Autoren stoßen im Lektorat öfter auf die Aufforderung: "stärkeres Verb wählen" oder "Ausdruck verstärken".
Wieso schreibe ich das?
Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, sollte der Autor beim Leser ein Bild erzeugen.
Wieso schreibe ich das?
Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe, sollte der Autor beim Leser ein Bild erzeugen.
Ein Beispiel:
Der alte Mann ging über die Straße.
An diesem Satz ist nichts verkehrt. Aber er ist farblos, nichtssagend.
An diesem Satz ist nichts verkehrt. Aber er ist farblos, nichtssagend.
Was passiert bei euch, wenn der Satz wie folgt lautet:
Der alte Mann schlurfte mühsam, sein linkes, von Schmerzen gepeinigtes Bein, hinter sich herziehend, über die Straße.
Hier entsteht ein bestimmtes Bild. Das Bild eines alten Mannes, wie er sich mühsam über die Straße quält. Ein Bild, was uns tagtäglich im Alltag begegnet.
oder
Der alte Mann huschte im fahlen Dämmerlicht über die stille Seitenstraße, die Schatten der Hauseingänge stets im Auge behaltend.
Hier erscheint ein ganz anderes Bild. Die Begriffte: Dämmerlicht, fahl, still, dunkle Hauseingänge suggerieren eine gewisse Heimlichkeit, die durch das Verb huschen verstärkt werden.
Oft beschreiben Autoren falsche Emotionen. Ihnen fehlt also das richtige Wort, das Wort, das die Erzählung vorantreibt, sie attraktiv macht.
Natürlich sind allgemeine Ausdrücke bequem, weil ständig parat. Bauen wir doch an unserem Wortschatz, indem wir ihn durch die passiven Wörter erweitern, die in unserem Gehirn schlummern. Das sind die Wörter, die wir zwar kennen, aber nie oder selten nutzen.
Ich hatte euch gestern eine Übung versprochen, auf gehts!
Nachstehend schreibe ich 20 Wörter auf und zu jedem Wort verschiedene Begriffsmöglichkeiten. Bitte sucht im Wörterbuch, welche der Erklärungen dem Begriff am nächsten kommt. Wenn ihr euch sicher seid, geht das natürlich auch ohne Wörterbuch.
Natürlich sind allgemeine Ausdrücke bequem, weil ständig parat. Bauen wir doch an unserem Wortschatz, indem wir ihn durch die passiven Wörter erweitern, die in unserem Gehirn schlummern. Das sind die Wörter, die wir zwar kennen, aber nie oder selten nutzen.
Ich hatte euch gestern eine Übung versprochen, auf gehts!
Nachstehend schreibe ich 20 Wörter auf und zu jedem Wort verschiedene Begriffsmöglichkeiten. Bitte sucht im Wörterbuch, welche der Erklärungen dem Begriff am nächsten kommt. Wenn ihr euch sicher seid, geht das natürlich auch ohne Wörterbuch.
1) Anschein - Anspruch, Aussehen, Störung, Verheimlichung
2) geneigt - unwillig, bereit, freudig, straff
2) geneigt - unwillig, bereit, freudig, straff
3) Nachwelt - Folgeerscheinung, Abkömmling, Nachwirkung
4) reduzieren - missachten, verführen, vermindern, entfernen
5) pudelwohl - prächtig, dick, gutgelaut, robust
6) Sympathie - Verhängnis, Mitgefühl, Krankeitsursache, Zuneigung
7) Konzept - Vertrag, Musikstück, Entwurf, Meinung
8) abstinent - dreist, unerbittlich, enthaltsam, aufdringlich
9) latent - altertümlich, geduldig, riesengroß, verborgen
10) passiv - verlogen, lebhaft, untätig, leidenschaftslos
11) brünett - gebräunt, kess, dunkelhaarig, abweisend
12) Kategorie - Klasse, Mischung, Kartei, Forderung
13) artikulieren - geziert reden, buchstabieren, deutlich aussprechen, fordern
14) joval - eiförmig, gönnerhaft, elegant, massig
15) insistieren - zugeben, einsetzen, nachdrücklich beharren, beleidigen
16) verfänglich - streitsüchtig, heikel, taktlos, rüde
17) demontieren - abwerten, protestieren, vorführen, abbauen
18) dementieren - verpetzen, irre reden, verdauen, widerrufen
19) skurril - grillenhaft, lärmend, verschnörkelt, wunderlich
20) Potpourri - Mixtur, musikalisches Arrangement, eingemachtes Obst
War nicht schwer oder?
Was haltet ihr davon, wenn ihr jetzt noch ein wenig weiter in die Tiefe geht? Sucht euch zehn Wörter aus den oben genannten aus und sucht aus einem Wörterbuch oder aus dem Synonymwörterbuch Begriffe heraus, durch die diese Wörter ersetzt werden könnnten.
So erweitert ihr poco a poco euren eigenen Wortschatz.
Die Quintessenz des heutigen Beitrages sollte für euch also sein, dass Geschichten lebendiger und somit attraktiver werden, wenn ihr den passenden Ausdruck oder das richtige Wort findet. Benutzt Wörterbücher, schreibt euch Begriffe auf Karteikarten und sucht die Bedeutungen heraus.
So erweitert ihr poco a poco euren eigenen Wortschatz.
Die Quintessenz des heutigen Beitrages sollte für euch also sein, dass Geschichten lebendiger und somit attraktiver werden, wenn ihr den passenden Ausdruck oder das richtige Wort findet. Benutzt Wörterbücher, schreibt euch Begriffe auf Karteikarten und sucht die Bedeutungen heraus.
Eine wichtige Neuigkeit möchte ich gleich noch mit auf den Weg bringen:
Ab sofort hat das Verlagshaus Traumstunden eine eigene Fanpage bei Facebook. Wir freuen uns über jeden, der den "gefällt mir" Button drückt und so die Lesergemeinschaft verstärkt.
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"Kabischubi und die Herzsteine" schlägt sensationell auf dem deutschen Buchmarkt ein, aber leider haben die Grossisten derzeit Schwierigkeiten alle Besteller zu beliefern.
Gern nehmen wir alternativ Bestellungen unter bestellung (at) traumstunden-verlag.com
entgegen. Diese werden sofort ausgeliefert.
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