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Mittwoch, 12. September 2012

Testleser für Hochlandfuchs

Ein weiteres Mal folgen wir unserer Tradition und bieten interessierten LeserInnen die Möglichkeit, einen Roman bereits vor Veröffentlichung testzulesen.


Einzige Bedingung dabei ist, dass wir anschließend eine ehrliches Feedback zum Buch erhalten.




Das Cover ist noch nicht ganz rund, aber sieht es nicht jetzt schon traumhaft aus?

Inhalt:

Man schreibt das Jahr 1689. Das englische Parlament erklärt König James IIV. von England und Schottland für abgesetzt und erhebt stattdessen William II. auf den Thron. Die Willkür dieser Entscheidung ruft bei vielen Schotten deutliches Missfallen hervor. Besonders die Hochlandclans weigern sich, William als Herrscher anzuerkennen und stehen weiterhin treu hinter James. Auch der Clan MacDonell of Glengarry, ein einflussreicher Zweig des mächtigen MacDonald- Clans, unterstützt den gestürzten Monarchen.
Die achtzehnjährige Sionnach, Tochter eines Bauern aus Glenfinnan, deren Familie dem Clan MacDonell angehört, hält sich jedoch nicht mit Politik auf. Ihr Interesse gilt vorrangig der Wahl eines geeigneten Ehemanns. Wenn auch arm und des Schreibens und Lesens nicht mächtig, so ist sie doch glücklich in ihrer kleinen Welt an den Ufern des Loch Shiel. Ihr Leben nimmt allerdings eine schlagartige Wendung, als es den Anschein hat, dass Bruder und Vater aus einer Schlacht, in die sie ihrem jakobitisch ausgerichteten Chief gefolgt sind, nicht mehr heimkehren. 

Der Herbst naht, und die Nahrung wird knapp. Um ihr Überleben und das ihrer Tochter und der beiden kleinen Söhne zu sichern, sieht die Mutter keinen anderen Ausweg, als Sionnach fortzuschicken. Schweren Herzens verlässt Sionnach ihr Dorf und sucht sich Arbeit. Auf ihrem Weg trifft sie unvermittelt auf ihren heimkehrenden Halbbruder Brendan und erfährt von ihm, dass auch der Vater die Schlacht überlebt und danach gemeinsam mit einigen Männern das Vieh eines anderen Clans gestohlen hat. Sein Anteil, eine Kuh, wird die Familie über den Winter bringen. Zutiefst erleichtert, lässt Sionnach sich von Brendan wieder heimschicken.
Doch sie kommt nicht weit, denn unversehens läuft sie zwei englischen Soldaten in die Arme, die sie als willkommenes Freiwild ansehen. Brendan, der ihre Hilferufe hört, rettet seine Schwester im letzten Moment. Aber die Erleichterung ist nur von kurzer Dauer, denn es nähert sich ein weitere englische Patrouille, die den jungen Schotten außer Gefecht setzt und mitsamt seiner Schwester des Viehdiebstahls beschuldigt und verhaftet.
Verzweifelt warten die Geschwister im Gefängnis von Fort Inverlochy auf ihre Verhandlung, deren schlimmster Ausgang ihren Tod bedeuten würde. Doch dazu kommt es nicht, denn der Hauptmann des Forts, James Hamilton, verdient sich auf illegale Weise ein Zubrot, indem er kleinere Diebe und andere unbedeutende Gefangene in regelmäßigen Abständen als Arbeitskräfte an einen anonymen Kunden verkauft.
Kenneth Walden, so dessen Name, ist Kämmerer und handelt im Auftrag eines englischen Dukes, der, statt sich des transatlantischen Sklavenhandels zu bedienen, die billigere Variante von Strafgefangenen vorzieht. Auch Brendan und Sionnach ereilt dieses Schicksal, und sie werden auf seine Burg Fitheach Creag nach Northumberland verschleppt. Während man Brendan dazu zwingt, unter dem grausamen Aufseher Master Marcus in einen nahegelegenen Steinbruch zu arbeiten, muss Sionnach fortan dem jungen Viscount Raven als Zimmermagd dienen. Ihre schottische Herkunft erschwert den Geschwistern den Stand auf Feindesseite zusätzlich. Mit der Hoffnung, ihre Schuld nach einer Weile abgegolten zu haben, unterwirft Sionnach sich zunächst ihrem Los. Doch ihre Zuversicht, irgendwann heimkehren zu dürfen, zerschlägt sich, als sie erfährt, dass der Duke niemals vorhatte, ihr und ihrem Bruder jemals wieder die Freiheit zu schenken. Doch trotz der Aussichtslosigkeit ihrer Situation gibt Sionnach nicht auf und versucht alles, um Brendan aus dem Steinbruch zu befreien und mit ihm zu fliehen. Der windige Kämmerer Walden, der es auf Sionnach abgesehen hat, ergreift sogleich seine Chance und bietet ihr einen Handel an: Ihre Unschuld im Tausch gegen einen Besuch bei Brendan. Sionnach willigt zum Schein ein, nimmt aber gleichzeitig allen Mut zusammen und bittet den Viscount um Hilfe. Der hat sich in die schöne Schottin verliebt und würde nichts lieber tun, als ihr zu helfen. Auch Sionnach hegt zarte Gefühle für Raven und setzt all ihre Hoffnung auf ihn.
Doch Raven sind die Hände gebunden ...


