Freitag, 15. Juni 2012

Blogtour Handlungsorte Annette Eickert

Heute darf ich euch nach Irland und in mein Lieblingsland Spanien entführen.


Annette Eickert hat ihren Roman "Sträflingskarneval" in diesen beiden Ländern angesiedelt.

Morgen geht es dann nach Australien, wenn die Blogtour Halt im Land der Aborigines macht.

Bitte denkt auch an unsere Schnipseljagd. Bei erfolgreicher Beantwortung der Fragen könnt ihr ein handsigniertes Exemplar des Romans gewinnen.

Frage







Omey Island (Irland - die Insel befindet sich im Privatbesitz der Druida Lovo und beherbergt das Internat des Ordens)





Textauszug:
Zuvor wusste er nichts von der Existenz der Bruderschaft, welche über all die Jahrhunderte hinweg überdauerte hatte. Aber es gab sie, gut gehütet, hinter stillen Mauern verborgen, mit ihren eigenen archaischen Regeln, Sitten und Gebräuchen und keinem Außenstehenden wurde jemals ein Einblick gewährt. Der Orden war ebenso sagenumwoben wie die feenhaften Erzählungen und phantasievollen Mysterien der immer grünen Insel. Irland, das Land der grünen Hügel, der Schafe, Moore und weitläufiger Dünen. Irland, eine Insel der Traditionen, des Whiskys und eigensinniger und lebenslustiger Menschen.
Ryan seufzte, dann machte er sich auf den Weg zum Anlegesteg, vorbei an dem kleinen, malerischen See, der zum Internat gehörte. Omey Island war gerade einmal drei Kilometer breit und maß höchstens vier Kilometer in der Länge. Sie war im Privatbesitz des Ordens und bei gutem Wetter konnte man weit übers Meer hinausblicken und die orangerote Sonne am Horizont untergehen sehen. Ein kleiner Wald rundherum schütze das heilige Zentrum vor unliebsamen Beobachtern. Doch mit einem kleinen Motorboot konnten die Inselbewohner jederzeit die steile Westküste Irlands anfahren.



 

Internat der Druida Lovo auf Omey Island

 




Textauszug:
Inzwischen hatte er über die Treppe den Haupteingang erreicht und war ins Freie getreten. Sofort kitzelte die Sonne seine Nase und in jenem Moment fühlte er sich ein wenig ruhiger. Dennoch nagte die Nervosität weiter an seinen Nerven und er hoffte, dass seine beste Freundin Kimberly ihm helfen konnte. Auch sie war nach Galway eingeladen worden. Er wandte sich ein letztes Mal um und betrachtete das fünfstöckige Gebäude, welches sich in Form und Aussehen wie eine Burg in die Höhe hob. Im Inneren strotzte die Moderne, es war mit hellen und bequemen Möbeln, Strom, Telefon, Satellitenfernsehen, Computern und einfach mit allem ausgestattet, was ein normaler Hausstand im 21. Jahrhundert eben zu bieten hatte. Lediglich mit der Ausnahme, dass der Orden zusätzlich den Luxus von Hausangestellten hatte.


 

Die Stadt Galway (Hauptsitz des Ordens)

 



Textauszug:
Nach zwei Stunden Autofahrt hatten Ryan und Kimberly den Ordenshauptsitz in Galway erreicht und standen vor dem großen Versammlungssaal. Eigentlich wurde dieser für Ratsversammlungen genutzt, würde jedoch während der nächsten zehn Tage als Gerichtssaal dienen. Zu dem bevorstehenden Prozess hatten sich zum Auftakt der Verhandlungen viele Mitglieder eingefunden. Alle wollte mit eigenen Augen sehen, wie die Rebellen ihre gerechte Strafe erhielten.


