Heute darf ich euch nach Irland und in mein Lieblingsland Spanien entführen.
Annette Eickert hat ihren Roman "Sträflingskarneval" in diesen beiden Ländern angesiedelt.
Morgen geht es dann nach Australien, wenn die Blogtour Halt im Land der Aborigines macht.
Bitte denkt auch an unsere Schnipseljagd. Bei erfolgreicher Beantwortung der Fragen könnt ihr ein handsigniertes Exemplar des Romans gewinnen.
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| Frage |
Omey Island (Irland - die Insel befindet sich im Privatbesitz der Druida Lovo und beherbergt das Internat des Ordens)
Textauszug:
Zuvor wusste er nichts von der Existenz der Bruderschaft,
welche über all die Jahrhunderte hinweg überdauerte hatte. Aber es gab sie, gut
gehütet, hinter stillen Mauern verborgen, mit ihren eigenen archaischen Regeln,
Sitten und Gebräuchen und keinem Außenstehenden wurde jemals ein Einblick
gewährt. Der Orden war ebenso sagenumwoben wie die feenhaften Erzählungen und
phantasievollen Mysterien der immer grünen Insel. Irland, das Land der grünen
Hügel, der Schafe, Moore und weitläufiger Dünen. Irland, eine Insel der
Traditionen, des Whiskys und eigensinniger und lebenslustiger Menschen.
…
Ryan seufzte, dann machte er sich auf den Weg zum
Anlegesteg, vorbei an dem kleinen, malerischen See, der zum Internat gehörte.
Omey Island war gerade einmal drei Kilometer breit und maß höchstens vier
Kilometer in der Länge. Sie war im Privatbesitz des Ordens und bei gutem Wetter
konnte man weit übers Meer hinausblicken und die orangerote Sonne am Horizont
untergehen sehen. Ein kleiner Wald rundherum schütze das heilige Zentrum vor
unliebsamen Beobachtern. Doch mit einem kleinen Motorboot konnten die
Inselbewohner jederzeit die steile Westküste Irlands anfahren.
Internat der Druida Lovo auf Omey Island
Textauszug:
Inzwischen hatte er über die Treppe den Haupteingang
erreicht und war ins Freie getreten. Sofort kitzelte die Sonne seine Nase und
in jenem Moment fühlte er sich ein wenig ruhiger. Dennoch nagte die Nervosität
weiter an seinen Nerven und er hoffte, dass seine beste Freundin Kimberly ihm
helfen konnte. Auch sie war nach Galway eingeladen worden. Er wandte sich ein
letztes Mal um und betrachtete das fünfstöckige Gebäude, welches sich in Form
und Aussehen wie eine Burg in die Höhe hob. Im Inneren strotzte die Moderne, es
war mit hellen und bequemen Möbeln, Strom, Telefon, Satellitenfernsehen,
Computern und einfach mit allem ausgestattet, was ein normaler Hausstand im 21.
Jahrhundert eben zu bieten hatte. Lediglich mit der Ausnahme, dass der Orden
zusätzlich den Luxus von Hausangestellten hatte.
Die Stadt Galway (Hauptsitz des Ordens)
Textauszug:
Nach zwei Stunden Autofahrt hatten Ryan und Kimberly den
Ordenshauptsitz in Galway erreicht und standen vor dem großen Versammlungssaal.
Eigentlich wurde dieser für Ratsversammlungen genutzt, würde jedoch während der
nächsten zehn Tage als Gerichtssaal dienen. Zu dem bevorstehenden Prozess
hatten sich zum Auftakt der Verhandlungen viele Mitglieder eingefunden. Alle
wollte mit eigenen Augen sehen, wie die Rebellen ihre gerechte Strafe
erhielten.
Hafen von Galway (von dort fahren die Mitglieder des Ordens mit privaten Motorbooten nach Omey Island)
Die Gefängnisinsel Llŷr
Textauszug:
Sein Weg führte ihn vom Anlegesteg durch die erleuchteten
alten Steingänge und Treppen, die so kalt und feucht waren, dass er seinen
Mantel fester um sich schlang. Elektrizität gab es hier keine, dafür waren die
Hauptgänge ausgezeichnet mit brennenden Fackeln ausgeleuchtet. Obwohl schon vor
Jahren die Pläne für eine eigene Stromversorgung der Insel ausgearbeitet worden
waren, die es ermöglichen sollten, Energie aus den Elementen rund um Llŷr zu
schöpfen, blieb deren Umsetzung bislang aus. An Wind und Wasser mangelte es
zwar keinesfalls, doch seit Bartholemeus Hinthrone das Sagen hatte, wollte er
keinesfalls für die Bequemlichkeit der Gefangenen sorgen. So war das Gefängnis
der Druida Lovo eine stark bewachte und einzigartige Festung, umgeben von
heftiger Strömung und spitzen Felsen. Im Inneren hatte man dennoch einiges
umgebaut, Wände waren verstärkt und Gitter und Türen erneuert worden.
Tageslicht schien nur vereinzelt herein, abgesehen von den äußeren Fensterluken,
die stets für frische Luft sorgten und hauptsächlich nur in den Gängen
vorherrschten. Die Zellen an der Außenwand waren die einzigen, die ein kleines
Gitterfenster hatten, alle anderen waren fensterlos. Überall hielten Wärter in
Zweiergruppen Wache und trugen Peitschen, Knüppel und manchmal auch ein Messer
bei sich. Ein modernes Gefängnis war gegen diese mittelalterliche Bastion das
reinste Paradies.
schäumende Strömung um die Insel Llŷr
Textauszug:
Tief
hängende Wolken hüllten den Ort in eine erdrückende, klamme Atmosphäre. Der
Wind blies eiskalt vom Atlantik herüber und peitschte das Wasser gegen die
meterhohen, scharfkantigen Felsformationen der steilen Inselküste. Weit und
breit gab es nichts Einladendes. Zentral auf dem Eiland ragte die
mittelalterliche Gefängnisfestung in den Himmel, und ihr unheilvoller Anblick
brachte die vier jungen Menschen zum Frösteln.
Versteck der Freunde nach der Flucht von Llŷr
Textauszug:
Außerhalb
der Kleinstadt befand sich mitten im Grünen, umgeben von Wiesen und sanft
ansteigenden Hügeln, ein kleines Häuschen. Es war von der Landstraße her kaum
auszumachen, und selbst die Einfahrt war von wildem Gestrüpp fast überwuchert.
Der perfekte Ort, um eine Zeit lang Unterschlupf zu finden.
…
Nachdem Aidan seinem Vater diese letzten Worte verbittert
entgegen geschleudert hatte, drehte er sich um und zog den sprachlosen Ryan
einfach mit sich. Er gab nicht einmal seiner geschockten Mutter die Gelegenheit
etwas dazu sagen zu können, sondern rauschte mit Ryan im Schlepptau davon. Erst
als sie das Schilfufer des kleinen Sees erreichten, welcher sich nur fünfzig
Schritte vom Haus entfernt befand, ließ Aidan seinen Freund los und plumpste
erschöpft auf einen Baumstamm, der schon einige Jahre hier liegen musste, denn
er war stark mit Moos bewachsen.
Die Suche der vier Freund Ryan, Kimberly, Aidan und Gillen führt sie nach Dublin in den Merrion Square Park
Textauszug:
Nach
einstündiger Fahrt parkte Kendra den Vito auf einem Parkplatz einige
Straßenzüge vom Merrion Square Park entfernt, der vor langer Zeit einmal im
Privatbesitz des Ordens gewesen war. Doch seitdem Dublin in den letzten
Jahrzehnten stetig gewachsen war, hatte der Großmeister Donnan höchstpersönlich
den Park an die Stadt überschrieben. Heute zählte er zu den größten im
Georgianischen Stil angelegten Stadtparks Dublins. Jenes Stück Grün inmitten
der zwei- und dreistöckigen Wohnhäuser der über 500.000 Einwohner fassenden
Großstadt war ihr wahres Ziel.
Die vier Freunde müssen in den Merrion Square Park einbrechen - Denkmal des Schriftstellers Oscar Wilde
Textauszug:
Schnell huschten sie der Reihe nach in den Park, wobei
Lawren das Schlusslicht bildete und die Tür so anlehnte, dass niemand auf den
ersten Blick ihren Einbruch bemerken würde. Dann lotste er seine jungen
Begleiter über ein paar Wege in Richtung Nordwesten und humpelte leise
hinterher. Nach ungefähr dreihundert Metern, direkt am Wegrand, umgeben von
Efeu und Farn, kamen sie vor einem großen Granitfelsen zum Stehen.
„Wir sind da“, erklärte Lawren schnaufend.
Alle starrten auf den Felsen, auf dem in bequemer Haltung
eine Statue des berühmten Schriftstellers Oscar Wilde thronte. Er lag mit dem
Rücken auf dem Stein, stützte sich mit dem linken Arm ab und lächelte dabei
spitzbübisch. Es hatte fast den Anschein, als wäre die Statue lebendig und
würde sie höhnisch beobachten.
Granada (Spanien) – was hat Granada mit Irland zu tun? Ihr erfahrt es im Laufe der Geschichte von Sträflingskarneval
Textauszug:
Wenig später, als die Sonne bereits im Osten über die
felsigen Bergspitzen der Sierra Nevada gen Zenit wanderte, erreichten sie
Granada, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die 734 Meter über dem
Meeresspiegel gelegene Stadt wurde bereits in den Schriften der Phönizier und
Iberer 500 vor Christus erwähnt. Im Jahr 711 eroberten die einfallenden Mauren
Granada, um unter ihrer Herrschaft die Stadt zu einer blühenden Metropole der
Iberischen Halbinsel gedeihen zu lassen. In jener Zeit wurde auch die berühmte
maurische Festung Alhambra erbaut, ein bis in die heutige Zeit wahres Wunder
der damaligen Bauherren. Doch die Stadt fiel im Januar 1492, nach der
Kapitulation des Nasridischen Herrschers Muhammad XII., zurück in spanische
Hände; genauer gesagt zurück ins Herrschaftsgebiet der Königin Isabella I. von
Kastilien und König Ferdinand von Aragón. Mit diesem bedeutendem Ereignis fand
auch die Rückeroberung der Halbinsel für das Christentum ein Ende. Bis heute
treffen in Granada verschiedene Kulturen und eine ausgeprägte, gegenseitige
Toleranz aufeinander. Die Bevölkerung rund um Granada bildet seitdem ein gutes
Beispiel für eine multikulturelle und aufgeschlossene Gesellschaft.
Kloster Monasterio de San Jerónimo in Granada – dieser Ort birgt ein Geheimnis
Textauszug:
Überrascht starrten sie erst ihn an, dann zu dem
Seiteneingang hinüber. Die Außenwand war weiß getüncht, dahinter ragte ein
hoher Kirchturm in die Höhe. Er bestand aus hellem Stein und besaß kleine
Bogenfenster. Nach näherem Umschauen entdeckten sie ein schlichtes, hohes, und
breites Holzportal, welches zu beiden Seiten von einer Sandsteinsäule
eingefasst wurde. Oberhalb des Portals prangte mittig eine eingemeißelte Figur
des Schutzpatrons des Klosters, der seinerseits von filigranen Steinarbeiten
gerahmt war.
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| Frage |
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Ich freue mich, wenn ihr morgen diesen Blog ebenfalls besucht, dann gibt es die Orte zu "Das Lachen des Kookaburra"
Herzlichst eure Andrea el Gato














Was für geile Bilder für das Buch.
AntwortenLöschenIch hab das Buch ja schon gelesen und dazu jetzt die Bilder ;-) Absolut geil! Die passen wie die Faust aufs Auge!
Hallo !
AntwortenLöschenIch kann nur zustimmen: ein toller Beitrag... :-) Sehr stimmungsvolle Bilder, die den Inhalt des Buches sehr gut unterstreichen ! Ich freue mich schon auf morgen....