Testleser melden sich bitte an
andrea@verlagshaus-el-gato.de


Als E-Book ist Hochlandfuchs beim Verlag Satzweiss erschienen und kann alternativ als Download erworben werden.

Das gedruckte Buch wird in etwa zwei Wochen unter der ISBN: 978-3-943596-30-4 zum Preis von 12,90 Euro in den Handel kommen.

Herzlichst eure Andrea el Gato

Freitag, 24. August 2012

Leseprobe zu "Von Janusköpfen & Kippfiguren




Nachdem wir in den vergangenen Tagen so viel über dieses Buch gesprochen haben, möchte ich euch heute eine Leseprobe vorstellen:

Seitdem ich vor einem halben Jahr am 1. August 1964 auf dieser Station angefangen hatte, übernahm ich jede Überstunde, mit der sie mich regelmäßig bedachte, verzichtete oft auf meine Frühstückspause und nicht selten auf das Mittagessen. Ich verrichtete die niedrigsten Arbeiten, die es in diesem Beruf zu erfüllen gab, obwohl ich das Abitur mit sehr guten Noten bestanden hatte, ebenso den Facharbeiterbrief und das Staatsexamen als Krankenschwester. Weshalb schikanierte sie mich ununterbrochen? Ich widersprach doch niemals, was auch immer sie anordnete. Warum also unentwegt diese Härte, diese Verachtung? Da! Schon wieder gellte ihr „Schwester Maria!“ über die geriatrisch- innere Männerstation bis in eines der Krankenzimmer, in dem meine Kollegin Ursula und ich gerade einen halbseitig gelähmten Patienten versorgten. Regelmäßig zuckten wir gleichzeitig zusammen, wenn die Stationsschwester einen von uns zu sich befahl.
  Ursula flüsterte: „Du. Wieder du.“ Sie schien erleichtert zu sein und drängte: „Geh doch endlich!“
Ich eilte aus dem Zimmer. Am Ende des langen Flures stampfte Stationsschwester Gertrud auf ihren strammen Beinen vor dem Dienstzimmer hektisch hin und her. Ihr Schwesternkittel umgab sie als sei er ein Korsett. Wenn sie wirklich mal mit zupacken musste, knackten alle Nähte, besonders die im oberen Teil, denn der Schwesternkittel war aus unelastischem Baumwollgewebe. Als sie mich sah, keifte sie den Flur entlang:   
  „Sind Sie jetzt auch noch taub, Schwester?“
Sie erreichte vor mir das Dienstzimmer, füllte mit ihren üppigen Körpermaßen die Türöffnung, drehte mir ihr Gesicht zu und aus ihren schwammigen, knallrot geschminkten Lippen grollte es:
  „Entschuldigung. Nein, Oberschwester.“
Sie liebte diesen Titel, obwohl er ihr vom Dienstgrad her nicht zustand. Ihr Blick durch die schmucklosen Brillengläser lähmte mich. Ich stand vor ihr. Mit hängenden Schultern. Mit gesenktem Kopf.
  „Was haben Sie sich dabei gedacht, Schwester?“
Mit irgendetwas Hellem wedelte sie mir vor der Nase herum. Ich blickte hoch und schaute beklommen auf ein Blatt Papier in ihrer Hand. In der ihr eigenen zynischen Art zischte sie:
  „Ein Versetzungsantrag!“, und brüllte dann unvermittelt los: „Ihr Antrag.“ Hämisch flüsterte sie mir zu: „Aber daraus wird nichts. Ich und Frau Oberin haben entschieden! Disziplin ist nun mal das halbe Leben. Wäre ja noch schöner, wenn da jeder käme und seinen Platz verlassen wollte, der ihm zugewiesen wurde! Sie sind Krankenschwester, und das bedeutet Pflichterfüllung zum Wohle des Patienten und nichts weiter, Schwester!“
Sie schwenkte meinen Antrag mit der rechten Hand hin und her, griff auf einmal mit ihrer linken zu und dann zerriss sie ihn. Sie vernichtete damit nicht nur ein Blatt Papier, sondern auch meine Hoffnung auf einen anderen, vielleicht besseren Arbeitsplatz in der Dermatologie, um den ich mich beworben hatte. Langsam ...

