In Vorbereitung auf diesen Blogbeitrag habe ich in meine aktuelle Dudenausgabe geblickt. Sie enthält 135.000 Einträge. Ein vollständiges Wörterbuch der deutschen Sprache enthält ungefähr 500.000 Einträge.
Nutzen tun wir jedoch im Schnitt nicht mehr als 60 - 100.000 Wörter. Eine herausragende Ausnahme stellte Goethe dar, dem ein Sprachwortschatz von mehr als 200.000 Wörtern nachgesagt wurde.
Nutzen tun wir jedoch im Schnitt nicht mehr als 60 - 100.000 Wörter. Eine herausragende Ausnahme stellte Goethe dar, dem ein Sprachwortschatz von mehr als 200.000 Wörtern nachgesagt wurde.
Mark Twain stellte fest: "Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit."
Aber genau hier fängt die Schwierigkeit an.
Wir haben eine Geschichte im Kopf, komplett mit allem, was eine gute Erzählung ausmacht: unsere Figuren, der Konfikt oder das Drama, die Handlung und die damit verbundene Lösung.
Während ein Maler Pinsel und Farben, Hell und Dunkel benutzt, um seine Gedanken aufs Papier zu bringen, haben wir, die Schreibenden, die Macht des Wortes.
Jeder von uns kennt Behördenbriefe. Einfach gruselig. Verklausuliert, verschachtelt ... unverständlich.
Der schwäbische Dichter Thaddäus Troll hat hierzu eine herrliche Parodie aufgeschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Zitat: "Bewusste Person ist eine als hierorts wohnhafte, noch unbeschulte Minderjährige, aktenkundig erfasst, welche durch ihre unübliche Kopfbedeckung gewohnheitsmäßig Rotkäppchen genannt zu werden pflegt. Der Mutter besagter R. wurde seitens ihrer Mutter ein Schreiben zustellig gemacht, in welchem dieselbe Mitteilung ihre Krankheit und Pflegebedürftigkeit machte."
Alles klar?
Natürlich kommt es auch auf unsere Zielgruppe an. Während der Autor in einem Kinderbuch eher schlichte, einfache Wörter verwendet, wird er in einem Roman durch den treffenden Ausdruck neugierig machen.
In der Regel ist das kurze, ungekünstelte, einfache Wort am wirkungsvollsten. Auch wenn ich als Autor vielleicht 150.000 kenne, kann ich dies nicht von meinem Leser erwarten. Aber eine einfache Sprache wird von den meisten Menschen verstanden. Zu einfach sollte sie nun aber auch wieder nicht sein. Hier fängt nun die Kunst an.
Als Schreibende jonglieren wir mit der Sprache, wie der Künstler mit den Bällen. Je besser wir mit den einzelnen Wörtern jonglierenm je bildreicher, je klarer, umso besser kann der Leser unseren Ausführungen folgen.
In einem der vorherigen Blogbeiträge schrieb ich etwas von Teekesselchen. Ein deutsches Wort mit zwei Bedeutungen. Dazu gibt es noch die Bedeutungsnuance. Ich kann gehen, laufen, sprinten, hechten ... spürt ihr den Unterschied in den Bedeutungen?
Sprachforscher sagen, dass die deutsche Sprache eine der reichsten, farbigsten und zugleich anpassungsfähigsten Sprachen der Welt sei. Also nutzen wir sie.
Zum Glück stehen wir nicht allein.
Von Duden gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Das Duden Fremdwörterbuch, das Duden Bedeutungswörterbuch, das Synonymwörterbuch, es gibt den Band 9: Richtiges und gutes Deutsch und Band 11: Redewendungen.
Natürlich kommt es auch auf unsere Zielgruppe an. Während der Autor in einem Kinderbuch eher schlichte, einfache Wörter verwendet, wird er in einem Roman durch den treffenden Ausdruck neugierig machen.
In der Regel ist das kurze, ungekünstelte, einfache Wort am wirkungsvollsten. Auch wenn ich als Autor vielleicht 150.000 kenne, kann ich dies nicht von meinem Leser erwarten. Aber eine einfache Sprache wird von den meisten Menschen verstanden. Zu einfach sollte sie nun aber auch wieder nicht sein. Hier fängt nun die Kunst an.
Als Schreibende jonglieren wir mit der Sprache, wie der Künstler mit den Bällen. Je besser wir mit den einzelnen Wörtern jonglierenm je bildreicher, je klarer, umso besser kann der Leser unseren Ausführungen folgen.
In einem der vorherigen Blogbeiträge schrieb ich etwas von Teekesselchen. Ein deutsches Wort mit zwei Bedeutungen. Dazu gibt es noch die Bedeutungsnuance. Ich kann gehen, laufen, sprinten, hechten ... spürt ihr den Unterschied in den Bedeutungen?
Sprachforscher sagen, dass die deutsche Sprache eine der reichsten, farbigsten und zugleich anpassungsfähigsten Sprachen der Welt sei. Also nutzen wir sie.
Zum Glück stehen wir nicht allein.
Von Duden gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Das Duden Fremdwörterbuch, das Duden Bedeutungswörterbuch, das Synonymwörterbuch, es gibt den Band 9: Richtiges und gutes Deutsch und Band 11: Redewendungen.
Ich möchte jetzt keine Werbung für Duden machen, aber so wie jeder Handwerker ordentliches Werkzeug benötigt, braucht ein Autor dies ebenfalls. Alternativ und kostengünstiger gibt es:
http://synonyme.woxikon.de oder
http://wortschatz.uni-leipzig.de/abfrage/
Morgen möchte ich euch eine Übung zu diesem Thema vorstellen, sowie die Frage beantworten: Was macht unsere Sprache attraktiv?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen