Deine Angst zu besiegen, ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben
Die meisten Menschen bereuen am Ende ihres Lebens nicht die Risiken, die sie eingegangen sind. Die meisten Menschen bereuen das, was sie aus Angst vor den Risiken unversucht ließen. Sie werfen sich eher Dinge vor, die sie nicht getan haben, als Dinge, die sie getan haben. Deshalb sollten wir alle so leben, dass wir später nicht bereuen, wie wir gelebt haben. Das bedeutet aber auch, die Angst zu überwinden und ein Risiko einzugehen, statt aus Angst vor dem Scheitern oder aus Bequemlichkeit alles beim Alten zu lassen.
In dem Buch Kabischubi und die Herzsteine, ist das Kapitel: "Kabischubi und die Angst", speziell dem Thema Angsterkrankung, BurnOut und Depressionen gewidmet. Ein wichtiges und hochaktuelles Thema für Viele in der heutigen Zeit. Diese Geschichte zeigt, dass es durch Liebe und Zusammenhalt Wege zurück ins Leben gibt.
Leseprobe:
„Du musst die Augen aufmachen, Jamie!“, rief Kabischubi von unten Jamie zu. „Sonst kannst du ja gar nicht sehen wie schön die Welt von dort oben aussieht.“
Jamie stand im Apfelbaum auf einem dicken Zweig in ungefähr zwei Meter Höhe und klammerte sich mit zusammengekniffenen Augen an den dicken Stamm. Zwei Meter sahen von unten überhaupt nicht hoch aus. Jamie war vor wenigen Minuten felsenfest überzeugt, dass er mit seinen fünf Jahren mindestens zehn Meter hoch in den Baum klettern konnte, wenn nicht sogar noch viel höher. Doch wie er jetzt auf diesem Zweig stand, waren zwei Meter plötzlich unwahrscheinlich hoch und der Erdboden erschien ihm unendlich weit weg. Da blieb einem doch gar nichts anderes übrig als einfach fest die Augen zuzukneifen und sich am Stamm festzuklammern, oder?
„Ich habe aber so eine Angst“, rief Jamie mit lauter Stimme zu dem Kabischubimonster herunter.
Kabischubi lachte und hüpfte mit einem Satz neben Jamie auf den Ast und half ihm dabei, sich vorsichtig neben ihn hinzusetzten. Das Kabischubimonster hielt Jamie fest und ganz langsam traute er sich, seine Augen zu öffnen. Jetzt, wo Kabischubi neben ihm saß, ging es ihm besser und die Angst war nicht mehr so stark.
„Weißt du Jamie, manchmal sieht etwas einfacher aus als es ist. Wenn man das feststellt, ist es überhaupt nicht schlimm, Angst zu bekommen. Dann muss man sich erst einmal auszuruhen und Kraft sammeln. Angst schützt uns im Leben und deswegen ist Angst sehr wichtig und überhaupt nicht peinlich oder schlimm.“
Jamie sah Kabischubi in seine gelben großen Augen.
„Zuckt dein Ohr auch ganz bestimmt nicht?“, wollte Jamie wissen.
Das Kabischubimonster hatte nämlich an seinen Hinterkopf zwei kleine rosa Kabischubiohren und das rechte davon war das Familienohr. Wenn etwas mit Stephanie oder einem ihrer Söhne nicht in Ordnung war, dann fing es an zu zucken. Dann wusste Kabischubi, dass einer von ihnen seine Hilfe brauchte.
Dieses spürte er sogar über die weiteste Entfernung.
„Alles ganz ruhig, du kleiner Apfelbaumerklimmer“, grinste Kabischubi und drehte seinen Kopf so, dass Jamie das Ohr sehen konnte.
Jamie beobachtete das kleine rosa Kabischubiohr und als er sah, dass es ganz ruhig zwischen dem orange-grünen Kabischubifell hervorlugte, atmete er beruhigt aus und kuschelte sich eng an die haarige Brust. So saßen die beiden eine Zeit lang nebeneinander im Apfelbaum und freuten sich darüber, wie weit sie von hier sehen konnten.
Nach einer Weile bat Jamie das Kabischubimonster:
„Vielleicht solltest DU die Äpfel von ganz oben aus der Krone für Mama pflücken. Ich glaube, meine Angst sagt mir gerade, dass diese Höhe für mich erst einmal ausreicht. Das nächste Mal traue ich mich vielleicht einen Ast weiter herauf.“
Das Kabischubimonster lächelte Jamie stolz an und ...
"Kabischubi und die Herzsteine" von Stephanie Urbat-Jarren 9,90 Euro versandkostenfrei bestellen
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