Mehr in:
"Von Janusköpfen und Kippfiguren" 12,90 Euro überall im Handel oder direkt im Verlag bestellen

oder per Download

Donnerstag, 5. Juli 2012

viking-Eine große Reise

Gestern erfolgte der erlösende Anruf aus der Druckerei. Die Bücher sind im Versand und kommen noch rechtzeitig vor der Military Tattoo Messe an. So steht der Buchpräsentation dieses tollen Buches auf einer schottischen Messe nichts mehr im Wege. 

 







Leseprobe:


Wie in einem Traum erinnerte ich mich daran, wie ich als kleiner
Junge am Türspalt stand, wir hatten gerade Besuch bekommen:
Meine Tante hatte mich nur kurz begrüßt. Seltsam, sie hatte mich doch sonst immer fast mit ihrer übertriebenen Umarmung erdrückt.
Nun stand sie mit meiner Mutter zusammen und umarmte, statt meiner, sie. Meine Mutter weinte. Ich schaute mit einem Auge durch den Türspalt und verstand so gut wie nichts, nur:
  „Wie erkläre ich es dem Jungen, wie erkläre ich es dem Jungen?“
Immer und immer wieder. Es war so fern der Realität für einen kleinen Jungen wie mich, der seinen Vater nie wieder sehen würde.

Flö klopfte auf meine Schulter und holte mich zurück aus meinem Traum. Er hielt die Hand auf. Was wollte er denn? Ach ja, den Pfeil. Ich legte ihn Flö in die geöffnete Handfläche und erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich für einen kurzen Moment eine Waffe in der Hand gehalten hatte. Ich war sehr müde und der Hals schmerzte stark. Flö reichte mir eine weitere, widerlich
nach Schaf stinkende Decke, in die ich mich einwickeln sollte. Es könnte eine kalt Nacht werden, dachte ich, als ich mich in das Fell einrollte. Schemenhaft nahm ich wahr, wie sich jeweils zwei Mann eine Art Schlafsack teilten, aber ich war viel zu müde, um mir darüber Gedanken zu machen und versuchte etwas Schlaf zu finden. Es wurde alles zu viel für mich. Es war kalt. So kalt, dass ich nicht zur Ruhe kam. Auch innerlich war ich zu sehr aufgewühlt. Was sollte das alles nur bedeuten, warum war ich hier? Ich richtete meinen Oberkörper auf, erblicken konnte ich aber nichts, zu dicht war das mittschiffs gespannte Segel. Wenn mir doch nicht so erbärmlich kalt wäre. Aber wenigstens konnte ich einigermaßen weich liegen, wie herrlich konnte doch frisches Stroh sein. Irgendwann musste ich dann doch eingeschlafen sein. Geweckt hatte mich die Sonne, ein Fußtritt und ein seltsamer Traum, in dem ich nichts sah, nur meine Tochter hörte:
  „Papa, wach auf. So wach doch auf!“
Alles passierte im gleichen Moment. Das als Zeltdach gespannte
Segel wurde entfernt, ich erwachte aus meinem Traum und ich bekam einen Tritt. Mochte gar nicht darüber nachdenken, von wem. War ich denn ein Tier? Was war das für ein seltsamer Traum - hatte doch meine Tochter noch nie im Traum zu mir gesprochen.
Mir war immer noch kalt und ich fühlte mich sehr schwach. Wahrscheinlich war das Aufrichten des Mastes, bei dem ich heute Morgen in aller Frühe helfen musste, zu anstrengend für mich. Jetzt kam Flö auf mich zu, wieder begleitete ihn die gepflegt aussehende Person. Er hatte mir schon an meinem ersten Tag auf die Beine geholfen, kurz bevor ich das erste Mal den Bugsteven erblickte. Irgendwie machte er auf mich einen lehrhaften Eindruck. War er vielleicht so etwas wie Flös Lehrer? Er kam sehr nahe an mich heran und machte sich an meinem Halsverband zu schaffen. Erschrocken hielt er inne und redete auf den Jungen ein. Sollte ich mir jetzt Sorgen machen, noch mehr als bisher? Ich war doch schon in einem Albtraum, nur weckte mich niemand daraus. Flö und sein Begleiter drückten mich zu Boden, was war los? Jetzt brachte man mir sogar noch Felle und Flö war irgendwie außer sich, was schrie er nur den Roten so an?
Ein Kind brüllte diesen Hünen an und der kuschte. Was für eine
seltsame Welt. Selbst Björn schaute mich sorgenvoll an. Jedenfalls interpretierte ich seinen Gesichtsausdruck so. Ich lag jetzt sehr weich, die Sonne schien alle auf dem Schiff zu wärmen, nur mich nicht. Flös Begleiter sprach zu mir, fragend schaute ich ihn an. Er schloss kurz seine Augen, schaute mich
dann wieder an und sagte, wobei er auf sich selbst zeigte:
  „Lisias.“ Dann schmierte er mir eine undefinierbare Paste auf meine Halswunde und wechselte den alten Stoffverband aus.

Wenn es mir jetzt nur nicht so schwer fallen würde zu sprechen, dann hätte ich mich gerne bedankt. Aber ich hatte das Gefühl, als würden mir die Kräfte mehr und mehr schwinden. Ich war so
müde und der Tag hatte erst begonnen. Nur undeutlich bekam ich noch mit, wie Lisias und Flö sich unterhielten, wobei Flö ständig zwei Worte wiederholte: „Bui“ und „Iona“.

Durch einen Schlag in den Rücken erwachte ich. Ich lag immer noch auf meinem Lager und der Schlag kam dieses Mal nicht vom Roten, sondern vom Schiff selbst. Die Wellen mussten etwas höher geworden sein, denn das Schiff lag unruhig im Wasser. Ich fühlte mich nicht gut, hatte den Eindruck, dass ich fieberte. Erneut war ich auf Lisias Hilfe angewiesen, er musste mir helfen, mich etwas aufzurichten. Ja, mit dem Rücken am Mast, so ging es. Ich wollte ihm danken, aber meine Stimme versagte und der Hals war dick und schmerzte. So saß ich einfach nur da und starrte Lisias an.

Selbst Lisias bemerkte den Asiaten nicht, der sich, einer Katze gleich, von hinten heranzuschleichen schien. Aber ich täuschte mich in ihm, denn Lisias streckte nur seine Hand aus, der Asiat stellte ein kleines Gefäß hinein und verschwand lautlos, wie er gekommen war. Lisias reichte mir das Gefäß, an dessen Boden in einer heißen klaren Flüssigkeit einige Blätter lagen. Lisias drückte mir den Becher an den Mund. Das Trinken fiel mir schwer, denn ich konnte nicht richtig schlucken.
Da kam mir eine Idee: Ich ließ meinen Oberkörper nach rechts fallen und schob etwas das Stroh zur Seite, bis ich auf den Holzrumpf des Schiffes stieß. Lisias wollte mir aufhelfen, aber ich konnte ihn mit letzter Kraft davon abhalten und hielt ihn zusätzlich am Arm fest. Ich wollte von ihm etwas wissen, was mich trotz meiner Schmerzen beschäftigte. Jetzt nahm ich den Becher ...

viking-Eine große Reise, ISBN:978-3-943596-06-9 P-Buch ab Montag, den 9.Juli im Handel für 12,90 Euro

Ab der kommenden Woche halten wir eine besondere Überraschung für Euch bereit.

Herzlichst eure Andrea el Gato

Mittwoch, 20. Juni 2012

Mein Kind soll leben

Das Buch der Autorinnen Claudia & Hedwig Kleineheismann geht in die Neuauflage!

Wir haben es aufgehübscht, haben es hochwertiger gestaltet, durchgerutschte Fehler ausgebessert und nun, in wenigen Tagen, ist es endlich soweit:
"Mein Kind soll leben", wird im Verlagshaus el Gato neu verlegt.

 

 





Leseprobe "Mein Kind soll leben"


