Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ich möchte Ihnen und Euch heute in den Literarischen Adventskalender entführen ...

Der Weihnachtsurlaub

Der erste Advent war ein Wintertag, an dem jeder die Wärme besonders
schätzte. Seit dem frühen Morgen wirbelten Schneeflocken durch die Luft. Am Nachmittag steigerte sich der Wind zu einem heftigen Sturm, der die weiße Pracht gegen die Fenster peitschte. Besorgt schaute Irma in das Inferno, wandte jedoch schnell den Blick zu dem festlich gedeckten Tisch und ein zufriedenes Lächeln huschte über ihr Gesicht.
  „Wim, Flori, es gibt Kaffee.“
Dieser Ruf lockte im Nu ihre beiden Männer, den großen und den kleinen, herbei, denn sie liebäugelten bereits seit dem Vormittag mit dem Rosinen-Mandelstollen und den gefüllten Lebkuchen. Als Irma sie am Tag zuvor buk, ließen sich die beiden kaum bremsen, zu sehr reizte ihr Appetit. Auch während der Morgenstunden verscheuchte Irma hin und wieder eine von den beiden Naschkatzen. Trotzdem erwischte sie Flori, der mit dem Finger über den Puderzucker des Stollens strich, ihn ableckte und Rosinen aus der Seite pullte. Wim dagegen stibitzte trotz Irmas Wachsamkeit eins von den mit Kirschmarmelade gefüllten Lebkuchenherzen. Aber jetzt saßen die beiden
Leckermäuler am Tisch, und jeder griff sich sein Lieblingsgebäck.
  „Toll, Mutti – schmeckt super“, quetschte Florian durch seinen mit
Stollen vollgestopften Mund.
  „Iss langsam, Flori! Es nimmt dir doch niemand was weg“, ermahnte sie den Sohn, biss selbst von ihrem Stück Stollen ab, kaute genüsslich und schluckte die Masse hinunter. Bevor sie einen von den Lebkuchen nahm, sagte sie:    „Apropos, da wir gerade beisammen sind, können wir gleich über unseren Weihnachtsurlaub sprechen. Wird höchste Zeit, dass wir buchen. Nicht wahr, Wim?“
Wim, Irmas Ehemann seit fünfzehn Jahren, brummte nur:
  „Hm, ich höre“, und kaute weiter.
Florian stimmte der Mutter begeistert zu: „Klar, Mutti, ist höchste Eisenbahn! Wisst ihr noch voriges Jahr die Sache mit dem Hai? Arne laufen noch heute Gänseschauer über den Rücken, wenn ich davon anfange. Ich würde gern wieder im Atlantik tauchen. Und so ein Hai, der ist gar nicht gefährlich …“
  „Nein, nein, Flori“, unterbrach Irma ihn, „Das Essen dort hat mir
überhaupt nicht geschmeckt. War außerdem viel zu teuer. Wim, sag
doch auch mal was?“
Doch Florian wartete die Antwort des Vaters nicht ab. Er fuhr fort:
  „Mensch, Paps, wie wäre es mit Texas oder Mexiko? Da wollte ich schon immer mal hin; Arne übrigens auch. Den nehmen wir doch wieder mit, oder? Seine Eltern sind arbeitslos und können sich keinen Urlaub leisten. Muss ich nachher gleich mal zu ihm rüber. Dann freut er sich.“
  „Ach ja, in Mexiko stelle ich mir den Sonnenuntergang besonders romantisch vor, und dann erst eine Bootsfahrt übern Golf von Mexiko, wenn der Vollmond sein Licht wie unzählige Leuchtkäfer über die Wellen tanzen lässt“, schwärmte Irma.
  „Mutti, das wäre super!“
Erwartungsvoll sah Florian seine Mutter an.
  „Nach Mexiko, nein, das geht ja nicht,“ wehrte Irma plötzlich ab.
  „Warum, Mutti? Eben warst du doch noch so dafür.“
  „Wäre schön, aber in ein Flugzeug bekommt mich niemand weder für Geld noch gute Worte.“
  „Fliegen ist doch geil und völlig ungefährlich, Mutti. Bei dem Stand der Technik. Überleg es dir doch noch mal.“
  „Nein, Flori, und nochmals nein. Die Unglücke und Entführungen. Nein, es kommt nur eine Reise mit dem Auto infrage. Außerdem will Papa wieder mit seinem Tachostand vor den Kollegen prahlen. Nun
sag doch auch mal was, Wim! –Wo bleibt überhaupt dein Gehalt? Ist längst überfällig!“
Wim legte sein angebissenes Lebkuchenherz auf den Teller zurück die Spannung, die von ihm ausging.
  „Urlaub?“, begann Wim, „Ihr denkt immer nur ans Vergnügen. Aber wo das Geld dafür herkommen soll, danach fragt ihr nicht. Unser Urlaub wird nämlich sehr, sehr lange. Deine ganzen Ferien kannst du mit Arne verbringen. Irmchen, auch du kannst den Sonnenuntergang vor unserem Haus jeden Tag bewundern, denn …“
In diesem Moment begriff Irma, und ihr Gesicht verfärbte sich kalkweiß.
Von ihren blutleeren Lippen löste sich der Schrei:
  „Nein, Wim, nein. Nicht du auch noch!“
Während Florian verständnislos von einem Elternteil zum anderen blickte, erhob sich Wim, schlurfte wie ein soeben uralt gewordener Mann zu seiner Aktentasche. Er zog einen Brief hervor, kam zögernd zurück und reichte ihn wortlos Irma. Ihr saßen schon Tränen in den Augen und trübten die Sicht für die Schrift.
  „Sag, es, Wim, sag es! Ab wann?“
  „Seit dem Ersten, Irmchen. Und in meinem Alter … wer stellt mich da noch ein? Aus mit Urlaub am Meer. Braun könnt ihr auch hier werden und mit dem Kahn auf dem See bei Vollmond Romantik erleben. Nur die einzigartige Atmosphäre südlicher Länder, die kann ich euch nicht mehr bieten. Ab jetzt müssen wir jeden Cent sparen.“
Draußen vor dem Fenster tobte ununterbrochen das Unwetter; die Menschen dahinter übermannte ein zuvor erlebter Trübsinn bis zum Nikolaustag, an dem die Großeltern zu Besuch kamen. Sie spürten sofort die dort herrschende Niedergeschlagenheit.
  Die Oma fragte: „Was ist euch denn über die Leber gelaufen? Ihrseid doch sonst nicht solche Trauerklöße.“
  „Wim ist nun genauso wie ich arbeitslos. Da fällt unser Weihnachtsurlaub
aus“, informierte Irma die Schwiegermutter.
  Doch der Schwiegervater blickte nicht so betrübt wie seine Frau, sondern schmunzelte und meinte. „Deshalb braucht ihr doch nicht gleich in so einem Katzenjammer zu versinken. Ihr seid gesund. Was wollt ihr mehr?“
  „Opi, alle aus meiner Klasse verreisen und sogar Arno darf zu seiner
Omi nach üringen. Nur wir hocken hier. Das kann ich doch nach
den Ferien niemandem erzählen“, beklagte Florian sich.
  „Das muss ja nicht sein“, erwiderte der Großvater und zog aus seiner Florian.
„Lies vor!“
Florian glättete den Zettel und las:
  „Hiermit bestätigen wir die Buchung unseres Ferienhauses für fünf
Personen vom 22.12. – 27.12. 2002 in Mittelwald, Am Kreuth 10.“
Überrascht starrten alle den Opa an.
  Irma fasste sich zuerst und fragte: „Woher hast du gewusst, dass wir uns in diesem Jahr keinen Urlaub leisten können?“
  „Na ja, Wim traute sich nicht, es zu sagen. Nur mir. Da wollte ich euch eine Freude machen. Wir werden mitkommen, denn das Haus ist groß genug für uns alle.“
Florians Augen glänzten, Irma rollten Tränen über die Wangen, und Oma umarmte ihren Mann.
  „Warum hast du mir denn nichts gesagt?“, tadelte sie ihn anschließend trotz aller Freude.
  „Wim wollte das nicht. Es war ein Gespräch unter Männern, aber ewig konnte er es sowieso nicht geheim halten. Das war mir schon
klar. Deswegen handelte ich eben. Umso größer ist die Überraschung.“
  Wim dankte seinem Vater und sagte: „So war das aber nicht gemeint,
Vater.“
  „Weiß ich, mein Junge, weiß ich. Aber auch wir wünschen uns, mal ein Weihnachtsfest mit euch in den Bergen zu erleben. So ganz uneigennützig ist unser Geschenk also auch wieder nicht.“
Am 22. Dezember fuhren sie mit dem neuen Opel der Großeltern nach Mittenwald. Schon als sie Garmisch-Partenkirchen verließen, faszinierte sie das Panorama der schneebedeckten Berge des Wettersteingebirges.
Vom Fenster des Ferienhauses blickten sie jedoch direkt auf die Alpen. Als abends die Sonne ihre letzten Strahlen über die Berggipfel sandte, stand Irma hingerissen von dem Naturschauspiel auf dem Balkon bis Dunkelheit sie umgab.
Am nächsten Morgen beim Frühstück verkündete die Oma:
  „Zunächst schauen wir uns das Städtchen an, und am Nachmittag besuchen wir den Christkindlmarkt.“
  „Was ist das denn, ein Christkindlmarkt?“, wollte Florian wissen. 
  „So wird hier in der Gegend der Weihnachtsmarkt genannt“, erklärte ihm der Opa. Florian strahlte in Erwartung. Aber er musste sich noch gedulden. Zunächst schlenderte sie durch Mittenwald. Überall standen in den Gärten mit roten Kugeln und Lichterketten geschmückte Tannen. An den ‚Südtiroler Stubn‘ wären sie genauso achtlos wie am ‚Beim Gschdoaga‘ vorbeigegangen, wenn der Opa nicht gerufen hätte:
  „Seid ihr blind? Nur immer Sinn für Geschäfte, Klamotten und all
den ganzen anderen Klimbim. Schaut mal, die herrliche Lüftlmalerei an dem Gebäude neben euch!“
Abrupt blieben alle stehen und wandten ihre Blicke der Sehenswürdigkeit zu.   Florian wollte vom Opa wissen: „Was ist das für eine Malerei?“
  „Eine Handwerkskunst, die hauptsächlich in Bayern anzutreffen ist. Dabei werden Figuren, gemalte Landschaften und andere Motive in der Freskotechnik ausgeführt. Oft sind es religiöse Motive. Wie etwa der Heilige Florian, der das Haus vor Feuer schützen soll“, gab der Opa von seinem Wissen über diese Art der Malerei an Häusern preis.
Von jetzt lief niemand mehr achtlos an den bemalten Hauswänden
oder Giebeln vorbei. Florian nahm sich sogar vor, später auch einmal so malen zu können. Trotzdem lockten Irma und die Schwiegermutter mehr die Angebote in den Schaufenstern.
Krippen, große und kleine, Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm und Jesus am Kreuz in verschiedensten Größen begegnete ihnen in fast allen Kunstgewerbsgeschäften. In einem der Geschäfte kaufte
Omi für sich eine geschnitzte Jesusfigur.
  Opa drängte: „Genug, meine Damen. Jetzt geht’s ins Geigenbaumuseum.
Darauf habe ich mich besonders gefreut.“ Florian wollte wissen, was es dort denn so Einzigartiges gäbe.
  „Stell dir vor, sogar Mozart spielte auf einer Geige aus Mittenwald, denn die erste Geigenmacherwerkstatt gründete die Familie Klotz um 1685. Es werden nicht nur geläufige Geigen hergestellt, sondern auch andere Musikinstrumente wie Violoncelli und Kontrabässe. Sie klingen erstklassig und sind von Musikern in der ganzen Welt begehrt“, begründete Opa seinen Wunsch. Später staunte Florian über die Vielfalt der Musikinstrumente. Seinen Vater interessierte mehr der Bau einer Geige. Von dem Museumsführer erhielten sie auf alle Fragen eine Antwort.