Hafen von Galway (von dort fahren die Mitglieder des Ordens mit privaten Motorbooten nach Omey Island)










Die Gefängnisinsel Llŷr

 







Textauszug:
Sein Weg führte ihn vom Anlegesteg durch die erleuchteten alten Steingänge und Treppen, die so kalt und feucht waren, dass er seinen Mantel fester um sich schlang. Elektrizität gab es hier keine, dafür waren die Hauptgänge ausgezeichnet mit brennenden Fackeln ausgeleuchtet. Obwohl schon vor Jahren die Pläne für eine eigene Stromversorgung der Insel ausgearbeitet worden waren, die es ermöglichen sollten, Energie aus den Elementen rund um Llŷr zu schöpfen, blieb deren Umsetzung bislang aus. An Wind und Wasser mangelte es zwar keinesfalls, doch seit Bartholemeus Hinthrone das Sagen hatte, wollte er keinesfalls für die Bequemlichkeit der Gefangenen sorgen. So war das Gefängnis der Druida Lovo eine stark bewachte und einzigartige Festung, umgeben von heftiger Strömung und spitzen Felsen. Im Inneren hatte man dennoch einiges umgebaut, Wände waren verstärkt und Gitter und Türen erneuert worden. Tageslicht schien nur vereinzelt herein, abgesehen von den äußeren Fensterluken, die stets für frische Luft sorgten und hauptsächlich nur in den Gängen vorherrschten. Die Zellen an der Außenwand waren die einzigen, die ein kleines Gitterfenster hatten, alle anderen waren fensterlos. Überall hielten Wärter in Zweiergruppen Wache und trugen Peitschen, Knüppel und manchmal auch ein Messer bei sich. Ein modernes Gefängnis war gegen diese mittelalterliche Bastion das reinste Paradies.

 
 


schäumende Strömung um die Insel Llŷr




Textauszug:
Tief hängende Wolken hüllten den Ort in eine erdrückende, klamme Atmosphäre. Der Wind blies eiskalt vom Atlantik herüber und peitschte das Wasser gegen die meterhohen, scharfkantigen Felsformationen der steilen Inselküste. Weit und breit gab es nichts Einladendes. Zentral auf dem Eiland ragte die mittelalterliche Gefängnisfestung in den Himmel, und ihr unheilvoller Anblick brachte die vier jungen Menschen zum Frösteln.

 

Versteck der Freunde nach der Flucht von Llŷr



Textauszug:
Außerhalb der Kleinstadt befand sich mitten im Grünen, umgeben von Wiesen und sanft ansteigenden Hügeln, ein kleines Häuschen. Es war von der Landstraße her kaum auszumachen, und selbst die Einfahrt war von wildem Gestrüpp fast überwuchert. Der perfekte Ort, um eine Zeit lang Unterschlupf zu finden.
Nachdem Aidan seinem Vater diese letzten Worte verbittert entgegen geschleudert hatte, drehte er sich um und zog den sprachlosen Ryan einfach mit sich. Er gab nicht einmal seiner geschockten Mutter die Gelegenheit etwas dazu sagen zu können, sondern rauschte mit Ryan im Schlepptau davon. Erst als sie das Schilfufer des kleinen Sees erreichten, welcher sich nur fünfzig Schritte vom Haus entfernt befand, ließ Aidan seinen Freund los und plumpste erschöpft auf einen Baumstamm, der schon einige Jahre hier liegen musste, denn er war stark mit Moos bewachsen.



 

Die Suche der vier Freund Ryan, Kimberly, Aidan und Gillen führt sie nach Dublin in den Merrion Square Park



Textauszug:
Nach einstündiger Fahrt parkte Kendra den Vito auf einem Parkplatz einige Straßenzüge vom Merrion Square Park entfernt, der vor langer Zeit einmal im Privatbesitz des Ordens gewesen war. Doch seitdem Dublin in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen war, hatte der Großmeister Donnan höchstpersönlich den Park an die Stadt überschrieben. Heute zählte er zu den größten im Georgianischen Stil angelegten Stadtparks Dublins. Jenes Stück Grün inmitten der zwei- und dreistöckigen Wohnhäuser der über 500.000 Einwohner fassenden Großstadt war ihr wahres Ziel.