1963
Endlich war ich bei meiner Tochter, doch so fern von ihr.
Sie lag hinter einer großen Glasscheibe in einem Einzelzimmer. Über sie spannte sich ein Sauerstoffzelt, das Bettchen in Kopfhöhe extrem hochgestellt. Ein Schlauch klebte an ihrem Näschen. Die Schwester erklärte uns, dass das die notwendige Magensonde wäre. Damit sie sich den Schlauch nicht selbst abreißen konnte, waren die Ärmel des Jäckchens über die Hände gezogen und zugebunden. Voller Schrecken bemerkten wir, dass sie schnell und heftig atmete.
Es tat weh, sie so liegen zu sehen. Wie gerne wäre ich in das Zimmer gegangen, hätte sie aus dem Bettchen genommen, sie gestreichelt und liebkost. Ich fühlte mich hilflos, so ohnmächtig.
Wie beneidete ich die Schwester, die im Zimmer bei Claudia war. Sie durfte mein Kind anfassen, durfte bei ihr sein, während ich als Mutter vor dieser dämlichen Scheibe stand.
Es war schmerzlich für mich, nichts für Claudia tun zu können.
Noch ahnte ich damals nicht, dass dies erst der Anfang von vielen noch ähnlich schmerzhaften Situationen werden sollte.
Nach einer Weile kam der Arzt und teilte uns mit, dass Claudia einen angeborenen Herzfehler hätte. Aus diesem Grund musste sie mit Sauerstoff beatmet, sowie im Moment künstlich ernährt werden. Welche Art von Herzfehler vorläge, könnte er nicht sagen, jedoch sei die Situation
ernst. Voller Entsetzen starrte ich den Arzt an. In meinem Kopf klang noch der Nachhall des Satzes, vom Arzt der Entbindungsstation:
  „Herz und Lunge sind gesund”.
Gerade hatte ich den ersten Schock verdaut, wusste mittlerweile, dass Klumpfüße heilbar waren. Ein Herzfehler, dagegen, klang bedrohlich. Meine Angst wuchs ins Unermessliche. „Was kommt nun auf uns zu?“, schoss mir durch den Kopf, „Erwachsene oder alte Leute haben Herzleiden, aber doch nicht mein Baby. Niemand in unseren Familien hatte etwas mit dem Herzen. Was bedeutet das alles für Claudia? Es kam noch schlimmer.
  Der Arzt sagte: „Hier in der Kinderklinik sind wir nicht in der Lage eine genaue Diagnose zu erstellen. Ihre Tochter muss daher in die Uniklinik verlegt werden. Die Untersuchung wird mittels Herzkatheter durchgeführt. Im Moment jedoch ist sie dazu noch zu klein.“
Schweigend mit einer großen Leere im Kopf und erfüllt von tiefer Traurigkeit, fuhren wir heim Noch vor wenigen Tagen war die kleine Welt, die wir uns geschaffen hatten, in Ordnung.
Nun stand ich vor der Wiege, die immer noch leer war. Wohl eine Weile leer bleiben würde. Liebevoll hatte ich alles für die Ankunft von Claudia vorbereitet. Jetzt stand ich davor, unaufhörlich liefen meine Tränen. Mein Mann nahm mich in seine Arme und wir schmiegten uns aneinander. Wir redeten über unsere Angst um Claudia, überlegten, was nun werden sollte, wie es weitergehen würde und was wir für Claudia tun könnten. Wir standen an der Wiege und fühlten uns allein.
Meine Eltern waren tief betroffen, als sie hörten, wie krank Claudia war. Ihre Angst lag wie ein grauer Schleier im Raum. Meine Schwiegermutter saß weinend bei mir. Sie hatte sich so auf ihr Enkelkind gefreut. Nun das!
  Sie sagte zu mir: „Hedi, es wäre besser, wenn Claudia sterben würde. Das tut zwar weh, aber du kannst noch gesunde Kinder bekommen. Du bist ja noch jung.“
Ich blickte sie erschrocken an. Das kann doch nicht ihr Ernst gewesen sein? Jedoch las ich in ihren Augen, dass sie sehr wohl wusste, was sie gesagt hatte.
  Ernst und entschieden erwiderte ich: „Claudia wird nicht sterben, jetzt nicht und später nicht.“
Lange konnte ich ihr diese Worte nicht verzeihen.
Erst später begriff ich, was sie damit sagen wollte. Heute, viele Jahre später, verstehe ich sie besser. Auf ihre Art wollte sie mir sagen, dass ein schwerer Weg vor uns lag. Für uns alle, aber besonders für Claudia.

2011 erschien in der Bild der Frau nachstehender Artikel:

Uns erreichten zahlreiche Leserbriefe, die immer wieder zum Ausdruck brachten, dass dieses Buch ein guter Ratgeber für Familien ist, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Das Buch zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Familie ist, wie wichtig eine gute Kommunikation und letztendlich, wie wichtig eine positive Lebenseinstellung ist.

"Mein Kind soll leben", jetzt im Verlag vorbestellbar
ISBN: 978-3943596-31-1  zum Preis von 12,90 Euro. Im Handel ab 30.Juni 2012

Dienstag, 19. Juni 2012

viking-Eine große Reise





Noch ist das Cover nicht fertig, aber ich bin sicher, dass unser Designer Markus Erkens etwas Tolles basteln wird. Vor allem, mit dieser tollen Vorlage vonseiten des schottischen Künstlers Alasdair Urquhart

Sehr ihr den Schwanenkopf am Bug des Schiffes? Er spielt eine tragende Rolle im Roman und ich möchte euch heute eine kleine Kostprobe präsentieren.

Leseprobe: viking-Eine große Reise von Ted Lindsay

Jetzt erst bemerkte ich den Jungen. Er stand neben dem Hünen und trug die gleichen Stiefel, nur viel kleiner. Ich konnte ihn kaum einschätzen, aber älter als vierzehn Jahre war er sicher nicht. In der linken Hand trug er eine Fackel, mit der rechten zeigte er auf mich. Er redete mit mir. Ich verstand seine Sprache nicht, er sprach nicht englisch. Es hörte sich auch nicht gälisch an, wie in den Gesprächen, denen ich am ersten Abend in der Bar meines Hotels gelauscht hatte, ohne auch dort nur ein einziges Wort zu verstehen. Aber ich erkannte ihren Klang. Es war die gleiche Stimme, die noch gerade eben einen ausgewachsenen Mann veranlasste, seine Klinge von meinem Hals zu nehmen; die Stimme eines Kindes.

Er kam einen Schritt näher, redete weiter mit mir, mit der gleichen Wortfolge, die ich schon davor bereits nicht verstand, nur fordernder.
  „Junge, ich verstehe dich nicht“, lauteten meine ersten gesprochenen Worte. Die beiden Ruderer bewegten sich nicht mehr, plötzlich war es still, sehr still. Selbst die hünenhafte Gestalt wich einen kleinen Schritt zurück, hob allerdings dabei bedrohlich ihre Klinge. Nur der Junge stand immer noch dort. Lächelte er? Wieder erklang seine Stimme, die gleichen Worte, nur zeigte er nicht mehr direkt auf mich, sondern auf meine Schulter. Ich schaute ihn fragend an, was wollte er? Er kam näher, stand direkt neben mir. Jetzt hörte ich den Hünen sprechen und auch er kam bedrohlich näher. Ich fühlte Angst in mir aufsteigen. Jedoch hob der Junge plötzlich seine Hand, als würde das den Hünen von mir abhalten. Aber genau das passierte. Der Große blieb stehen. Sah der Junge die Angst in meinen Augen? Er kniete vor mir, seine Hand berührte jetzt meine Schulter und wieder sprach er den gleichen Satz. Ich schaute ihn an, sein Gesicht war genau vor meinem und ohne Furcht. Er tippte ungeduldig auf meine Schulter, immer wieder die gleiche Stelle. Was wollte er? Ich schaute hin.

Mein Tattoo, er tippte auf mein Tattoo. Schon lange hatte ich es vergessen; eine Jugendsünde. Jahre nachdem mein Vater auf einem Segeltörn verschwunden war, machte ich einen kleinen Bootsausflug, nur drei Tage, auf einem Segler im Ijsselmeer. Wollte so fühlen wie er, ihm näher sein. Kurzum, in Amsterdam sah ich dieses Motiv, mir gefiel es damals und so ließ ich es mir dort von einem Tätowierer stechen: Ein Schwan, der einer Krone entsteigt.

Fordernder holte mich der Junge aus meinen Gedanken zurück, eindringlicher klangen seine Worte. Ich schaute ihm in die Augen; blau. Ein unglaubliches Blau erblickte ich im Schein seiner Fackel. Ungewöhnlich im Vergleich mit den Augen der anderen Männer, in deren Gesicht ich bisher blicken musste.  
  „Ja, ein Tattoo, was ist damit?“ Jetzt tippte ich selbst darauf. Der Junge wich zurück, hatte ich ihn verschreckt? Aber nein, ich glaubte nicht. Wollte er mir etwas zeigen? Er wechselte die Fackel in die rechte Hand und ging noch einen Schritt Richtung Schiffsbug. Jetzt war er aus meinem Blickwinkel verschwunden. Ich kauerte immer noch auf dem Boden und merkte erst jetzt, wie mein Bein, die Knie und der Rücken schmerzten. Ganz abgesehen von meinem geschwollenen Gesicht, was sich eigenartigerweise  sehr taub anfühlte. War es die Kälte? Langsam versuchte ich mich ein wenig aufzurichten. Die anderen Männer verharrten.

Jetzt erst merkte ich, dass ich völlig unbekleidet war. Ich war zu verwirrt, um mich zu schämen, aber auch der Schiffsbesatzung schien es nichts auszumachen. Ich schaute mich an und bemerkte, dass ich aus mehreren kleinen Wunden blutete, auch am Hals. Hatte das Schwert mich geschnitten?

