Mittwoch, 29. Februar 2012

Helfen verleiht Flügel

Hilfe für kleine Kranke



Hauptberuflich ist Kathy Weber TV-Moderatorin, früher bei „Alles Nick" (Nickelodeon), derzeit bei „Abenteuer Leben" (Kabel Eins). Nebenberuflich ist sie Botschafterin des Vereins „Kinderschutzengel": Er setzt sich für Kinder ein, die schwer krank sind. Kathy Weber und Vereinsgründerin Jacqueline Boy konnten wir bei einem Treffen in der ADAC-Geschäftsstelle interviewen, denn der Automobilclub unterstützt die Kinderschutzengel. 

Die menschlichen „Schutzengel“ des Vereins kümmern sich um schwerkranke und bedürftige Kinder und ihre Familien. Sie wollen ihnen einen Krankenhausaufenthalt erleichtern und ihnen die Angst vor Operationen, Untersuchungen und Geräten nehmen. Solche Schutzengel sind zum Beispiel Erzieher, Psychologen oder sogar Clowns. Auch Kinder, die im Herzzentrum liegen, werden mit Spielzeug, Betreuung und Zuwendung unterstützt.

Der Verein Kinderschutzengel wurde gegründet, weil die Vorsitzende Jacqueline Boy 2004 das Geiseldrama im nordossetischen Beslan mitbekommen hat, bei dem Terroristen mehr als 1100 Kinder und Erwachsene in einer Schule in ihre Gewalt gebracht hatten. Die Geiselnahme endete mit einer Tragödie, denn bei der Erstürmung des Gebäudes gab es Hunderte von Toten. Durch Spenden hat Jacqueline Boy es geschafft, soviel Spielzeug zusammen zu bekommen, dass sie den rund 600 Kindern, die das Geiseldrama überlebt hatten, je ein Päckchen schicken konnte. Aus dem Projekt „ Pakete für Kinder aus Beslan“ ist vor sechs Jahren der Verein Kinderschutzengel entstanden. Jacqueline Boy hat dann mit ihrer Tochter in der Sendung „Alles Nick“, deren Moderatorin Kathy Weber damals war, den Verein Kinderschutzengel vorgestellt. Kathy Weber hatte schon länger vor zu helfen, wie sie uns erzählte. Da ihr die Arbeit des Vereins Kinderschutzengel gefiel, schickte sie eine E-Mail an Frau Boy und schlug ihr vor, sie als Botschafterin zu nehmen.
Der Verein hat heute rund 200 ehrenamtliche Mitglieder bundesweit. Kathy Weber macht es viel Spaß, eine Botschafterin des Vereins zu sein, weil sie damit Kindern helfen kann. Durch das Leuchten der Kinderaugen mache sie sich selber auch ein Geschenk, sagte sie.  

Lernen Sie Kathy Weber auf der Leipziger Buchmesse 2012 persönlich kennen. Der Verein Kinderschutzengel präsentiert sich und seine Arbeit im Rahmen einer besonderen Veranstaltung am Familientag, den 18.März 2012 um 12:00 in Halle 4, Literaturcafé oder direkt am Stand des Verlages, Halle 2 Stand 300.

Artikel entnommen der Berliner Morgenpost vom 29.Februar 2012

Dienstag, 28. Februar 2012

Ich habe noch etwas gewartet ...

... aber vermutlich treibt sich Kabischubi noch in Hamburg herum. 




Dabei schrieb er mir vorhin ganz aufgeregt, dass er sein Konterfei in einem Hamburger Schaufenster entdeckt hätte und mir gleich ein Foto davon senden wollte. Aber wahrscheinlich wickelt er gerade noch die Verkäuferin mit seinem Charme ein und schnurrt sein Wohlfühlschnurren.

Und weil Kabischubi mir immer wieder gesagt hat, dass ich auch an Wunder glauben soll, sind heute gleich zwei geschehen.
Amazon hat außer der Reihe - man höre und staune - nachbestellt. Sie haben nicht bis zum offiziellen Bestelltag, Montag, gewartet, sondern heute nachbestellt. 
Nicht ein Buch, nicht zwei Bücher - nein ... ganz viele Bücher. So kann Kabischubi bald viele Menschen besuchen und ihnen zeigen, wie das mit der Liebe geht. Oder mit der Angst. 

Danke Kabischubi für diese schöne Überraschung.

Das zweite Wunder ist nicht unbedingt Wunder zu nennen, wohl eher Gerechtigkeit.
Auch dafür danke ich dir Kabischubi. Seitdem du in meine Lektorenstube gezogen bist, erfreust du mich jeden Tag mit einem deiner tollen Sprüche, wie zum Beispiel:
Wisst Ihr: Glück werdet Ihr ab dem Moment haben, in dem ihr beschließt, glücklich zu sein.
oder
Wisst ihr: Wer den ersten Schritt zu etwas Neuem gewagt hat, hat schon die Hälfte des Weges geschafft.
Wer nicht auf Amazon warten möchte, kann Kabischubi schon vorher zu sich nach Hause holen.

Für 9,90 Euro kommt er auch in deine Wohnung


Montag, 27. Februar 2012

Rezension zu "Das Lachen des Kookaburra"

Heute erreichte uns eine umfangreiche Rezension einer Leserin, die Produkte testen zum Beruf gemacht hat.




Kurzbeschreibung
Eine Kleinstadt in Südaustralien, 1980: Für die junge, aus England stammende Rebecca Fielding ist es Liebe auf den ersten Blick - der charmante Australier David Hunter ist genau der Mann, von dem sie immer geträumt hat. Als er ihre Liebe erwidert, scheint das gemeinsame Glück perfekt. Doch eines Tages trifft Rebecca eine folgenschwere Entscheidung die alles verändert und sie in tiefe Verzweiflung stürzen lässt. Wird es ihr gelingen, das drohende Unheil abzuwenden oder ist nun alles verloren? Und dann gibt es auch noch einen geheimnisvollen Fremden aus Sydney, der in einer dunklen Stunde Rebeccas Weg kreuzt. Sie ahnt nicht, dass er einmal eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen wird...
Meine Rezension
Ich muss ehrlich zugeben, das Cover des Buches trifft überhaupt nicht meinen Geschmack. Wenn es nur nach dem Cover gehen würde, hätte ich das Buch sicherlich nicht gelesen. Aber gut, dass die Geschmäcker ja verschieden sind. Geht es dann um die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken, wird mein Interesse umso mehr geweckt. Ich find diese Beschreibung sehr interessant und hab mich deshalb auch gleich sehr neugierig an das Buch gemacht. Ich wollte schließlich wissen, wer der geheimnisvolle Fremde aus Sydney ist, der in einer dunklen Stunde Rebeccas Weg kreuzt...
Das Buch erzählt die Geschichte von Rebecca Fielding. Sie spielt sich in den 80er-Jahren in Australien ab. Hier musste ich mich anfangs umgewöhnen, denn es wurde beispielsweise geschrieben, dass Rebecca mit ihrer Freundin Tessa an einem Sommernachmittag in ein Cafe geht, welches weihnachtlich dekoriert ist. Anfangs habe ich nochmals zurückgeblättert, weil ich dachte, dass ich nicht richtig gelesen hatte - aber dann fiel mir plötzlich ein, dass ich mich in einem anderen Land befinde.
In dem Café war Rebecca mit ihrer Freundin übrigens deshalb, weil sie gehofft hatte dort David zu treffen. David Hunter ist ein junger Mann, mit dem sie auf dem Schulhof zusammen gestoßen ist, als er die Schulcafeteria beliefert hat. Er ging Rebecca nicht mehr aus dem Kopf. Für sie war es Liebe auf den ersten Blick. Selbst noch bei dem Abschied von der High School spielte er eine große Rolle, denn Rebecca war sich nun plötzlich nicht mehr sicher, ob sie wirklich zum Studieren gehen möchte. Sie hatte das Gefühl dadurch ihre große Liebe aus den Augen zu verlieren. An einem Tag, an dem sie überhaupt nicht daran dachte, dass sie David treffen könnte, traf sie ihn dann doch. Er war mit einer Gruppe Jungs unterwegs, dabei war zufällig ein alter Schulkamerad. Über diesen konnte sie dann das Gespräch zu der Gruppe finden und sie dann auch zu ihrem 18. Geburtstag einladen. Glücklicherweise wurden ihre Eltern von Freunden eingeladen, weshalb Rebecca sturmfrei hatte. Es kam, wie es kommen musste - Rebecca konnte sie endlich ihrem David annähern und ihn küssen. Sie sollte sogar, dass er diese Nacht bei ihr bleibt...
Da das Leben wohl nicht nur aus Liebe bestehen kann, wird Rebecca doch zum Studieren nach Melbourne gehen. Sie war eigentlich der Meinung, dass ihr David sie dorthin begleiten wird. Leider möchte dieser aber nicht weg aus seinem Heimatdorf Mount Gambier. Dies bedeutet für die beiden, dass sie sich trennen müssen. Rebecca leidet sehr darunter und ist deshalb auch nicht dazu bereit, eine neue Beziehung einzugehen. Ihr Herz hängt einfach zu sehr an David. Deshalb schmerzt es sie auch sehr, als sie von ihrer Freundin Tessa erfährt, dass David geheiratet hat. Dies ist wohl auch der Grund dazu, warum sie wieder zurück in ihr Heimatdorf Mount Gambier fährt...
Alles weitere werde ich euch nun nicht verraten, denn ich möchte ja nicht, dass das Buch für euch zur Langeweile wird. Euch soll es so gehen, wie es mir gegangen ist, als ich den Roman von Kate Sunday in den Händen gehalten hab. Ich fand die Story so interessant und auch spannend geschrieben, dass ich es wirklich kaum aus den Händen legen wollte. Ich konnte mit diesem Buch so schön abschalten und auch träumen, da ich mich richtig in Rebecca hinein versetzen konnte. Man durchlebt und erlebt jede Situation oder Gefühlslage mit Rebecca und möchte immer, dass alles wieder gut wird zwischen ihr und David. Auch das schöne Gefühl des Verliebtseins wird dem Leser ganz toll dargestellt.