Der Hunger trieb sie zum Mittagessen ins ‚Post Hotel Mittenwald‘.
Nach einer ausgiebigen Stärkung mit landestypischem Essen - Graupenrisotto
mit Bündnerfleisch und Wildessenz mit Orangen-Ingwer-Klößchen - wollten sie den Christkindlmarkt besuchen. Zu Florians Verdruss schloss er jedoch bereits am 18. Dezember. Als Entschädigung spendierte Oma ihm in der Eis-Arena Mittenwald zwei Stunden Schlittschuhlaufen. Da er zum ersten Mal auf Schlittschuhen stand, fiel er öfter hin und wurde hin und wieder von anderen Kindern ausgelacht. Aber nach einer Stunde Übung gelangen ihm bereits gerade Strecken ohne hinzufallen. Während er weiter übte, labten sich Oma und Irma an der Bar mit Glühwein. Opa und Wim schwitzten in der
Sauna. Als es ihnen dort nach zwanzig Minuten zu heiß wurde, verließen
sie das Dampfbad und erfrischten sich am Ausschank mit einem kühlen 'Original Bayrischen Bier Weihenstephan'.
Für Florian lagen auf dem Tisch an seinem Platz Maronen und Printen, O-Saft und ein Eisbecher mit Vanilleeis und Sahne bereit.
Aber das Schlittschuhlaufen bereitete ihm so ein Vergnügen, sodass Irma das Eis aß, weil es sonst geschmolzen wäre. Nach zwei Stunden gesellte sich Florian mit hochroten Wangen und zahlreichen blauen Flecken freudestrahlend zu ihnen. Nach dem Abendessen gingen sie zur Bowlingbahn. Vater erzielte zunächst die meisten Treffer, aber Florian ließ sich nicht entmutigen. Immer wieder griff er sich die Bowlingkugel, nahm Schwung und warf sie auf die Bahn. Nach einiger Zeit gelangen ihm sogar mehr Treffer, als alle zusammen errungen hatten.
Am Morgen des Heiligen Abends saßen sie warm eingepackt auf dem
Pferdeschlitten, der von zwei Pferden durch die Winterlandschaft gezogen wurde. Alle begeisterte die Landschaft mit den in der Sonne glitzernden schneebedeckten Gipfeln der Alpen. Zu Mittag aßen sie wieder im ‚Post Hotel Mittenwald‘. Opa hatte dort vorsorglich bereits aus Berlin einen Tisch reserviert. Das Menü, bestehend aus Frischkäseterrine im Räucherlachsmantel mit mariniertem Scampi als Vorsuppe, dem Hauptgang mit Kalbsfilet im Ciabattamantel, Marsalasoße, Oliven-Spinat-Quiche und Polentaplätzchen mundeten zwar allen vorzüglich, aber die traditionelle Weihnachtsgans mit Klößen vermissten sie. Vom Dessert - Tannenhonigmus mit frischen
Sharon- bestellte der Opa für Florian noch eine Portion, weil es ihm so gut schmeckte. Danach wanderten sie auf vom Schnee befreiten Wanderwegen durch den tief verschneiten Wald der Umgebung. Am späten Nachmittag kehrten sie zur Bescherung ins Ferienhaus zurück.
Irma stellte jedoch fest, die Tasche mit den Geschenken Zuhause vergessen
zu haben. Als sie das offenbarte, senkte Florian den Kopf und seine Schultern zuckten unter Schluchzern. Aber Oma hatte vorgesorgt.
Sie hielt ihm ein längliches Päckchen unters Gesicht.
  „Vielleicht kann dich das trösten?“
Florian lächelte sie an und wickelte ein Handy aus. Freudig rief er aus: 
  „Danke, Omi. Damit kann man ja sogar fotografieren!“
Opa versprach ihm, dass er sich nach den Feiertagen in Mittenwald
etwas kaufen dürfte. Zum Leidwesen der Eltern bestand Omi auf einen Gottesdienst in die Pfarrkirche St. Peter und Paul. Der Kirchturm, dessen wunderschöne Lüftlmalerei von einem Scheinwerfer angestrahlt
wurde, überragte den Ort. Florian, der noch nie eine Kirche von innen gesehen hatte, blendete die Pracht dort. Besonders das herrliche Deckenfreko, das gotische Kruzifix und die geschnitzte Madonna beeindruckten ihn. Das Orgelspiel langweilte ihn; von der Predigt des Pastors verstand er nicht viel, aber die Großeltern erfüllte sie mit tiefer Demut vor Gott.
