Samstag, 16. Juni 2012

Blogtour Handlungsorte Kate Sunday

Nach Sträflingskarneval folgt "Das Lachen des Kookaburra" und ich kann euch heute ein Feuerwerk an Farben versprechen.



Nach wie vor gibt es handsignierte Exemplare zu gewinnen und die heutige Frage findet hier   



Blue Lake, Mount Gambier, Südaustralien: Der Ort, an dem alles begann … 







Textauszug:
Sie starrte auf die gekräuselte Oberfläche des tiefblauen, glitzernden Sees, aber sie dachte an längst vergangene Tage voller Schmerz und Trauer.
...
Der aufkommende Abendwind fuhr durch das Laub der Bäume und ließ die Blätter rascheln. Rebecca fröstelte in ihrer pastellfarbenen, leichten Rüschenbluse. Frisch geduscht und
sorgfältig geschminkt, betrachtete sie sich noch ein letztes Mal im Spiegel ihres Autos. Für David wollte sie schön sein. Soll er doch sehen, was ihm entgangen ist, sagte sie sich in einem Anflug von Trotz. Allerdings hatte sie nicht bedacht, dass es abends auf der Anhöhe kühl werden könnte. Doch
es kam nicht infrage, dass sie noch einmal zurückfuhr, um sich umzuziehen. Auf keinen Fall wollte sie David verpassen. Seufzend blickte sie sich um. Unten lag der See wie ein dunkler, geheimnisvoller Spiegel in seinem Kraterbett. In der Ebene breiteten sich die Straßen und Häuser von Mount Gambier aus...






Die raue Küste von Victoria: Unbeschwerte Tage in Cape Bridgewater 

 

 

Textauszug:
Der Wind fuhr durch ihre Haare, zog und zerrte an ihnen, blies sie ihr immer wieder ins Gesicht. Rebecca liebte dieses Aufbrausen der Natur. Dann fühlte sie sich lebendig.
Es war beeindruckend, wie das Wasser mit Gewalt gegen die Steilküste donnerte, an den Felsen emporschoss und seine weiße Gischt wie Schneeflocken in der Luft verteilte. Grasbüschel
und Überreste schaumiger Gischt trieben am Strand entlang und blieben im Treibholz hängen.






Textauszug:
Bei der nächsten Abzweigung verließen sie die Portland Nelson Road und bogen in eine schmale, gewundene Straße, die zu einem Parkplatz nahe den Klippen führte. Ein Hinweisschild deutete zu einem eingezäunten Pfad. Geduckte Büsche, am Boden entlangkriechende Sträucher,
Küstenheidekraut und kleine, krumme, sich vor dem Wind verneigende Eukalyptusbäume säumten den Weg. Rebecca blieb stehen und atmete tief ein. Die Luft schmeckte nach Salz, und sie konnte von hier bereits das Donnern der Brandung hören.
David griff nach ihrer Hand. „Komm weiter“, drängte er.
Hand in Hand rannten sie bis an den Rand der Steilküste, die sich schroff ins blaue Meer hinabsenkte. Kraftvoll rollten die gewaltigen Brecher aus der Ferne herein. Dort, wo die Brandung
an die steilen Felsen der Küste donnerte, spritzte die Gischt hoch in die Luft und hinterließ einen feinen Nebel. Albatrosse, Silberkopfmöwen, Seeschwalben und Sturmtaucher ließen sich vom Wind durch die Luft tragen, stürzten ins Wasser hinab, um nach Nahrung zu fischen.



 



Fahrt über das Land nach Edenhope, Victoria: Gestohlene heimliche Momente des Glücks?

 




Textauszug:
Die Straße führte durch ausgedehnte Wälder, endloses, gelbgrünes Weideland und saftige Wiesen, wo Wildblumen und Farne wuchsen. Manchmal ragten die Äste der hohen Bäume so weit in die Straße hinein, dass Rebecca glaubte, durch einen grünen Tunnel zu fahren. Eine goldene Nachmittagssonne tauchte die Umgebung in ein fast unwirkliches Leuchten


 Sydney, New South Wales: Stadt der Sehnsucht und Heimat des geheimnisvollen Fremden 

 

 






Textauszug:
Stell dir nur vor, Tessa, wir beide am Bondi Beach, mit unseren Füßen im Wasser des pazifischen Ozeans ...








Textauszug:
„Ich liebe den Pazifik.“ Gedankenverloren ließ Alexander seinen Blick über die Bucht schweifen. Auf der Terrasse eines Restaurants am Kai mit Sicht auf das Opernhaus und die Harbour
Bridge teilten sie sich eine kleine Karaffe Chardonnay. Es dämmerte bereits, auf dem Meer dümpelten ein paar beleuchtete Jachten und Boote dahin, deren Lämpchen einen glitzernden Teppich auf das dunkle Wasser legten.


 

Lake Wallace, Edenhope, Victoria: Ein magischer Platz






Textauszug:
Zwei wunderbare Tage lang fanden sie in Edenhope Zuflucht. Morgens schliefen sie aus, genossen es, beisammen zu liegen, sich zu spüren. Sie spazierten am See entlang, fütterten die Enten oder streiften durch den kleinen Ort. Am zweiten Abend saßen sie auf einer Bank am Seeufer, während die Sonne ihre letzten Strahlen auf das Wasser legte. Wie ein dunkler, glänzender Spiegel lag Lake Wallace vor ihnen. Nur die unzähligen Vögel bewegten hier und da seine stille Oberfläche.
Glucksend schlug das Wasser an die Holzpfosten des Bootstegs, und ein paar einsame Boote dümpelten am Ufer vor sich hin. Zwei schwarze Schwäne glitten vorbei, ihre hellen, orangefarbenen Augen auf David und Rebecca gerichtet. Der Wind spielte mit den tief herunterhängenden Zweigen der Bäume. Verträumte Melancholie schuf den Zauber dieses
Ortes.




Die faszinierende Bergwelt der Grampians, Victoria: Ort der Entscheidung









Textauszug:
Eine staubige Piste führte sie durch flaches Land, hinein in das Herz der Grampians.
Aus der Ebene des fruchtbaren Farmlands erhoben sich vor ihnen die schroffen Felsen des roten Sandsteingebirges mit seinen endlosen Eukalyptuswäldern, kleinen Bergflüssen, hinabstürzenden Wasserfällen und klaren, schimmernden Seen.









Textauszug:
Rebecca sah hinaus auf die weite Ebene, über deren Boden bereits vor Tausenden von Jahren dunkle, nackte Füße der Menschen des Koorie-Stammes gewandert waren. Ein Gefühl der Zeitlosigkeit überkam sie. Breite, grüne Täler lagen vor ihr, prachtvolle, mit Wildblumen übersäte Wiesen. Und darüber spannte sich das endlose, lichte Blau des Himmels. Wie gerne hätte sie jetzt ihre Kamera dabei gehabt, um diesen Augenblick festzuhalten. Denn ihr war bewusst, wie vergänglich er war. Ihre Kehle zog sich zusammen, und sie fühlte, wie ihre Augen zu brennen begannen. Nicht jetzt, bat sie still. Nicht hier. Ich möchte den Moment einfach nur genießen. An nichts weiter denken.
...
„Was machst du? Ich hoffe, du hast nicht vor zu springen?“, hörte sie Davids Stimme hinter sich.
Rebecca drehte sich zu ihm um. Er lächelte, aber das Lächeln erreichte seine Augen nicht. Sie flog in seine Arme, und er hielt sie fest.
„Ich würde niemals springen“, flüsterte sie.




Textauszug:
Rebecca atmete in tiefen Zügen die feuchte Morgenluft und ließ die herbe und faszinierende Wildheit dieser Landschaft auf sich wirken. Langsam begann der Dunst, sich aufzulösen, und die Sonne konnte ihre ganze Kraft entfalten. Unten im Tal graste eine Herde Kängurus.


Frage


Falls Ihr das Buch noch nicht kennt, könnt ihr es gern als Print oder E-Book bei Amazon bestellen.


Morgen geht es weiter mit dem Blog von Tanja Lesen und mehr und sie interviewt am 17.6 Kate und am 18.6 Annette.

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