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Mittwoch, 22. August 2012

Interview zwischen Prisca Dussling und Wir Lesen

Auf der Leipziger Buchmesse im März - lang ist es schon wieder her - traf unsere Autorin Prisca Dussling auf zahlreiche Kinder, die begeistert von Noel und seiner Geschichte waren. Wir hatten Postkarten drucken lassen, deren Front Noels Konterfei zierte. 





Ich hatte euch ja bereits seinerzeit geschildert, welche tollen Begebenheiten wir dort erleben durften. Die Kinderrezensentin Carmen, deren Mutter für die Büchercomunity Wir Lesen Bücher rezensiert, war von dem Buch Noel hin und weg.

Die Rezension könnt ihr hier lesen.

Nachstehendes Interview führten Wir Lesen und Carmen mit der Autorin Prisca Dussling.


Wir Lesen: Bitte stellen Sie sich selber einmal kurz vor.

Prisca Dussling: Mein Name ist Prisca Dussling, ich bin Schweizerin und habe zwei Söhne, Rezio und Dylon, 14 und 11 Jahre alt. Mein Mann ist Ecuadorianer und Pferdearzt. Zusammen leben wir in seiner Heimat Ecuador. Wir lernten uns auf meiner 2 ½ jährigen Reise kennen, die mich nach Mittel- und Südamerika führte. Seit 11 Jahren lebe ich hier. Schriftstellerin zu werden war schon immer mein Traum. Ich selbst bin eine große Leseratte. Ich träume immer gerne von fernen Ländern, einem Häuschen am Meer und liebe Katzen, vor allem Raubkatzen, aber auch Pferde über alles.

Wir Lesen: Noel beruht ja teilweise auf wahren Begebenheiten. Wie kamen Sie dazu mutterlose Fohlen aufzuziehen?

Prisca Dussling: Wir leben auf einer Farm in Conocoto, Ecuador. Die Besitzer dieser Farm haben trächtige Stuten. So kam es, dass Noel ebenfalls dort geboren, leider schon kurz nach seiner Geburt seine Mutter verlor. Aus diesem Notfall heraus, lernte ich von meinem Mann, wie man das kleine Fohlen mit Milch füttern kann, damit es eine Überlebenschance hatte. Ohne menschliche Hilfe wären er und die anderen Fohlen zum Tode verurteilt gewesen. Seitdem habe ich ungefähr 15 Fohlen geholfen zu überleben. Ich habe eine Technik zur Aufzucht weiterentwickelt und fand dabei heraus, dass Quinua als Zusatzprodukt in der Milch eine sehr gute Alternative ist, damit die im Wachstum befindlichen mutterlosen Fohlen ihren Artgnossen gegenüber nicht benachteiligt sind.

Wir Lesen: Haben Sie evtl. ein Foto von Noel? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Ja, ich habe Fotos von Noel. Inzwischen wurde aus dem Fohlen ein schöner Hengst.






Wir Lesen: Hat Noel vor Spinnen Angst? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Nein, Noel hat keine Angst vor Spinnen. Pferde haben keine Angst vor Spinnen, aber vor Schlangen.
 
Wir Lesen: Bilden Sie alle Pferde auch als Reit- und/oder Springpferde aus? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Alle Pferde kann man reiten. Es kommt aber auf die Pferderasse an, um diese auch als Springpferde auszubilden.

Wir Lesen: Warum trifft Noel nie seinen Vater? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Im zweiten Buch wird Noel auf seinen Vater El petit Prince treffen. Eine sehr kluge Frage, liebe Carmen, ich danke Dir. Du hast mich gerade auf eine super Idee gebracht, wo Noels Vater auftauchen kann und wird.

Wir Lesen: Gibt es bald noch ein Buch mit spannenden Abenteuern von Noel und seinen Freunden? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Ja, ich schreibe an der Fortsetzung zu Noel. Ich hoffe, dass ich sie schon bald zu Ende geschrieben habe, um sie dann dem Verlag schicken zu können.

Wir Lesen bedankt sich recht herzlich bei Prisca Dussling für das Interview und die Fotos!

Der Verlag bedankt sich ebenfalls für das schöne Interview, das ihr im Original auf  Wir Lesen findet

"Noel" bestellen für 7,99 Euro direkt im Verlag, im Buchhandel oder versandkostenfrei bei Amazon

Donnerstag, 23. Februar 2012

Attraktive Sprache - Teil 3

Rhythmus und Klang

Gerade in der Lyrik sind obige Begriffe von absoluter Wichtigkeit. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt ein Faibel für die Lyrik habe, was jedoch nichts mit diesem Thema zu tun hat. Auch in der Belletristik muss der Autor mittels Rhythmus und Klang Stimmungen erzeugen und Bilder malen.

Dunkle Vokale, wie a, o, u betonen ruhige, aber auch finstere Stimmungen. Helle Vokale, wie e und i betonen heitere, manchmal auch erregte Stimmungen.

Der bekannte amerikanische Dichter Edgar Allan Poe hat in einer kompletten Abhandlung begründet, warum er seine Ballade "Der Rabe" in jeder Strophe mit dem Reimwort "Nevermore" ausklingen ließ: Das ständig sich wiederholende dumpfe O betont den düsteren Charakter.