Mein Fazit

Wer also einfach mal abschalten oder einen Lesetag einlegen möchte, sollte sich dieses Buch zur Hand nehmen. Ihr werdet tief darin versinken und es kaum ablegen können, bevor ihr die letzte Seite gelesen habt...
Für mich bedeutet es übrigens wieder, dass ich weniger auf das Cover, sondern mehr auf den Inhalt schauen sollte...

Den komplette Beitrag findet ihr auf Aintschels Produkten und Bücherwelt

"Das Lachen des Kookaburra" von Kate Sunday
ISBN: 978-3-943596-08-3    12,90 Euro versandkostenfrei


Wer mich kennt weiß, dass morgen ein mega wichtiger Tag ist. Bitte drückt mir die Daumen, dass sich der Knoten löst und wir uns endlich der GbR Auflösung widmen können.

Sonntag, 26. Februar 2012

Verschwindet die Literatur aus den Medien?

In  der heutigen Ausgabe der Zeitschrift Buch-Markt, dem Ideen Magazin für den Buchhandel, erschien heute ein interessanter Artikel, den ich euch unbedingt empfehlen möchte.

Auf der Programmpressekonferenz für „Leipzig liest“ beklagte Christiane Munsberg, Verantwortliche für Kultur im Bertelsmann Verlag, dass die Literatur aus den Medien verschwindet. Damit regte sie eine umfangreiche Diskussion an, die zum nachfolgenden Gespräch und Interview im Buch-Markt führte.

Hier könnt ihr das Sonntagsgespräch selbst nachlesen: Buch-Markt

Genau wie der Bertelsmann Verlag, werden auch wir für unsere Lesungen und Veranstaltungen am Samstag und Sonntag auf der Leipziger Buchmesse keinen Eintritt verlangen.



Gleichzeitig wurden bei Amazon die ersten Rezensionen für "Kabischubi und die Herzsteine" veröffentlicht.
Zitat:
Das Buch

Kabischubi und Herzsteine

ist ein wirklich phantastisches Buch für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene. Es handelt von alltäglichen Ängsten, von Angst, von Liebe und Vertrauen. Mit wundervollen Illustrationen und einem doch bewegenden Hintergrund. Jeder wird das Buch anders lesen weil es eben alle anspricht. Das finde ich einfach so toll daran. Kinder, Jugendliche genauso wie Erwachsene die verstehen können was die Autorin auf 75 tollen Seiten dort verfasst hat. Die einfache Liebe unter den friedvollen Monstern als auch die familiäre Liebe untereinander liegt der Autorin wirklich sehr am Herzen.

Es gibt 3 wundervolle Geschichten die Stephanie Urbat-Jarren wirklich gut beschrieben hat. Es geht in der Tat um das Selbstvertrauen, die Liebe und die Angst. Es geht um Familie genauso wie um Freunde die immer wieder im Buch erwähnt werden. Das Kabischubi-Monster hat mich durch weg fasziniert. Es gibt sehr emotionale Momente genauso wie Momente wo man lachen und auch schmunzeln kann. Es gibt typische Gewohnheiten aber auch viele nachdenkliche Stellen im Buch, die dieses Buch einfach zu etwas wirklich unverwechselbaren machen.

Die Herzsteine haben einfach eine so wundervolle Bedeutung innerhalb dieses Buches und geben alleine mir als Leser soviel wieder .. Kabischubi ist ein Helfer der spürt wann und wo seine Hilfe benötigt wird.

1. Stern vergebe ich weil ich die optische Aufmachung des Buches wirklich super gut finde. Das Buch ist nicht zu groß und somit auch nicht zu schwer. Die Schriftgröße ist korrekt, zu dem ist es auch recht flüssig geschrieben mit wundervollen Illustrationen von Markus Erkens

2. Stern, weil es in der heutigen Zeit spielt, es wir mir unabhängig von der Geschichte ein normaler Alltag dargestellt in dem man einen Beruf nachgeht und in dem man auch mal gerne Wii spielt. Es gibt Situationen die man einfach selbst aus dem Alltag kennt.

3. Stern ist für die Persönlichkeit im Buch, die zufällig dort erwähnten Personen stehen auch in der Widmung des Buches. Ich mag es wenn ein Buch authentisch ist und dennoch eine Geschichte erzählt wird. Zumal weil es eben auch sehr emotionale Dinge sind die hier erstklassig zu Papier gebracht worden sind.

4. Stern - es geht um Ängste als auch um die Angst in diesem Buch, die Autorin hat sehr viel Herzblut in das Buch gesteckt. Kabischubi hat Angst, aber auch Stephanie kämpfte mit ihrer Angst und lernte mit dieser einfach besser um zu gehen.

5. Stern es geht um die Liebe.. Liebe zwischen den liebevollen Monstern und die Liebe als auch die menschliche Liebe von Stephanie. Es wird sehr ausführlich über Liebe geschrieben dass man verschiedene Blickwinkel erfährt. Die liebevollen Monster lieben einfach ohne sich darüber menschliche Gedanken zu machen.

Also sind es für mich 5 Sterne weil mir das Buch einfach so brillant gefällt und ich sehr viel Unterhaltung bei lesen erfuhr. Dafür danke ich der Autorin Stephanie Urbat-Jarren ganz recht herzlich.

Jeder Mensch muss selbst entscheiden was ihm gefällt, meine Bewertung soll helfen sich eine eigene Meinung zu bilden.

Kabischubi und die Herzsteine

von mir somit volle 5 Sterne


weitere Rezensionen auf Amazon


Herzlichst Eure Andrea el Gato

Freitag, 24. Februar 2012

Dankeschön

Danke und Lob an meine Autoren

Nachdem wir in dieser Woche viel trockene Theorie besprochen haben, ich euch so manche Übung hier mit reingeknallt habe, möchte ich am Ende dieser Woche noch einige Worte loswerden, die mir schon seit einiger Zeit am Herzen liegen.

Danke an jeden Einzelnen von Euch

Danke, dass ihr mir trotz Wechsel und Querelen weiterhin die Treue haltet.

Danke, dass ihr ohne zu Murren Dinge erledigt, die normalerweise nicht in das Aufgabengebiet eines Autors fallen. (Ich sage nur Buchhandlungsadressen) Letztendlich kommt uns das aber wieder allen zugute. In den kommenden Wochen und Monaten stehen zahlreiche Lesungen an, die nur aufgrund eurer Aktivitäten zustande gekommen sind.

Danke, dass einige von euch, riesige Entfernungen auf sich nehmen, um an der Leipziger Buchmesse teilnehmen zu können. Ich freue mich auf euch und lade euch am Samstagabend alle auf ein Bier ein. Ganz besonders freue ich mich auf meinen blinden Autor, der mitsamt Blindenhund anreist. Tommy du kannst sicher sein, ich lass dich nicht am Bahnhof stehen, wie andere es bereits taten!

Danke, dass ihr so viel Geduld mit mir im Lektorat habt, wenn ich mal wieder schreibe: "wer ist man?" oder "stärkeres Verb benutzen", "aktiveres Verb benutzen". Vor allem, wenn dann dieses doofe Wort "Streichen" vorkommt, wo vielleicht genau an dieser Passage der Autor stundenlang an jedem Wort gefeilt hat.

Danke, dass ihr euer "geistiges Baby" bei mir veröffentlicht.

Danke, dass ihr so seid, wie ihr seid.

Im Gegenzug verspreche ich auch weiterhin mein Bestes zu geben, dass euer "Baby" zum Erfolg wird. Ich garantiere püntkliche Tantiemenzahlungen und erwarte nicht von euch, dass ihr auf eure Tantiemen zugunsten ominöser und nichtexistenter Vereine verzichtet. 
Ganz im Gegenteil! 
Sicher haben bereits einige von euch bemerkt, dass wir fleißig an einem besonderen Projekt werkeln. Seit anderthalb Jahren sammelt die Vereinschefin des Berliner Verlages Kinderschutzengel, Beiträge von Kindern, Eltern, prominenten Paten und Medizinern, die wir in dem Buch "Nicht jedes Kind bekommt, was es sich wünscht" veröffentlichen. Seit anderthalb Jahren redigiere ich diese Beiträge, interviewe ich Promis und, und, und.

Natürlich es mir eine besondere Ehre, dass wir am 18.März um 12:00 auf der Leipziger Buchmesse im Rahmen einer besonderen Veranstaltung dieses Buch vorstellen dürfen. Aber genauso ehrt es mich, dass Prisca Dussling am Samstag, den 17.März um 12:00 aus ihrem Buch  
NOEL 


 
















 und Stephanie Urbat-Jarren um 15:30 aus  
Kabischubi und die Herzsteine 
lesen werden und gleichzeitig ihre signierten Bücher zum Verkauf anbieten. 






In diesem Sinne lasst uns weiterhin so gut zusammenarbeiten, dann klappt das auch mit dem Erfolg!
Jetzt aber wünsche ich euch ein schönes und vor allem gesundes Wochenende.
Eure Andrea el Gato

Donnerstag, 23. Februar 2012

Attraktive Sprache - Teil 3

Rhythmus und Klang

Gerade in der Lyrik sind obige Begriffe von absoluter Wichtigkeit. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt ein Faibel für die Lyrik habe, was jedoch nichts mit diesem Thema zu tun hat. Auch in der Belletristik muss der Autor mittels Rhythmus und Klang Stimmungen erzeugen und Bilder malen.

Dunkle Vokale, wie a, o, u betonen ruhige, aber auch finstere Stimmungen. Helle Vokale, wie e und i betonen heitere, manchmal auch erregte Stimmungen.

Der bekannte amerikanische Dichter Edgar Allan Poe hat in einer kompletten Abhandlung begründet, warum er seine Ballade "Der Rabe" in jeder Strophe mit dem Reimwort "Nevermore" ausklingen ließ: Das ständig sich wiederholende dumpfe O betont den düsteren Charakter.

Gleichzeitig kennen wir alle beschwingte Werbesprüche, wie zum Beispiel: "Red Bull verleiht Flüüügel" oder "Ei, Ei, Ei Verpoorten - allerorten Verpoorten"

Ein sehr gelungenes Beispiel findet ihr in Joseph von Eidendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts". Holt euch das Buch aus der Bibliothek und lernt von einem gestandenen Schreiberling, über den ein weiterer Kollege sagte:
"Sein Lieblingswort ist rauschen, aber er spricht nicht nur davon, sondern in seinen Sätzen rauscht es wirklich und es sind die einfachsten Mittel, mit denen er das zustande bringt."

Lasst uns noch einmal zusammenfassen:

- Jeder Autor sollte an der Erweiterung seines Wortschatzes arbeiten. Benutzen wir Wörterbücher und Karteikarten dazu.
- Schreibt klar und einfach!
- Achtet auf Rhythmus und Klang!
- Lest eure Texte laut, damit ihr die Harmonie in euren Sätzen wahrnehmt.
- Vermeidet allgemeine, nichtssagende Ausdrücke, sondern versucht den besonderen zu finden. Verstärkt eure Sätze durch ausdruckskräftigere Verben!
- Erspart den Lesern komplizierte Fachausdrücke!

Beenden möchte ich diesen kleinen Kurs mit einem Zitat von James Krüss aus "Henriette Bimmelbahn"
"Henriette steht so lange auf dem Bahnhof, wie sie mag. Und so steht sie dort auch heute an dem schönen Sommertag. Doch dann pfeift sie und sie bimmelt, rattert, knattert, dampft und faucht, ruckelt, zuckelt, klappert, plappert, bebt und bibbert, rollt und raucht."

NOEL
Das Kinderbuch zum Vorlesen und Ausmalen
978-3-943596-01-4
7,99 Euro

Mittwoch, 22. Februar 2012

Attraktive Sprache - Teil 2

Nachdem ihr gestern eine gute Übung zur Erweiterung eures Sprachschatzes hattet, möchte ich das Thema heute noch etwas vertiefen.

Es gibt auch die Autoren, die unbedingt zeigen wollen, was sie können. Die Autoren, die beweisen wollen, dass sie gebildet sind, sich von der breiten Masse abheben und mit allerlei Fremdwörtern um sich schmeißen.

In bestimmter Literatur mag das so auch ganz in Ordnung sein. Frank Schätzing, zum Beispiel, verfügt über einen sehr großen Sprachschatz, den er auch in seinen Büchern mitteilt. In "Nachrichten aus einem anderen Universum" waren diese notwendig und wichtig, konnte er die Ergebnisse seiner Recherchen zu "Der Schwarm" nur in einem Sachbuch entsprechend vermitteln. Das Buch "Limit" dagegen hat zahlreiche Kritiken ob der doch etwas geschwollenen, ausschweifenden und teilweise referierenden Ausführungen kassieren müssen.

Als Autor sollte ich mir daher ganz genau meine Zielgruppe überlegen. Ein guter Sprachschatz bedeutet nicht automatisch, ein Sprachschatz gespickt mit Fachausdrücken. Der Leser möchte auf der Couch, im Bett, am Strand oder in der Bahn lesen und hat sicher an diesen Orten kaum Gelegenheit ein Wörterbuch zu Rate zu ziehen.

Daher gebe ich euch den Tip, dass ihr bei euren Ausführungen auf eine einfache und verständliche Sprache achtet. Vermeiden wir Silbengekringel und gestelzte Formulierungen, wenn wir unseren Leser nicht langweilen wollen. Überraschen wir stattdessen unseren Leser mit unverbrauchten Bildern. Lernen wir von literarischen Vorbildern.
Dazu empfehle ich folgende Übung:

Sucht in eurem Bücherregal ein oder mehrere Bücher heraus. Sucht euch insgesamt fünf Abschnitte, die ihr abschreibt, scannt oder wie auch immer. Es sollten Abschnitte sein, bei denen ihr denkt, dass hier der Stil des Autors am Stärksten hervorsticht. Wichtig ist, dass diese Abschnitte vor euch liegen. Danach sucht ihr nach den Wörtern, die ihr selbst niemals benutzt hättet. Schlagt anschließend im Wörterbuch die Bedeutungen nach.
Ihr werdet merken, dass diese jetzt mühselig klingende Übung Spaß macht. Und mit der Freude kommt automatisch die Erweiterung eures Sprachschatzes.

