Dienstag, 20. Dezember 2011

Auch wenn uns der Sensenmann am Ende vergangener Woche einen herben Schlag versetzt hat, bleiben wir unserem Motto: "Was uns nicht umhaut, macht uns stark", treu.

Da wir uns nicht unterkriegen lassen, machen wir weiter! Es bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.
Dennoch freue ich mich, Euch eine neue Veröffentlichung bekanntzugeben. Am Donnerstag, den 22.12.2011 beginnt die Auslieferung von
"Zerbrochenes Glück", von Andrea el Gato.
ISBN:978-3-943596-01-4 12,90 Euro

Nachstehend die erste Rezension:

Rezension
Zerbrochenes Glück“
Andrea el Gato

In Deutschland bekommen weder Jenny noch Michael Selters aufgrund ihres Alters über 40 in ihren Berufen einen Arbeitsplatz. Für ihren Sohn wünschen sie bessere Lebensbedingungen. Da Kanada zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard zählt und ein bevorzugtes Einwandererland ist, emigriert die Familie nach Vancouver. Dadurch öffnet sich auch für mich das Tor in eine unbekannte Welt, und ich begleite mit Neugier den Weg der Auswanderer in das Land ihrer Wahl. Doch in Vancouver bleiben ihre Erwartungen unerfüllt. Erst ihr nachfolgender Wohnsitz in Fort McMurray, eine Stadt im nordöstlichsten Teil Kanadas in der Provinz Alberta mit umfangreichen Ölvorkommen und somit auch das reichste Territorium der Region, bringt den ersehnten Wohlstand. Jenny kann sich sogar für ihren Traumberuf als Doula entscheiden. Demzufolge bestätige ich zunächst die Aussage des Romans für diese Region: In Deutschland schlagen sich die Leute um einen Arbeitsplatz und hier schlagen sich die Arbeitsplätze um die Leute. Aber um welchen Preis? Eindrucksvoll schildert die Autorin, was für verheerende Folgen der Ölsandabbau für Natur und Mensch bedeutet. Ausgedehnte Wälder sind durch die Rodung zu unfruchtbaren Mondlandschaften mit Giftteichen und Schwefelbergen geworden; die Ureinwohner Amerikas leben in Reservaten ohne Arbeit in Armut; viele ergeben sich dem Alkohol. Einige Familien hausen in Reservaten hoch im Norden. Dorthin wird Jenny zur Entbindung des ersten Sohnes der Familie Bighorn gerufen und lernt Sarah, Jack und dessen Bruder Byron kennen. Infolge eines Blizzards verbringt Jenny, abgeschnitten von der Außenwelt durch anhaltenden Schneefall, auf engsten Raum mit der Familie die nächsten drei Wochen, und dringt tiefer in den Lebensstandard der Native ein. Ein Helikopter holt sie in die Annehmlichkeiten der Zivilisation zurück. Obwohl die Beschreibung von Fauna und Flora während des ersten Urlaubs von Jenny und Micheal in Fort Fitzgerald mich beeindruckt, schwingt dennoch unterschwellig eine Bedrohung mit. Sie bewahrheitete sich, als Jenny, von Bären gejagt, durch die Wildnis irrt und, von Bienen mit Stichen malträtiert, im Fluss von der Strömung mitgerissen wird. Aus tiefer Ohnmacht erwacht sie in einer Hütte mit Byron an ihrer Seite. Seine Ermittlungsergebnisse erschüttern nicht nur Jenny, sondern versetzen auch mir einen Schock. Byron flieht mit ihr aus der Schutzhütte. Ich fiebere während ihrer Flucht mit ihnen, die von der Autorin so lebendig geschildert wird, als wäre sie eine der Flüchtenden. Danach lebt Jenny mit frisiertem Aussehen unter falschem Namen mit Byron bei seinem Vater Tom in einer Bruchbude. Dort begreift sie, dass nicht Wohlstand und Besitz das Wichtigste im Leben sind. Durch Michaels Sucht nach Macht und Reichtum bleibt von der Liebe füreinander nur noch Asche.
Der Roman ist mitreißend geschrieben und fesselt mich von Beginn an. Der Schluss steigert meine Spannung auf eine Fortsetzung, die vermutlich alle meine Fragen entschleiern wird.  

Aufgrund der Feiertage liefern wir bis Ende des Jahres (31.12.2011) versandkostenfrei direkt ab Verlag. Bestellungen bitte an
bestellung@traumstunden-verlag.com

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen