Freitag, 13. April 2012

Das Lachen des Kookaburra




Heute kommen wir nun zum dritten Titel.
Das Lachen des Kookaburra, der zauberhafte Liebesroman mit einer Kulisse, die wir uns alle erträumen: Australien.

Egal wo wir bislang dieses Buch vorgestellt haben, waren die Leser begeistert. 

Hier die Leseprobe:

David Hunter war ein echtes Kind Australiens. Geboren in diesem Land, hatte er die ersten Jahre seines Lebens auf einer
Schweinefarm in der Nähe von Penola verbracht. Sein Vater,
Geoffrey, war ein einfacher Mann. Als Nachkomme einer endlosen Kette von Hunters hatte er sein ganzes Leben lang
nichts anderes getan als seine Vorfahren auch, nämlich in
Südaustralien Schweine gezüchtet. Er war ein stolzer Mann,
der sein Land liebte. Und es war für ihn keine Frage, dass er
die Farm einmal an seinen einzigen Sohn weitergeben würde,
so wie es in der Familie seit vielen Generationen Tradition
war. Doch eine lang anhaltende Dürre zwang die Hunters,
ihre Farm aufzugeben, und schweren Herzens verkauften sie
das Land ihrer Väter. In Mount Gambier bekamen sie das Angebot, ein kleines Café zu übernehmen. Da Eloise, Geoffreys
Frau, schon immer mit Leib und Seele gekocht und gebacken
hatte, schien ihnen dies keine schlechte Wahl zu sein. Mit
dem Geld, das sie durch den Verkauf ihres Landes erzielten,
und mithilfe eines Bankkredits eröffneten sie das Pig &
Whistle. Hier boten sie vielfältige Teesorten, Kaffee und
Milchshakes an, sowie frische scones, waffles und kleine, mit
verschiedenen Zutaten gefüllte pies. Schnell sprach sich in
der Stadt herum, dass es in dem einfachen, aber netten Café,
das etwas abseits der Hauptstraße lag, viele kleine Köstlichkeiten gab. Das Geschäft lief gut. Für David war es von Anfang an selbstverständlich mitzuhelfen. Wenn er nachmittags aus der Schule heimkehrte, band er sich voller Stolz eine Schürze um und ging den Eltern zur Hand. Er liebte diese Arbeit.
Und wenn er ehrlich war, vermisste er die unzähligen
grunzenden und quiekenden Schweine in den weitläufigen,
stinkenden Ställen kein bisschen. Nach Beendigung seiner
Schulzeit übernahm er den Wareneinkauf und die Buchführung
des Betriebes, um seinen Vater zu entlasten, den immer
wieder gesundheitliche Probleme plagten. Für David bestand
kein Zweifel, dass er später einmal das Pig & Whistle ganz
übernehmen würde.

Vom ersten Moment an, als er Rebecca vor der Eisdiele in
der sengenden Hitze stehen sah, hatte er sie wiedererkannt.
Wie könnte er das tollpatschige, zierliche Mädchen, mit dem
er damals auf dem Schulhof zusammengestoßen war, je vergessen?
Ein einziger Blick in ihre grünen Augen genügte, und
er hatte geahnt, dass sie in der Lage sein würde, ihn zu verzaubern.
Gerne hätte er mit seinem Mund ihre weichen, vollen
Lippen berührt. Doch er wehrte sich gegen diese, wie er fand,
unpassenden Gefühle. Schließlich war Rebecca noch Schülerin,
und er befürchtete, dass sie sehr viel jünger war als er.
Mit leisem Bedauern entschloss er sich, das Mädchen aus
dem Kopf zu schlagen. Ab und zu begegneten sie sich, wenn
er Snacks für die Schulcafeteria brachte, doch niemals sprach
er sie an. Das Wiedersehen am Australia Day hatte sein Interesse aber neu entfacht. Während er Rebecca anstarrte,
wurde ihm klar, dass das vermeintlich zu junge Mädchen eigentlich eine wunderschöne Frau war. Sie musste doch älter
sein, als er ursprünglich angenommen hatte. Vielleicht hatte
er sich damals von der Schuluniform täuschen lassen. Jedenfalls faszinierte ihn ihr Anblick, und die Gedanken an sie ließen ihn fortan nicht mehr los.
In den stillen Straßen der Nachbarschaft war kaum jemand
unterwegs. Ein paar Krähen hüpften schimpfend durch die
nachtschwarzen Vorgärten, und das Gekreische der Vögel erheiterte sie. Über ihnen spannte sich ein sternenklarer Himmel, und eine bleiche Mondsichel schimmerte zwischen den
Baumwipfeln hindurch. Die Stämme der Bäume glänzten silbern im Mondlicht. Rebecca erschauerte.
„Du frierst“, stellte David fest. Er zog sein Jackett aus und
legte es ihr um die Schultern. Sie sah zu ihm auf. „Danke“,
sagte sie leise.
David blieb stehen, versuchte, in ihrem Gesicht zu lesen.


Wenn ihr wissen möchtet, wie es weiter geht, und ob sich die beiden noch "kriegen":

"Das Lachen des Kookaburra" 978-3-943596-08-3    12,90 Euro versandkostenfrei

Danke auch an die Lesecommunity "Wir Lesen", die sich freundlicherweise als Rezensent zur Verfügung gestellt hat.

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