Morgen sprechen wir über Rhytmus und Klang, ein Thema, was vor allem in der Prosa große Bedeutung hat.



Abschließend möchte ich noch einmal auf die Lieferschwierigkeiten der Barsortimenter und Amazon zurückkommen. Leider hat Umbreit erst vor zwei Tagen bestellt, Libri bereits letzte Woche, Amazon wird noch bis kommende Woche brauchen, bis die Bücher im System eingepflegt sind. Die sind leider mega lahm.

Daher biete ich jedem Kunden die Möglichkeit, direkt im Verlag über bestellung (at) traumstunden-verlag.com
zu bestellen. Ausgeliefert wird über Runge VA.


Dienstag, 21. Februar 2012

Wie gelingt uns eine attraktive Sprache

Autoren stoßen im Lektorat öfter auf die Aufforderung: "stärkeres Verb wählen" oder "Ausdruck verstärken".

Wieso schreibe ich das?
Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, sollte der Autor beim Leser ein Bild erzeugen.

Ein Beispiel:
Der alte Mann ging über die Straße.
An diesem Satz ist nichts verkehrt. Aber er ist farblos, nichtssagend.

Was passiert bei euch, wenn der Satz wie folgt lautet:
Der alte Mann schlurfte mühsam, sein linkes, von Schmerzen gepeinigtes Bein, hinter sich herziehend, über die Straße.

Hier entsteht ein bestimmtes Bild. Das Bild eines alten Mannes, wie er sich mühsam über die Straße quält. Ein Bild, was uns tagtäglich im Alltag begegnet.
oder
Der alte Mann huschte im fahlen Dämmerlicht über die stille Seitenstraße, die Schatten der Hauseingänge stets im Auge behaltend.

Hier erscheint ein ganz anderes Bild. Die Begriffte: Dämmerlicht, fahl, still, dunkle Hauseingänge suggerieren eine gewisse Heimlichkeit, die durch das Verb huschen verstärkt werden.

Oft beschreiben Autoren falsche Emotionen. Ihnen fehlt also das richtige Wort, das Wort, das die Erzählung vorantreibt, sie attraktiv macht.
Natürlich sind allgemeine Ausdrücke bequem, weil ständig parat. Bauen wir doch an unserem Wortschatz, indem wir ihn durch die passiven Wörter erweitern, die in unserem Gehirn schlummern. Das sind die Wörter, die wir zwar kennen, aber nie oder selten nutzen.

Ich hatte euch gestern eine Übung versprochen, auf gehts!
Nachstehend schreibe ich 20 Wörter auf und zu jedem Wort verschiedene Begriffsmöglichkeiten. Bitte sucht im Wörterbuch, welche der Erklärungen dem Begriff am nächsten kommt. Wenn ihr euch sicher seid, geht das natürlich auch ohne Wörterbuch.

1) Anschein - Anspruch, Aussehen, Störung, Verheimlichung
2) geneigt - unwillig, bereit, freudig, straff
3) Nachwelt - Folgeerscheinung, Abkömmling, Nachwirkung
4) reduzieren - missachten, verführen, vermindern, entfernen
5) pudelwohl - prächtig, dick, gutgelaut, robust
6) Sympathie - Verhängnis, Mitgefühl, Krankeitsursache, Zuneigung
7) Konzept - Vertrag, Musikstück, Entwurf, Meinung
8) abstinent - dreist, unerbittlich, enthaltsam, aufdringlich
9) latent - altertümlich, geduldig, riesengroß, verborgen
10) passiv - verlogen, lebhaft, untätig, leidenschaftslos
11) brünett - gebräunt, kess, dunkelhaarig, abweisend
12) Kategorie - Klasse, Mischung, Kartei, Forderung
13) artikulieren - geziert reden, buchstabieren, deutlich aussprechen, fordern
14) joval - eiförmig, gönnerhaft, elegant, massig
15) insistieren - zugeben, einsetzen, nachdrücklich beharren, beleidigen
16) verfänglich - streitsüchtig, heikel, taktlos, rüde
17) demontieren - abwerten, protestieren, vorführen, abbauen
18) dementieren - verpetzen, irre reden, verdauen, widerrufen
19) skurril - grillenhaft, lärmend, verschnörkelt, wunderlich
20) Potpourri - Mixtur, musikalisches Arrangement, eingemachtes Obst


War nicht schwer oder?

Was haltet ihr davon, wenn ihr jetzt noch ein wenig weiter in die Tiefe geht? Sucht euch zehn Wörter aus den oben genannten aus und sucht aus einem Wörterbuch oder aus dem Synonymwörterbuch Begriffe heraus, durch die diese Wörter ersetzt werden könnnten.
So erweitert ihr poco a poco euren eigenen Wortschatz.

Die Quintessenz des heutigen Beitrages sollte für euch also sein, dass Geschichten lebendiger und somit attraktiver werden, wenn ihr den passenden Ausdruck oder das richtige Wort findet. Benutzt Wörterbücher, schreibt euch Begriffe auf Karteikarten und sucht die Bedeutungen heraus.


Eine wichtige Neuigkeit möchte ich gleich noch mit auf den Weg bringen:
Ab sofort hat das Verlagshaus Traumstunden eine eigene Fanpage bei Facebook. Wir freuen uns über jeden, der den "gefällt mir" Button drückt und so die Lesergemeinschaft verstärkt.

"Kabischubi und die Herzsteine" schlägt sensationell auf dem deutschen Buchmarkt ein, aber leider haben die Grossisten derzeit Schwierigkeiten alle Besteller zu beliefern.
Gern nehmen wir alternativ Bestellungen unter bestellung (at) traumstunden-verlag.com
entgegen. Diese werden sofort ausgeliefert.

Montag, 20. Februar 2012

Unsere deutsche Sprache

In Vorbereitung auf diesen Blogbeitrag habe ich in meine aktuelle Dudenausgabe geblickt. Sie enthält 135.000 Einträge. Ein vollständiges Wörterbuch der deutschen Sprache enthält ungefähr 500.000 Einträge.

Nutzen tun wir jedoch im Schnitt nicht mehr als 60 - 100.000 Wörter. Eine herausragende Ausnahme stellte Goethe dar, dem ein Sprachwortschatz von mehr als 200.000 Wörtern nachgesagt wurde.

Mark Twain stellte fest: "Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit."

Aber genau hier fängt die Schwierigkeit an.
Wir haben eine Geschichte im Kopf, komplett mit allem, was eine gute Erzählung ausmacht: unsere Figuren, der Konfikt oder das Drama, die Handlung und die damit verbundene Lösung.
Während ein Maler Pinsel und Farben, Hell und Dunkel benutzt, um seine Gedanken aufs Papier zu bringen, haben wir, die Schreibenden, die Macht des Wortes.
Jeder von uns kennt Behördenbriefe. Einfach gruselig. Verklausuliert, verschachtelt ... unverständlich.
Der schwäbische Dichter Thaddäus Troll hat hierzu eine herrliche Parodie aufgeschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

Zitat: "Bewusste Person ist eine als hierorts wohnhafte, noch unbeschulte Minderjährige, aktenkundig erfasst, welche durch ihre unübliche Kopfbedeckung gewohnheitsmäßig Rotkäppchen genannt zu werden pflegt. Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht, in welchem dieselbe Mitteilung ihre Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte."

Alles klar?

Natürlich kommt es auch auf unsere Zielgruppe an. Während der Autor in einem Kinderbuch eher schlichte, einfache Wörter verwendet, wird er in einem Roman durch den treffenden Ausdruck neugierig machen.

In der Regel ist das kurze, ungekünstelte, einfache Wort am wirkungsvollsten. Auch wenn ich als Autor vielleicht 150.000 kenne, kann ich dies nicht von meinem Leser erwarten. Aber eine einfache Sprache wird von den meisten Menschen verstanden. Zu einfach sollte sie nun aber auch wieder nicht sein. Hier fängt nun die Kunst an.
Als Schreibende jonglieren wir mit der Sprache, wie der Künstler mit den Bällen. Je besser wir mit den einzelnen Wörtern jonglierenm je bildreicher, je klarer, umso besser kann der Leser unseren Ausführungen folgen.