Gleichzeitig kennen wir alle beschwingte Werbesprüche, wie zum Beispiel: "Red Bull verleiht Flüüügel" oder "Ei, Ei, Ei Verpoorten - allerorten Verpoorten"

Ein sehr gelungenes Beispiel findet ihr in Joseph von Eidendorffs "Aus dem Leben eines Taugenichts". Holt euch das Buch aus der Bibliothek und lernt von einem gestandenen Schreiberling, über den ein weiterer Kollege sagte:
"Sein Lieblingswort ist rauschen, aber er spricht nicht nur davon, sondern in seinen Sätzen rauscht es wirklich und es sind die einfachsten Mittel, mit denen er das zustande bringt."

Lasst uns noch einmal zusammenfassen:

- Jeder Autor sollte an der Erweiterung seines Wortschatzes arbeiten. Benutzen wir Wörterbücher und Karteikarten dazu.
- Schreibt klar und einfach!
- Achtet auf Rhythmus und Klang!
- Lest eure Texte laut, damit ihr die Harmonie in euren Sätzen wahrnehmt.
- Vermeidet allgemeine, nichtssagende Ausdrücke, sondern versucht den besonderen zu finden. Verstärkt eure Sätze durch ausdruckskräftigere Verben!
- Erspart den Lesern komplizierte Fachausdrücke!

Beenden möchte ich diesen kleinen Kurs mit einem Zitat von James Krüss aus "Henriette Bimmelbahn"
"Henriette steht so lange auf dem Bahnhof, wie sie mag. Und so steht sie dort auch heute an dem schönen Sommertag. Doch dann pfeift sie und sie bimmelt, rattert, knattert, dampft und faucht, ruckelt, zuckelt, klappert, plappert, bebt und bibbert, rollt und raucht."

NOEL
Das Kinderbuch zum Vorlesen und Ausmalen
978-3-943596-01-4
7,99 Euro

Freitag, 3. Februar 2012

Johanna Jones & der Ursprung der Vampire

Das Ende der Woche naht und somit das Ende meiner Titelvorstellungen.

Heute möchte ich euch  
"Johanna Jones & der Ursprung der Vampire"  
von Jeannine Neise 
vorstellen.
Mit diesem Buch wagen wir ein Experiment in die Gefilden der Vampire. Aber lassen wir Johanna Jones selbst zu Wort kommen:

Leseprobe:

Vergiss alles, was Du zu wissen glaubst. Denn es gib uns wirklich!
Es existieren so viele Geschichten, Mythen und Legenden über Vampire]und doch gelingt es nur wenigen Schriftstellern, die Wahrheit über uns zu berühren.
Die Wahrheit ist, dass die Wissenschaft uns bereits sehr nahe gekommen ist. So nahe, dass sie uns schon fast berühren kann. Und dennoch lassen wir uns nicht erwischen - noch nicht!
Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, ob die Menschen überhaupt für die Wahrheit bereit sind, denn sie ist nicht immer schön und vor allem nicht ungefährlich.
Aus diesem Grund ist es manchmal einfach besser, sie mit einer Lüge leben zu lassen, als sie mit einer Wahrheit zu konfrontieren, die sie nicht verstehen würden. Andererseits wird auch dieses Buch nur eines von vielen sein. Eine weitere Geschichte, die Fragen aufwerfen und vermeintliche logische Erklärungen liefern wird. Niemand wird glauben können, was ich zu erzählen habe.
Es wird also nur ein weiteres Werk einer wundervollen Fantasie sein.
Ich möchte euch erzählen, was es mit uns Vampiren in Wirklichkeit auf sich hat.
Es existieren einfach zu viele Mythen und Legenden und doch entspricht nichts dem, was wir wirklich sind. Sicherlich steckt in jeder Geschichte immer ein Quäntchen Wahrheit, mal mehr und mal weniger. Einige von euch sind der Realität  sogar so nahe gekommen, dass sie sich fast die Finger verbrannt  haben.
Aber wir sind Meister der Tarnung und so anpassungsfähig wie ein Chamäleon.
Ihr könnt also nur wissen, was wir bereit sind, euch an Informationen zu geben.
Im Grunde sind auch wir nur Menschen mit kleinen Besonderheiten, die uns von dem Rest der Menschheit unterscheiden. Erste Aufzeichnungen von Blut trinkenden Nachtwesen belegen dies.
Unsere Rasse ist bereits sehr alt. Wir existieren nun schon seit fast dreitausend Jahren und seitdem leben wir unter euch. Die meisten von uns blieben bis heute unentdeckt, auch wenn hin und wieder mal jemand aus der Reihe fällt. Es fanden sogar große, heftige und sehr blutige Kriege unter uns statt, in die Menschen hineingezogen und getötet wurden. Außerdem sind einige so genannte Vampire im Laufe ihres langen Lebens unvorsichtig geworden. Entweder blieben sie zu lange an einem Ort oder verrieten sich durch eine ungezügelte Blutgier. Erst so seid ihr auf unsere Existenz aufmerksam geworden.
Ja, wir leben unter und mit euch, wir gehen in die Schule und begleiten euch zum Arbeitsplatz in die Bank. Wir sind der nette Nachbar von nebenan oder beraten in rechtlichen Angelegenheiten, stehen in der Politik oder in den Medien.
Vielleicht lebt sogar einer von uns in eurem Haus? Wer kann das schon so genau sagen?
Aber ich kann einige große Irrtümer der Menschen, was uns angeht, ausräumen.
Denn mein sehnlichster Wunsch ist  ein friedliches und tolerantes Leben gemeinsam mit den Menschen und nicht nur in heimlicher Weise unter ihnen.

Johanna Jones & der Ursprung der Vampire, erscheint voraussichtlich im März 2012 im Verlagshaus Traumstunden el Gato
ISBN: 978-3-943596-04-5 Preis noch offen