassen. Die warten nur darauf, dass Mama geht, damit sie an meinen Napf kommen können. Ich wusste es doch, meine Mama mag mich ganz toll. Sie beschützt mich und merkt immer, wenn es mir nicht so gut geht.

Mehr direkt im Buch ...






NOEL ISBN: 978 -943596-00-7   7.99 Euro versandkostenfrei bestellen

Mittwoch, 11. April 2012

Der Duft der Maiglöckchen

Eigentlich, ja so ganz eigentlich, wäre heute NOEL dran. Aber da Verleger flexible Menschen sein müssen, haben Autorin und ich uns spontan entschieden, heute eine besondere Aktion zu starten.

Wir bitten Euch um Eure Hilfe!

Wir haben drei Coverentwürfe, die so toll sind, dass wir uns nicht entscheiden können, welches Cover nun endgültig in Druck geht. Daher möchten wir sie euch heute vorstellen.

Ihr habt dann die Wahl. Das Cover mit den am meisten abgegebenen Stimmen, wird gedruckt.
Natürlich wird eure Hilfe belohnt. Aus allen Stimmeinsendungen verlosen wir drei handsignierte Exemplare der Autorin Heidrun Böhm. 

So hier jetzt die Cover.

Cover 1)


Cover 2)



Cover 3)

Zur Handlung:
In Schrobenheim, einer typischen deutschen Kleinstadt, geschieht ein Mord. Aufsehenerrgend vor allem deswegen, da bereits die erste Ehefrau versucht hat, ihren Gatten vom Leben zum Tod zu befördern. Verdächtigt wird Ehefrau Nummer 2. Oder war es doch Nummer 1? Oder vielleicht jemand ganz anderes?

In diesem nicht ganz ernst zu nehmenden Krimi werden Spießigkeit und kleinbürgerliches Denken aufs Korn genommen und nebenbei ein nicht alltäglicher Mord aufgeklärt.


Nun seid ihr dran. Welches Cover spricht euch am meisten an. Welches könntet ihr euch in einer Buchhandlung vorstellen?

Der Duft der Maiglöckchen ISBN: 978 - 3 -943596-05-2
voraussichtlicher Preis 12,90 Euro
vorbestellen

Dienstag, 10. April 2012

Leseprobe - Zerbrochenes Glück

Leider bin ich gesundheitlich grad etwas angeschlagen, es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren, dennoch möchte ich die neue Woche mit einer Leseprobe starten.

Wir beginnen heute mit "Zerbrochenes Glück", nicht weil ich dieses Buch geschrieben habe, sondern weil es der erste veröffentlichte Titel nach Trennung von meiner Partnerin war. 


Leseprobe:

Der Schnee knirschte unter unseren Rädern, als wir die Fahrzeuge vor dem Haus zum Stehen brachten. Kaum schalteten wir die Motoren aus, flog die Haustür mit einem energischen Ruck auf. Bekleidet mit dicken, wattierten Hosen und einem grob gestrickten Pullover, die langen schwarzen Haare im Nacken zum Zopf gebunden, trat uns ungeduldig der Hausherr entgegen. Mit schwarzen Augen musterte er mich ungeniert und begrüßte gleichzeitig Shelly, die mich mit in das Haus zog. Überrascht stellte ich fest, dass das Haus nicht sehr groß war. Hauptsächlich bestand es nur aus einem einzigen Raum. Die Eheleute schliefen im oberen Alkoven oder vor dem Kamin. Jetzt lag eine stöhnende Frau vor dem prasselnden Feuer und erwartete bereits sehnsüchtig die Ankunft von Doula und Hebamme.
Ohne zu zögern, begannen wir mit der Arbeit.
Einige Stunden später hielt Jack als frischgebackener Vater seinen Sohn im Arm. Ein hübsches Baby mit dichtem schwarzen Haar und asiatisch anmutenden Augen. Mir fiel auf, dass der Teint von Jack Bighorn und seine Frau Sarah etwas dunkler als der mir bekannten Dene und Cree aussah und ihre Augen etwas mehr den Asiaten ähnelte. Daher vermutete ich, dass sie einer anderen Volksgruppe angehörten. Ich nahm mir vor, Shelly später darauf anzusprechen.
Es schneite und schneite. Dicke Flocken fielen vom Himmel. Die Sicht betrug kaum zwanzig Meter. Mittlerweile war der Abend hereingebrochen.
Sarah und Jack baten Shelly und mich, über Nacht zu bleiben. Es war zu gefährlich, bei diesem Wetter zu
fahren. Während ich dankbar das Angebot annahm, lehnte
Shelly ab. Ein alter Freund von ihr bewohnte eine der benachbarten
Farmen, etwas weiter westlich in der Nähe des kleinen
Örtchens Embarras Portage. Jack wollte Shelly bei diesem
Wetter nicht allein fahren lassen und begleitete sie. Was war
ich froh, jetzt nicht nach Hause fahren zu müssen. Während
Sarah und ihr Baby sich von der anstrengenden Geburt erholten, telefonierte ich mit Michael und teilte ihm die Neuigkeiten mit. Im Kamin knackten die Holzscheite und ein angenehmer Duft nach verbranntem Harz lag in der Luft.
Die Henkeltasse mit beiden Händen umschlossen, schlürfte ich
genüsslich den heißen Tee und beobachtete träumend das
Glimmen der Glut. Unwillkürlich baute sich vor meinem inneren
Auge ein Bild auf. Susan und Michael rekelten sich eng umschlungen vor dem Kamin.
Brr … Susan!
Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass Susan es darauf
anlegte, mir meinen Mann auszuspannen. Mehrmals versuchte
ich, Michael auf dieses Thema anzusprechen. Aber er lachte
mich einfach aus:
„Was bildest du dir nur ein? Du siehst wohl schon Gespenster.
Susan? Die doch nicht.“
Das musste ich mir anhören. Und dass ich eine eifersüchtige
Zicke sei. Ich könnte vor Wut platzen, wenn ich nur an dieses
Gespräch dachte.
„Ich eine eifersüchtige Zicke, dass ich nicht lache.“ Zumindest
gingen Michael und ich danach viel seltener in Jeff´s Bar. Und
wenn doch, dann nur, um mit allen Mitteln zu demonstrieren:
„Seht her, das ist mein Mann.“
Bloß keine Eifersucht anmerken lassen. Wann immer Michael
es schaffte, mich nach diesem Gespräch in Jeff’s Bar zu
schleppen, lachte ich besonders viel und laut und zeigte nach
außen eine künstliche Fröhlichkeit, die ich nach innen nicht verspürte.
Tief in meine Gedanken versunken, schreckte ich auf, als sich die Haustür öffnete. Ein eiskalter Windzug fegte durch das kleine Haus und zwei von oben bis unten mit Schnee bedeckte Männer betraten das Haus. In dem einen erkannte ich den frisch gebackenen Vater Jack. Vom Geräusch geweckt, schreckte Sarah hoch, das Baby indes ließ sich nicht stören. Die beiden Männer schüttelten den Schnee von ihren Jacken und ohne mich zu beachten, gingen sie zur Schlafstatt von Sarah. Derweil musterte ich den zweiten Neuankömmling. Die Männer schienen Brüder oder zumindest vom selben Volk zu sein, denn auch dieser Mann hatte leicht schräg stehende Augen. Seine langen, schwarzen Haare trug er, ähnlich wie Jack, im Nacken zusammengebunden.
Er war groß, größer als die anderen Indianer, die ich bisher
kennenlernte und auffallend schlank. Freudig eilte er zu Sarah,
nahm sie zärtlich in den Arm, beglückwünschte sie und bestaunte das Baby. Etwas blass und mit wackligen Beinen stand Sarah vorsichtig auf. Als ich aufsprang, um sie zu stützen, zog ich die Aufmerksamkeit der Männer auf mich. Jack stellte mich vor. Ablehnende Augen musterten mich abschätzend von oben bis unten. In einer Sprache, die ich nicht verstand, fingen die Drei an zu diskutieren. Anhand der Gesten und Blicke ahnte ich, dass ich Mittelpunkt des Gesprächs war.
Die Situation gefiel mir absolut nicht. Am liebsten wäre ich sofort in mein Auto gesprungen. Sarah beendete mit einem resoluten Satz die Diskussion und sprach in Englisch weiter:
„Jenny entschuldige, mein Schwager ist manchmal etwas unhöflich. Wir nehmen nicht gern die Dienste von Weißen in Anspruch und du bist die erste weiße Doula, die er kennenlernt.“
Mit großen Augen starrte ich die vor mir stehenden Menschen
an. Das meinten sie doch nicht im Ernst? Wir lebten im 21.Jahrhundert.
Ich fragte: „Wo ist sein Problem?“ Schon flammt die Diskussion erneut auf.
„Warum? Siehst du, wie ahnungslos die ist?“, poltert der Mann
los und zeigt mit seinem Finger auf mich.
„Die schicken uns eine komplett ahnungslose, blonde Puppe her. Ich wette, wir sind die ersten Native, die das Püppchen zu sehen bekommt“, höhnt er. Das war zu viel für mich, ich postierte mich vor dem Fremden und erwiderte Aug in Aug stehend:

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