In einem der vorherigen Blogbeiträge schrieb ich etwas von Teekesselchen. Ein deutsches Wort mit zwei Bedeutungen. Dazu gibt es noch die Bedeutungsnuance. Ich kann gehen, laufen, sprinten, hechten ... spürt ihr den Unterschied in den Bedeutungen?

Sprachforscher sagen, dass die deutsche Sprache eine der reichsten, farbigsten und zugleich anpassungsfähigsten Sprachen der Welt sei. Also nutzen wir sie.

Zum Glück stehen wir nicht allein.
Von Duden gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Das Duden Fremdwörterbuch, das Duden Bedeutungswörterbuch, das Synonymwörterbuch, es gibt den Band 9: Richtiges und gutes Deutsch und Band 11: Redewendungen.

Ich möchte jetzt keine Werbung für Duden machen, aber so wie jeder Handwerker ordentliches Werkzeug benötigt, braucht ein Autor dies ebenfalls. Alternativ und kostengünstiger gibt es:
http://synonyme.woxikon.de oder
http://wortschatz.uni-leipzig.de/abfrage/

Morgen möchte ich euch eine Übung zu diesem Thema vorstellen, sowie die Frage beantworten: Was macht unsere Sprache attraktiv?


Samstag, 18. Februar 2012

QR Code


Wisst Ihr was ein QR - Code ist?



Die technischen Errungenschaften schreiten voran, in Indien gibt es mehr Mobilfunkgeräte als Toiletten; und auch wir bleiben nicht stehen.
Immer öfter trifft man auf Plakaten, Schildern, Ankündigen - ja sogar auf Visitenkarten diesen kleinen Code.

Ähnlich wie eine Speicherkarte oder der uns allen bekannte EAN Code enthält der QR - Code Informationen. 
Per Smartphone und kostenfreiem QR-Code Reader (z.B. von Norton) lassen sich so Infos aufs Mobilfunkgerät laden.
Der obige Code enthält zum Beispiel die Kontaktinformationen des Verlages.

Ab sofort hat jedes unserer Bücher auf unserer Website ebenfalls einen eigenen QR - Code erhalten.
Somit können interessierte Leser ihr Lieblingsbuch sogar mittels Smartphone ordern. 

Was vielleicht vor einigen Monaten noch nach einer witzigen Spielerei aussah, hat sich mächtig gemausert. Mobiles Tagging, so der Fachbegriff, erspart mühsames Eintippen. Innerhalb weniger Sekunden können Kontakdaten abgespeichert oder Käufe getätigt werden.

Wie zum Beispiel der Roman "Zerbrochenes Glück"


QR Code












Vielen Dank auch an die Rezensentin "Hannah", deren Namen offensichtlich gefaked ist. Aber es freut mich doch immer wieder, dass manche Menschen weder Mittel noch Mühe scheuen, mich zu verunglimpfen. Gleichzeitig zeigt es mir, dass ein großes Angstpotential vorhanden sein muss. Sonst würden diejenigen nicht zu solch billigen Methoden greifen.

Donnerstag, 16. Februar 2012

News, News, News

Nein ich habe gestern nicht gesessen und gegrübelt, welche Texte ich von anderen Leute abkupfern könnte. Ich schwöre!!

Wer mich kennt weiß, dass ich mit dem Kopf eher in einem Manuskript gesteckt habe, als mich um anderer Leute Kram zu kümmern. Dazu ist mir meine Zeit viel zu kostbar.
Kabischubi befindet sich mitten in der Auslieferung und hat heute bei Amazon, obwohl dort noch immer nicht erhältlich, einen sensationellen Verkaufsrang von 5.140 erreicht. Stephanie hat mir bereits geschrieben, dass Kabischubi selbst von seinem Erfolg sehr überrascht ist und bereits zwei Extrasalto eingelegt hat.

Besonders beachtenswert; das Buch ist nicht nur für Kinder geeignet

Kabischubi besucht schließlich auch Erwachsene. Besondere Erwachsene, die Probleme haben. Zum Beispiel Väter, die nach einer Scheidung nicht wirklich wissen, wie sie mit ihren Kindern umgehen sollen.

Wie gehe ich als Familie oder Elternteil mit einer schweren Krankheit um? Was ist, wenn jemand in meiner Familie unter Depressionen leidet?

Wie erkläre ich meinem Kind was Liebe ist?

Bereits jetzt in dieser frühen Phase der Veröffentlichung haben wir zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.



Unser Messeposter




Ein weiteres Buch, was sich mit dem Thema Liebe beschäftigt, ist "Schattensprung" von Barbara Kühnlenz. 

Leider gibt es in diesem Buch kein Happy End. Dennoch werden hier so wichtige Themen, wie Abhängigkeit, Hörigkeit und Liebe zum eigenen, aber behinderten Kind behandelt.

Die erste Auflage dieses tollen, nicht alltäglichen Buches ist ausverkauft. Daher haben Frau Kühnlenz und ich eine weitere Fehlerkorrektur vorgenommen und werden am Montag das Buch in die Druckerei geben.

In zwei Wochen wird Schattensprung unter der 
ISBN: 978-3-943596-09-0 zum Preis von 12,90 Euro verfügbar sein.

Zum Schluss eine weitere wichtige Information.
Nachdem Umbreit unsere Bücher mehr in den Benelux Raum bringt, ist uns weiterhin ein wichtiger Schritt in den internationalen Verkauf gelungen. Ab sofort werden unsere Titel bei dem größten Buchhändler Großbritanniens Alibris erhältlich sein.

Dienstag, 14. Februar 2012

Nicht jedes Kind bekommt, was es sich wünscht

Schneesturm in Italien und schon steht alles still.

Zum Glück funktioniert mein Internet, sodass ich anfangen kann, von unserem nächsten Baby zu berichten.

Seit gut anderthalb Jahren sitzen Jacqueline Boy und ich nun bereits an diesem Projekt, es war also wirklich eine lange Schwangerschaft.

Nicht jedes Kind bekommt, was es sich wünscht

ist hauptsächlich ein soziales Projekt. Das etwas andere Buch. Ein besonderes Buch.
 
Es erzählt auf 176 Seiten zahlreiche Geschichten. 

Kinder, Eltern, Mediziner aber auch prominente Paten schildern, wie sie mit jedem einzelnen Schicksal, was hinter diesen Geschichten steht, umgehen.


Noch sind wir nicht ganz durch. Das Buch wird in den kommenden Tagen in die Druckerei gehen und seine Premiere am 18.März auf der Leipziger Buchmesse feiern.
Aber ich kann euch bereits jetzt schon verraten, dass ich bei der Arbeit an diesem Buch mehrmals geweint, geschluchzt aber auch geschmunzelt habe. Dieses Buch ist ein Aufruf ans Leben, ein Aufruf gegen Ignoranz, Kälte und Vereinsamung.

Stellvertretend für die Vielzahl an Fotos, die das Buch verschönern, möchte ich euch heute zwei zeigen.




Kinderschutzengel Wolfgang Bahro mit Bärchen auf der Kunstauktion: "Kinder malen". Bärchen litt an einer seltenen Krankheit und verstarb im Frühjahr 2011.


Kinderschutzengel Jaroslav Drobny mit einer Mama, nur wenige Stunden nach der lebensrettenden Transplantation ihres Sohnes. Lino hat es geschafft, ihm geht es heute gut. Der fußballbegeisterte Junge kann bereits seit einiger Zeit seinem Lieblingshobby wieder nachgehen.


Ich werde euch in den kommenden Wochen immer mal ein Update liefern.

Nicht jeder kann ein Kinderschutzengel sein. Aber jeder könnte einen Organspendeausweis mit sich tragen.

Sonntag, 12. Februar 2012

Verlosung

Wer in den vergangenen Wochen aufmerksam diesen Blog gelesen hat, wird bereits auf unsere Verlosung warten. Ich hatte sie einmal kurz angekündigt.


HIER IST SIE - unsere allererste Verlosung

Was gibt es zu gewinnen?
 



Drei Preise stehen bereit.

