Auch wenn uns der Sensenmann am Ende vergangener Woche einen herben Schlag versetzt hat, bleiben wir unserem Motto: "Was uns nicht umhaut, macht uns stark", treu.
Da wir uns nicht unterkriegen lassen, machen wir weiter! Es bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.
Dennoch freue ich mich, Euch eine neue Veröffentlichung bekanntzugeben. Am Donnerstag, den 22.12.2011 beginnt die Auslieferung von
Dennoch freue ich mich, Euch eine neue Veröffentlichung bekanntzugeben. Am Donnerstag, den 22.12.2011 beginnt die Auslieferung von
"Zerbrochenes Glück", von Andrea el Gato.
ISBN:978-3-943596-01-4 12,90 Euro
„Zerbrochenes
Glück“
Andrea el Gato
In Deutschland bekommen weder Jenny noch
Michael Selters aufgrund ihres Alters über 40 in ihren Berufen einen
Arbeitsplatz. Für ihren Sohn wünschen sie bessere Lebensbedingungen. Da Kanada zu
den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard zählt und ein bevorzugtes Einwandererland
ist, emigriert die Familie nach Vancouver. Dadurch öffnet sich auch für mich
das Tor in eine unbekannte Welt, und ich begleite mit Neugier den Weg der
Auswanderer in das Land ihrer Wahl. Doch in Vancouver bleiben ihre Erwartungen unerfüllt.
Erst ihr nachfolgender Wohnsitz in Fort McMurray, eine Stadt im nordöstlichsten
Teil Kanadas in der Provinz Alberta mit umfangreichen Ölvorkommen und somit
auch das reichste Territorium der Region, bringt den ersehnten Wohlstand. Jenny
kann sich sogar für ihren Traumberuf als Doula entscheiden. Demzufolge
bestätige ich zunächst die Aussage des Romans für diese Region: In Deutschland
schlagen sich die Leute um einen Arbeitsplatz und hier schlagen sich die
Arbeitsplätze um die Leute. Aber um welchen Preis? Eindrucksvoll schildert die Autorin, was
für verheerende Folgen der Ölsandabbau für Natur und Mensch bedeutet. Ausgedehnte
Wälder sind durch die Rodung zu unfruchtbaren Mondlandschaften mit Giftteichen
und Schwefelbergen geworden; die Ureinwohner Amerikas leben in Reservaten ohne
Arbeit in Armut; viele ergeben sich dem Alkohol. Einige Familien hausen in
Reservaten hoch im Norden. Dorthin wird Jenny zur Entbindung des ersten Sohnes
der Familie Bighorn gerufen und lernt Sarah, Jack und dessen Bruder Byron
kennen. Infolge eines Blizzards verbringt Jenny, abgeschnitten von der
Außenwelt durch anhaltenden Schneefall, auf engsten Raum mit der Familie die nächsten
drei Wochen, und dringt tiefer in den Lebensstandard der Native ein. Ein
Helikopter holt sie in die Annehmlichkeiten der Zivilisation zurück. Obwohl die
Beschreibung von Fauna und Flora während des ersten Urlaubs von Jenny und
Micheal in Fort Fitzgerald mich beeindruckt, schwingt dennoch unterschwellig
eine Bedrohung mit. Sie bewahrheitete sich, als Jenny, von Bären gejagt, durch
die Wildnis irrt und, von Bienen mit Stichen malträtiert, im Fluss von der
Strömung mitgerissen wird. Aus tiefer Ohnmacht erwacht sie in einer Hütte mit
Byron an ihrer Seite. Seine Ermittlungsergebnisse erschüttern nicht nur Jenny,
sondern versetzen auch mir einen Schock. Byron flieht mit ihr aus der Schutzhütte.
Ich fiebere während ihrer Flucht mit ihnen, die von der Autorin so lebendig geschildert
wird, als wäre sie eine der Flüchtenden. Danach lebt Jenny mit frisiertem Aussehen
unter falschem Namen mit Byron bei seinem Vater Tom in einer Bruchbude. Dort
begreift sie, dass nicht Wohlstand und Besitz das Wichtigste im Leben sind. Durch
Michaels Sucht nach Macht und Reichtum bleibt von der Liebe füreinander nur
noch Asche.
Der Roman ist mitreißend geschrieben und fesselt mich von
Beginn an. Der Schluss steigert meine Spannung auf eine Fortsetzung, die vermutlich
alle meine Fragen entschleiern wird.
Aufgrund der Feiertage liefern wir bis Ende des Jahres (31.12.2011) versandkostenfrei direkt ab Verlag. Bestellungen bitte an
bestellung@traumstunden-verlag.com

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