 

Die vier Freunde müssen in den Merrion Square Park einbrechen - Denkmal des Schriftstellers Oscar Wilde



Textauszug:
Schnell huschten sie der Reihe nach in den Park, wobei Lawren das Schlusslicht bildete und die Tür so anlehnte, dass niemand auf den ersten Blick ihren Einbruch bemerken würde. Dann lotste er seine jungen Begleiter über ein paar Wege in Richtung Nordwesten und humpelte leise hinterher. Nach ungefähr dreihundert Metern, direkt am Wegrand, umgeben von Efeu und Farn, kamen sie vor einem großen Granitfelsen zum Stehen.
„Wir sind da“, erklärte Lawren schnaufend.
Alle starrten auf den Felsen, auf dem in bequemer Haltung eine Statue des berühmten Schriftstellers Oscar Wilde thronte. Er lag mit dem Rücken auf dem Stein, stützte sich mit dem linken Arm ab und lächelte dabei spitzbübisch. Es hatte fast den Anschein, als wäre die Statue lebendig und würde sie höhnisch beobachten.

 

Granada (Spanien) – was hat Granada mit Irland zu tun? Ihr erfahrt es im Laufe der Geschichte von Sträflingskarneval




Textauszug:
Wenig später, als die Sonne bereits im Osten über die felsigen Bergspitzen der Sierra Nevada gen Zenit wanderte, erreichten sie Granada, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Die 734 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Stadt wurde bereits in den Schriften der Phönizier und Iberer 500 vor Christus erwähnt. Im Jahr 711 eroberten die einfallenden Mauren Granada, um unter ihrer Herrschaft die Stadt zu einer blühenden Metropole der Iberischen Halbinsel gedeihen zu lassen. In jener Zeit wurde auch die berühmte maurische Festung Alhambra erbaut, ein bis in die heutige Zeit wahres Wunder der damaligen Bauherren. Doch die Stadt fiel im Januar 1492, nach der Kapitulation des Nasridischen Herrschers Muhammad XII., zurück in spanische Hände; genauer gesagt zurück ins Herrschaftsgebiet der Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand von Aragón. Mit diesem bedeutendem Ereignis fand auch die Rückeroberung der Halbinsel für das Christentum ein Ende. Bis heute treffen in Granada verschiedene Kulturen und eine ausgeprägte, gegenseitige Toleranz aufeinander. Die Bevölkerung rund um Granada bildet seitdem ein gutes Beispiel für eine multikulturelle und aufgeschlossene Gesellschaft.



Kloster Monasterio de San Jerónimo in Granada – dieser Ort birgt ein Geheimnis

 




Textauszug:
Überrascht starrten sie erst ihn an, dann zu dem Seiteneingang hinüber. Die Außenwand war weiß getüncht, dahinter ragte ein hoher Kirchturm in die Höhe. Er bestand aus hellem Stein und besaß kleine Bogenfenster. Nach näherem Umschauen entdeckten sie ein schlichtes, hohes, und breites Holzportal, welches zu beiden Seiten von einer Sandsteinsäule eingefasst wurde. Oberhalb des Portals prangte mittig eine eingemeißelte Figur des Schutzpatrons des Klosters, der seinerseits von filigranen Steinarbeiten gerahmt war.


Frage







Seid Ihr neugierig auf dieses Buch geworden? Ihr könnt es bei Amazon als Print oder E-Book erwerben.

Ich freue mich, wenn ihr morgen diesen Blog ebenfalls besucht, dann gibt es die Orte zu "Das Lachen des Kookaburra" 

Herzlichst eure Andrea el Gato



2 Kommentare:

  1. Was für geile Bilder für das Buch.
    Ich hab das Buch ja schon gelesen und dazu jetzt die Bilder ;-) Absolut geil! Die passen wie die Faust aufs Auge!

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  2. Hallo !
    Ich kann nur zustimmen: ein toller Beitrag... :-) Sehr stimmungsvolle Bilder, die den Inhalt des Buches sehr gut unterstreichen ! Ich freue mich schon auf morgen....

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