1.Platz
Eine Einladung (Tageskarte) für die Leipziger Buchmesse für einen Tag seiner Wahl, ein signiertes Buch - wobei er oder sie zwischen Kabischubi und Noel wählen darf -, eine Tasse, der Gewinner darf zwischen Kabischubi und Noel wählen, sowie ein T-Shirt mit dem Motiv seiner Wahl

2. Platz
Ein signiertes Buch und eine Tasse, und zwar die, die der Erstplatzierte nicht gewählt hatte.

3.Platz
Das verbliebene T-Shirt mit Kabischubi oder Noel Motiv

Wie könnt Ihr gewinnen?
Ich werde Lose verteilen und zwar nach folgender Aufschlüsselung:

- 3 Lose erhält, wer in seinem Blog von dieser Verlosung erzählt und verlinkt, dazu könnt ihr auch gern das Bild hier aus der Verlosung nehmen

- je ein Los erhält, wer in Twitter und/oder Facebook auf dieses Gewinnspiel hinweist und verlinkt. Wenn ihr also bei Twitter & Facebook auf das Gewinnspiel hinweist, erhaltet ihr zwei Lose.

- ein Los erhält, wer einen Kommentar hier auf dem Blog hinterlässt

Wenn ihr einen Kommentar oder Link hinterlassen habt, sendet mir bitte eine Mail an andrea (at) traumstunden-verlag.com, damit ich alle berücksichtige und nicht aus Versehen, jemand verloren geht.

Diese Verlosung läuft bis zum 28.Februar 2012

Ich wünsche euch viel Glück

Samstag, 11. Februar 2012

Kabischubi will hoch hinaus

Nachdem Fohlen Noel das Herz der Kinder in Sturm eroberte, trampelt bereits Kabischubi mit seinen Beinen. 
















 


Noch treibt er sein Unwesen auf einem LKW, aber wenn alles klappt, kein einbrechender Schneesturm den Transport verhindert, wird am kommenden Dienstag, 14. Februar 2012, Verkaufsstart sein.

Der kleine Kerl ist ziemlich ehrgeizig, er hat so lange gebettelt, bis Stephanie ihm eine eigene Fanseite bei Facebook eingerichtet hat.
Hier könnt ihr ihn besuchen.



Aber damit ist er noch nicht zufrieden.
In den kommenden Tagen startet Kabischubi mit einer eigenen Hompage, auf der neben dem Buch auch Fanartikel erstanden werden können.

Zeichner Markus Erkens hat so tolle Bilder von Kabischubi und seinen Abenteuern angefertigt, dass es schade wäre, diese nur im Buch zu lassen.

Schaut selbst, was dabei herausgekommen ist.


Hier wird sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen sein, denn ich kann schon mal verraten, dass in Stephanies Gehirn noch zahlreiche weitere Geschichten rumpeln und rumoren und nur darauf warten, freigelassen zu werden.

Gleichzeitig möchten sich Kabischubi, Stephanie, Markus und ich bei Euch bedanken. "Kabischubi und die Herzsteine" hat bei Amazon bereits lange vor Verkaufsstart einen Verkaufsrang unter 100 000 erreicht, und das bei einem Bestand von mehr als 3 Millionen Büchern. Diesen Rang verdanken wir nur euch, den Lesern, respektive den Vorbestellern.

Kabischubi und die Herzsteine bei Amazon 9,90 Euro versandkostenfrei


Wer die Autorinnen hautnah erleben möchte:
Prisca Dussling, die Autorin von "NOEL" und Stephanie Urbat-Jarren, die Autorin von "Kabischubi und die Herzsteine" lesen und signieren am 17. März 2012 auf der Leipziger Buchmesse.
Die genauen Zeiten und Lesebuden erfahrt ihr im Veranstaltungskalender der Leipziger Buchmesse oder
hier

Freitag, 10. Februar 2012

Metapher, Vergleiche & Veranschaulichungen

Nach der unfreiwilligen Pause von gestern, starten wir heute in ein schönes Thema:

Metapher, Vergleiche & Veranschaulichungen
 
Wie oft sagen wir:
"Da kommt mir aber was spanisch vor."
"Ihr Gesicht glich einer Kalkwand."


Unbewusst nutzen wir hier weitere Fähigkeiten des menschlichen Gehirns. Zum einen verschmelzen bei einer Metapher zwei Bilder in einem Sinnzusammenhand. Im Vergleich dagegen malen wir ebenfalls Bilder und verstärken eine Aussage.

Vergleiche sind zum Beispiel:
Ihr Hosenanzug war so weiß, wie ... Schnee, herabfallende Kirschblüten ...
Seine Frisur ähnelte den Haaren von ... Einstein ...
Der Morgen roch nach ... frisch gewaschener Wäsche, frischem Kaffee und warmen Brötchen ...

Die Möglichkeiten sind unendlich.
 

Bekannte Metapher lauten:
Mir ist gestern das Herz in die Hose gerutscht.
Ach vergiß es, das ist doch Schnee von gestern.
Er hat ihr das Herz gebrochen.

Nichts von dem ist real geschehen, aber wir haben unbewusst ein Bild vor Augen.

In der Veranschaulichung geht der Autor noch einen Schritt weiter. Er macht abstrakte Dinge sichtbar. Um eine bestimmte Sache besser erläutern zu können, damit sie dem Leser länger im Gedächtnis haften bleibt, verpackt er die Weisheit in eine Veranschaulichung. 

In einem Beispiel möchte ich euch vorstehende Dinge  zeigen. W.Somerset Maugham schrieb in: "Aus meinem Notizbuch" das Stimmungsbild eines Tannenwaldes:

Zitat: Der Tannenwald war still und kühl, er passte zu meiner Stimmung. Die höhen Stämme, gerade und schlank wie Schiffsmaste; der zarte Wohlgeruch; das gedämpfte Licht; der purpurne Nebeldunst, so fein, dass man ihn kaum wahrnehmen konnte, nur wie ein Hauch von Wärme in der Atmosphäre - das alles gab mir wunderbare Ruhe. Meine Schritte in den braunen Nadeln waren geräuschlos, der Fuß trat weich und leicht auf. Der Duft erfüllte mich mit einschläferner Trunkenheit, wie orientalisches Rauschgift. Die Färbungen waren so weich, dass es unvorstellbar schien, wie Pinsel und Farbe sie hätten wiedergeben können: die Luft umhüllte alle Formen und löste ihre Umrisse auf. Eine angenehme, nicht mehr analysierbare Träumerei hielt mich gefangen, ein Gleiten in halb genießerischem Gefühl."

Wow. Riecht ihr das auch? Hört ihr das Rascheln der Nadeln unter seinen Füßen? Natürlich hätte er es auch einfacher schreiben können, aber wäre dann ein so romantisches Gefühl in uns entstanden?

Setzt euch einfach mal hin und notiert euch aus vorstehendem Zitat, welche Sinneswahrnehmungen ihr gefunden habt. Übt euch selbst, indem ihr auf einem Zettel einfach mal einige Metapher oder Vergleiche notiert. Dieser Zettel wandert dann mit in die Materialsammlung.
Viel Spaß dabei!

Wichtig ist natürlich folgender Rat: Weniger ist mehr!
Auf keinen Fall sollte der gesamte Roman nur aus Vergleichen und Metaphern bestehen. Bitte dosiert hier sorgfältig.



Mittwoch, 8. Februar 2012

Das erste der fünf Elemente des Schreibens - Beschreiben

In diesem Artikel möchte ich teilweise Kollegen zu Wort kommen lassen. Damit sich niemand meiner Leser angegriffen fühlt, werde ich bekannte und "große" Autoren zitieren.

Gestern schrieben wir vom Unterschied zwischen Bericht und Erzählung.
Hier ein Beispiel:
Das Schlafzimmer ist rechteckig und hat weiße Wände. In der Mitte steht ein Bett. An der Wand steht ein durchgehender Schrank. Vor dem Fenster hängt ein Vorhang. Auf dem linken Nachtschrank steht eine Leuchte, auf dem linken ein Kaktus. 
Auf dem Bett liegt eine blaue Decke, auf der sich eine Katze räkelt.