Abends fielen alle erschöpft von den Eindrücken des Tages ins Bett.
Am ersten Feiertag fuhren sie mit der Zahnradbahn vom Bahnhof in
Garmisch-Partenkirchen zum Gletscherbahnhof Zugspitzplatt.
Unterwegs ängstigten sich Mutter und Oma, besonders als die Bahn
in den Berg einfuhr. Die Fahrt erschien ihnen vor Unbehagen endlos.
Mehrmals fragten sie Opa, wann der Zug endlich am Ziel ankäme.
Opa gab jedes Mal die ausweichende Auskunft:
  „Keine Sorge. Wir sind bald da.“
Auf dem Gipfel entschädigte der Ausblick. Opa ersetzte den Fremdenführer und erläuterte ihren Standort: „Wir stehen jetzt auf dem höchsten Berg Deutschlands im Wettersteingebirge. Südwestlich seht ihr Garmisch-Partenkirchen; im Westen verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Südlich von uns befinden sich das Zugspitzplatt und an den Flanken sind drei Gletscher. Davon sind die bei-den größten der nördliche Schneeferner und der Höllentalferner.“
Florian fotografierte mit seinem Handy all die Schönheit ringsherum.
Während Eltern und Großeltern in die Gaststätte einkehren, sah Florian lieber den Skifahrern zu und fotografierte. Wim erfreute es, dass in der Gaststätte ein für seinen Geschmack gutes Essen angeboten wurde. Er vertilgte vier Weißwürste mit süßem Senf und dazu zwei Baguettes und trank genau wie Opa Salvatore Starkbier. Oma sowie Irma bevorzugten Leberknödelsuppe und stilles Wasser. Als es Florian draußen zu kalt wurde, setzte er sich mit an den Tisch und bestellte für sich einen Krautwickel mit Knödel, dazu trank er Limo. Oma und Irma drängten auf die Rückfahrt, denn in dieser Höhe fühlten sie sich nicht wohl. Sie atmeten erst auf, als sie wohlbehalten unten im Tal aus der Bahn stiegen. Den zweiten Feiertag verbrachten sie im Erlebnisbad Mittenwald. Während die Erwachsenen sich in der Gaststätte am Glühwein labten, tummelte sich Florian im warmen Wasser. Da ihn jedoch die Bowlingbahn magisch anzog, verbrachten sie den Nachmittag dort. Am nächsten Tag kaufte Oma ihm als Entschädigung für die ausgefallene Bescherung die gewünschten Kunstlauf-Schlittschuhe. Danach ging es wieder in die Eis-Arena, denn Florian wollte unbedingt die neuen Schlittschuhe einweihen. Am Nachmittag wanderten sie noch einmal durch die zauberhafte Bergwelt, und am Abend zog es sie erneut ins ‚Post Hotel Mittenwald‘, wo sie reichlich einer Feuerzangenbowle zusprachen. Florian vertilgte neben einer Pfannkuchensuppe zwei Eisbecher mit Schokoladensplitter und Sahne.
Viel zu schnell endete für alle dieser Weihnachtsurlaub. Einstimmig beschlossen sie, das nächste Weihnachtsfest wieder in den Bergen zu erleben. In Berlin prahlte Florian:
  „Dieser Urlaub war viel toller als der am Atlantik. Arne und die andern werden staunen, was ich alles erlebt habe. Und Schlittschuhlaufen will ich richtig lernen, damit ich nächstes Jahr den Bayern mal so richtig zeigen kann, das ein Berliner viel fescher Pirouetten dreht und sogar den Toeloop kann.“

Barbara Kühnlenz

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