Welcher Leser findet diese Schilderung interessant? Spannend schon gar nicht. Das ist ein nüchternes Aufzählen von Tatsachen. Wichtiger ist, dass der Autor zu dem, was er schreibt einen Bezug findet. Der Autor stellt klar, was er liebt, was er hasst und was sein Herz berührt.

Beschreiben ist ein Schreiben mit allen Sinnen. 

Kurz und knapp ist damit alles gesagt, aber Halt, ist es das wirklich?

Welche Sinne stehen uns zur Verfügung?
Sehen
Hören
Riechen
Schmecken

Mir machte neulich eine Rezensentin eines der größten Komplimente, die ein Autor erfahren kann. Sie schrieb: "Das Buch nimmt an Fahrt unbeschreiblich auf und ich habe mich verloren in den Weiten Kanadas, habe gerochen, was Andrea El Gato beschreibt, habe es geschmeckt und vor meinem Auge genau sehen können. Ich hatte Hunger und ich habe mitgefroren, mir taten alle Knochen weh und ich habe geweint. Ich habe die Vögel gehört und das Plätschern des Wassers, war fassungslos und wütend ob der Unverfroren- und Hinterlistigkeit.
Ich habe mich verliebt, in Emma und Gui-k'ate."

Nehmen wir als Beispiel Isabell Allende in "Geisterhaus"

"Durchs Fenster des Zuges sah er die Landschaft des Haupttals an sich vorüberziehen, große Felder am Fuß der Kordilleren, üppige Weingärten, Getreide, Alfalfa, Maravilla. Er verglich sie mit den unfruchtbaren Ebenen im Norden, wo er zwei Jahre lang in einem Loch inmitten einer wilden, mondhaften Natur gelebt hatte, an deren schrecklicher Schönheit er sich nicht hatte satt sehen können, fasziniert von den Farben der Wüste, den Blautönen, dem Violett, dem Geld, den offen zutage liegenden Erzen."

Die Haupteigenschaft hier liegt auf dem Sehen. Isabell Allende hat einen Vergleich eingebaut, Farben, Namen der Pflanzen und den Namen der Gegend. Also kommen hier noch zusätzlich zum Sehen, Details hinzu, die vor dem Leser ein Bild entstehen lassen.

In einer Szene im "Portrait in Sepia" legte Isabell Allende eher Augenmerk auf einen weiteren Sinn: Hören

"Ich wurde im ersten Morgenlicht geboren, aber in Chinatown gehen die Uhren anders, und um diese Stunde fängt das Handelsgeschäft an, rumpeln unablässig die Lastkarren durch die Straßen, tönt aus den Käfigen das traurige Jaulen der Hunde, die auf das Messer des Kochs warten."

Läuft es euch nicht eiskalt den Rücken herunter, wenn ihr das lest? Sie schreibt nicht einfach: Ich wurde am 7.Mai um fünf Uhr geboren. In Chinatown beginnt um diese Zeit das Handelsgeschäft, es fahren Lastwagen die Straßen herab.

Nein, das Verb "rumpeln", verstärkt die Handlung. Das traurige Jaulen der Hunde rührt unser Herz. 

Genauso könnt ihr mit den anderen Sinnen verfahren.

Beschreibt, was ihr riecht oder wie etwas schmeckt. Übt euch darin, aufmerksamer durchs Leben zu gehen, und diese Dinge zu notieren. Denkt ans Klauen mit Augen und Ohren.

Oft sind die kleinen, feinen Details, die das Interessante an einer Geschichte ausmachen. Der kleine Leberfleck an der linken Wange, die blühende Amaryllis, der rote Henkeltopf mit der abgestoßenen Stelle. Übt euch im Wahrnehmen von Details. 

Ihr könntet gerade jetzt in der Kälte einen Spaziergang unternehmen und euch hinterher an eurem Schreibtisch setzen und eure Eindrücke schildern. Wie fühltet ihr euch? Wie roch es? Was hörtet ihr? Begegnete euch jemand? Wie sah er aus? War seine Nase rot gefroren? Lief der Schnodder? Waren seine Hände kalt? Was hatte er für Schuhe an? Wie fühlte es sich an, als ihr unterwegs an einer Bäckerei vorbeikam, aus der der Duft frischen Gebäcks herausquoll?

Ihr merkt sicher, diese Liste ließe sich fortführen.
Aber für heute reicht das vollkommen.

Morgen üben wir uns einem weiteren wichtigen Punkt zum Thema Beschreiben. Und zwar den Vergleichen, Veranschaulichen, Metaphern


Dienstag, 7. Februar 2012

Die fünf Formelemente des Schreibens

Auch wenn an dieser Stelle der eine oder andere Autor Neuland betritt, lade ich euch alle ein, gemeinsam mit mir diesen Schritt zu wagen.

Unbewusst werdet ihr diese Elemente mit Sicherheit bereits gebraucht haben, aber wenn wir alle Elemente besprochen haben, werdet ihr mit Sicherheit in folgenden Projekten mehr darauf achten und das Schreiben wird euch leichter fallen.

Wie wir wissen gibt es verschiedene Grundfarben für den Zeichner, die dieser in einer perfekten Komposition vermischt, um sein Bild mit Höhen und Tiefen auszustatten. Genauso ist es in der Schreiberei.
Ein Märchen ist etwas anderes wie ein Bericht. Eine Erzählung keine Gebrauchsanweisung. Um hier besser zu differenzieren, gibt es:

Beschreiben
Erzählen
Begründen
Erklären
und den Dialog

Das waren sie schon. Hören sich gar nicht so schlimm an, oder?

Nehmen wir doch einfach einmal den Unterschied zwischen einem Bericht und einer Erzählung.

Der Bericht beleuchtet Fakten- Wer? Was? Wo?
Er liefert nur kurze Aussagen, ohne die näheren Umstände zu beleuchten. Er hat seinen Zweck vollkommen erfüllt, wenn er stimmige Daten und Fakten liefert. Hier steht die reine Information im Mittelpunkt.

Die Erzählung dagegen liefert ausschmückende Elemente, wie zum Beispiel eine Begründung.
Wie? Weshalb?
 
Eine Erzählung benötigt handelnde Figuren mit Motiven für ihr Handeln. Warum handelt derjenige so? Was fühlt er dabei? Wieso handelt er nur so und nicht anders?
Gleichzeitig benötigt die Erzählung einen überzeugenden Schluss. Dieser sollte mit den Beweggründen der Handlung verknüpft sein.

Für heute war es das bereits, morgen steigen wir etwas tiefer ein. Wir werden uns morgen intensiver mit dem Thema "Beschreiben" auseinandersetzen.


Montag, 6. Februar 2012

Die Unantastbarkeit eines Manuskriptes

Die neue Woche startet mit einer Fortsetzung der kleinen Schreibschule!

Ich möchte mich bei jedem einzelnen Leser der vergangenen Wochen bedanken, ebenso für die zahlreichen Mails, die mir bestätigen, dass ihr dieses kostenfreie Hilfsangebot zu schätzen wisst.

Aber heute beschäftigen wir uns mit einem Thema, was nicht wirklich jeder von euch mag.
Das Thema lautet:  
            Überarbeiten

Im Laufe meiner fast vierjährigen Arbeit als Lektorin und dreijährigen Arbeit als Verlegerin sind mir verschiedene Arten von Autoren begegnet.

Die erste Gruppe sind die Autoren, die gern schreiben, sich aber überhaupt keine Gedanken um Logik, Rechtschreibung und Grammatik machen. Von dieser Gruppe höre ich dann: "Dazu ist doch der Lektor da. Der kann das dann machen."

Die zweite Gruppe besteht aus den Autoren, die ihren Text als unfehlbar und unantastbar sehen. Diese Autoren kämpfen um jedes Wort, fühlen sich persönlich angegriffen, wenn ein Fremder, wie zum Beispiel der Lektor, an ihrem Text vergreift.

Schlussendlich die dritte Gruppe, die diese beiden Stufen bereits hinter sich gelassen haben und die Überarbeitung ihres Manuskriptes als kreativen Reifeprozeß betrachten.

Ich möchte in diesem Artikel nicht meine Arbeit beleuchten, sondern die Überarbeitung eines Manuskriptes bevor ihr es einem Verlag vorlegt.

Denn: Das Überarbeiten gehört zu den wichtigsten Tätigkeiten eines Schriftstellers. Und wer das nicht kann, wer nicht in der Lage ist, sein eigenes Geschreibe zu überprüfen und nachzubearbeiten, hat nicht das Recht, sich Schriftsteller zu nennen.

Aus welchen Teilbereichen besteht das Überarbeiten überhaupt?

Zum einem aus dem Kürzen und Streichen.

William Stunk schrieb in "Elements of Style" übersetzt von Gabriele L. Rico on "Garantiert schreiben lernen":
Zitat: "Ein Satz sollte keine überflüssigen Wörter, ein Absatz keine überflüssigen Sätze enthalten, so wie eine Zeichnung keine überflüssigen Striche und eine Maschine keine überflüssigen Teile enthalten sollte. Das heißt nicht, dass der Autor nur kurze Sätze schreiben und auf alle Einzelheiten verzichten muss, sondern dass jedes Wort bedeutsam sein soll."
Ein weiterer Bereich ist das Erweitern.

Oft erlebe ich, dass bestimmte Figuren, Orte oder Empfindungen zu undeutlich oder schwach angedeutet sind. Hier empfiehlt es sich, diese Dinge stärker herauszuarbeiten. Notizen und Personenbeschreibungen, die der Autor sich angelegt hat, sind hier hilfreiche Instrumente.

Rechtschreibung und Grammatik

Der Duden Korrektor ist ein machtvolles Hilfsinstrument und mittlerweile für wenig Geld zu bekommen. Aber Achtung! Der Duden Korrektor kann nicht denken. Im Deutschen gibt es viele so genannter "Teekesselchen." Das sind Wörter mit gleicher oder ähnlicher Schreibung, aber unterschiedlicher Bedeutung.

Einige Beispiele:
Wagen/wagen
Der Wagen bog um die Ecke. Sie wagen sich aus der hintersten Ecke heraus.
Mehrteiler/Meerteiler
Ein Mehrteiler ist ein Kleidungsstück, ein Musikstück oder ein Theaterstück, was aus mehreren Teilen besteht.
Meerteiler gibt es nur einen und zwar Moses.
Bogen/bogen
Er schoss den Pfeil mit dem Bogen ab. Sie bogen um die Ecke.

Duden Korrektor kann schon viel. Aber das Denken kann er nicht abnehmen. 

Zeitfolge
Der Autor sollte sich unbedingt einen Zeitstrahl anlegen, an dem er die zeitliche Abfolge seiner Ereignisse kontrolliert.

Logik
Stimme die Daten und Fakten, die der Autor nennt? Oft sind hier zahlreiche mühselige Recherchearbeiten notwendig. Aber nichts ist peinlicher, als wenn, wie ich es an anderer Stelle bereits schrieb, die Hamburger Alster auf einmal in Düsseldorf landet.

Der Autor sollte seinen Text laut lesen. Oft. Dabei sollte er folgende Fragen im Hinterkopf behalten:

Kann ich den Satz einfacher gestalten?
Kann ich mich verständlicher ausdrücken?
Habe ich Klischees eingefügt oder meine eigenen Worte benutzt?
Sind Rechtschreibung und Zeichensetzung in Ordnung?
Bin ich meiner roten Linie gefolgt und habe das geschrieben, was ich mir vorgenommen hatte?

Sol Stein schrieb in "Über das Schreiben" einige harte, aber wahre Worte. Zitat: An seiner Einstellung zur Revision eines Textes kann man den echten Autor vom Möchtegernautor unterscheiden. Ein guter Autor, ob Amateur oder Profi, empfindet die Überarbeitung seines Textes als willkommene Gelegenheit, Worte, Sätze, Absätze oder ganze Kapitel zu streichen, die nicht den gewünschten Effekt haben, und andere, gelungenere, noch zu verbessern.

Wohl wahr diese Worte. In diesem Sinne bitte ich euch, eure Manuskripte, egal ob Kurzgeschichte oder Roman, vor der Einreichung in einen Verlag zu überarbeiten.
Der Lektor wird es euch danken!

Morgen zeige ich euch die fünf Formelemente des Schreibens.

Freitag, 3. Februar 2012

Johanna Jones & der Ursprung der Vampire

Das Ende der Woche naht und somit das Ende meiner Titelvorstellungen.

Heute möchte ich euch  
"Johanna Jones & der Ursprung der Vampire"  
von Jeannine Neise 
vorstellen.
Mit diesem Buch wagen wir ein Experiment in die Gefilden der Vampire. Aber lassen wir Johanna Jones selbst zu Wort kommen:

Leseprobe:

Vergiss alles, was Du zu wissen glaubst. Denn es gib uns wirklich!
Es existieren so viele Geschichten, Mythen und Legenden über Vampire]und doch gelingt es nur wenigen Schriftstellern, die Wahrheit über uns zu berühren.
Die Wahrheit ist, dass die Wissenschaft uns bereits sehr nahe gekommen ist. So nahe, dass sie uns schon fast berühren kann. Und dennoch lassen wir uns nicht erwischen - noch nicht!
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob die Menschen überhaupt für die Wahrheit bereit sind, denn sie ist nicht immer schön und vor allem nicht ungefährlich.
Aus diesem Grund ist es manchmal einfach besser, sie mit einer Lüge leben zu lassen, als sie mit einer Wahrheit zu konfrontieren, die sie nicht verstehen würden. Andererseits wird auch dieses Buch nur eines von vielen sein. Eine weitere Geschichte, die Fragen aufwerfen und vermeintliche logische Erklärungen liefern wird. Niemand wird glauben können, was ich zu erzählen habe.
Es wird also nur ein weiteres Werk einer wundervollen Fantasie sein.
Ich möchte euch erzählen, was es mit uns Vampiren in Wirklichkeit auf sich hat.
Es existieren einfach zu viele Mythen und Legenden und doch entspricht nichts dem, was wir wirklich sind. Sicherlich steckt in jeder Geschichte immer ein Quäntchen Wahrheit, mal mehr und mal weniger. Einige von euch sind der Realität  sogar so nahe gekommen, dass sie sich fast die Finger verbrannt  haben.
Aber wir sind Meister der Tarnung und so anpassungsfähig wie ein Chamäleon.
Ihr könnt also nur wissen, was wir bereit sind, euch an Informationen zu geben.
Im Grunde sind auch wir nur Menschen mit kleinen Besonderheiten, die uns von dem Rest der Menschheit unterscheiden. Erste Aufzeichnungen von Blut trinkenden Nachtwesen belegen dies.
Unsere Rasse ist bereits sehr alt. Wir existieren nun schon seit fast dreitausend Jahren und seitdem leben wir unter euch. Die meisten von uns blieben bis heute unentdeckt, auch wenn hin und wieder mal jemand aus der Reihe fällt. Es fanden sogar große, heftige und sehr blutige Kriege unter uns statt, in die Menschen hineingezogen und getötet wurden. Außerdem sind einige so genannte Vampire im Laufe ihres langen Lebens unvorsichtig geworden. Entweder blieben sie zu lange an einem Ort oder verrieten sich durch eine ungezügelte Blutgier. Erst so seid ihr auf unsere Existenz aufmerksam geworden.
Ja, wir leben unter und mit euch, wir gehen in die Schule und begleiten euch zum Arbeitsplatz in die Bank. Wir sind der nette Nachbar von nebenan oder beraten in rechtlichen Angelegenheiten, stehen in der Politik oder in den Medien.
Vielleicht lebt sogar einer von uns in eurem Haus? Wer kann das schon so genau sagen?
Aber ich kann einige große Irrtümer der Menschen, was uns angeht, ausräumen.
Denn mein sehnlichster Wunsch ist  ein friedliches und tolerantes Leben gemeinsam mit den Menschen und nicht nur in heimlicher Weise unter ihnen.

Johanna Jones & der Ursprung der Vampire, erscheint voraussichtlich im März 2012 im Verlagshaus Traumstunden el Gato
ISBN: 978-3-943596-04-5 Preis noch offen