Erneut versuchte ich mich aufzurichten, um mich dem Jungen zuzuwenden. Es ging nicht, ich war einfach zu schwach. Der Junge sprach, nicht zu mir, sondern in Richtung Bug. Jemand kam von dort auf mich zu, sehen konnte ich ihn erst, als er sich zu mir hinab beugte und mir beim Aufstehen behilflich war. Er sah ganz anders aus, als die Männer, in deren Gesichter ich bisher blickte. Er schien mir sehr gepflegt mit kurzem, pechschwarzem Haar. Er sprach mit mir, aber auch ihn verstand ich nicht, obwohl mir der Klang der Sprache vertrauter schien. Ich stützte mich auf ihn und machte sogar ein, zwei Schritte direkt auf den Jungen zu, den ich gut um zwei Köpfe überragte. Er sprach wieder den gleichen Satz und zeigte zugleich auf mein Tattoo. Dann nahm er meine Hand und ich schaute in seine Augen, deren Blau mich immer noch verwirrte. Er redete langsam, fast fragend, und er erwiderte meinen Blick - keine Furcht. Ich wurde das Gefühl nicht los, als würde ich in seinem Gesicht einen unauslöschlichen Fragedurst erkennen. Dann hob er seine Fackel nach vorne, Richtung Schiffsbug. Mein Blick folgt seiner Bewegung und was ich im Lichtschein erkannte, konnte nicht wahr sein, war unglaublich!


So dann alles klappt, wird das Buch Ende des Monats erscheinen. ISBN:978-3-943596-06-9   12,90 Euro

Mittwoch, 25. April 2012

Der Duft der Maiglöckchen

Ihr habt so fleißig gevotet und euch letztendlich für das Cover Nummer Eins entschieden, dass ich euch heute die Leseprobe nicht vorenthalten möchte.

Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun  Böhm wird ab den 3.Mai 2012 im Handel erhältlich sein. 




Leseprobe:

Es war nicht so, wie es schien. Kommissar Berger hatte seinen
Beruf geliebt. Er konnte nichts daran ändern, dass seine Mundwinkel nach unten hingen, unter seinen blauen Augen schwarze Schatten lagen und seine Stirn tiefe Falten aufwies. Er hatte immer so ausgesehen. Nur seine ehemals braune Lockenpracht wich einem spärlich grauen Haarkranz, der heute sein Haupt bedeckte. Er war Single, da er nie auf den Gedanken gekommen war, zu heiraten. Frauen hatten für ihn etwas Rätselhaftes, Mystisches an sich. Er hatte nicht gelernt, damit umzugehen und wollte es nicht mehr lernen. Er war auch so gut zurechtgekommen.
Nun war er fünfundsechzig Jahre alt, pensioniert und konnte
seinen Ruhestand genießen. Er hatte sich ein kleines, weiß verputztes Häuschen mit grünen Fensterläden und einem roten
Ziegeldach gekauft. Das Häuschen lag nur ein paar Hundert Meter vom Waldrand entfernt. Es gab darin eine Küche, ein
Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Gästezimmer. Das
Gästezimmer war genau genommen überflüssig. Besuch erwartete er sowieso keinen. Er hatte weder Freunde noch Verwandte. Aber er konnte in diesem Zimmer seine alten Akten aufbewahren, in denen er immer wieder gerne stöberte. Und das Wandern lag ihm im Blut. Dafür war Schrobenheim ein ausgezeichnetes Fleckchen Erde. Berger liebte es, durch die Wälder zu streifen und die klare Luft einzuatmen. Er liebte den
Geruch der Tannennadeln und die Stille in den Wäldern. Dem
Rauschen der Blätter im Wind und dem Gesang der Vögel
konnte er stundenlang zuhören.

An einem herrlichen Maitag machte er sich auf den Weg in den
Wald. Er hatte sich vorgenommen, den ganzen Tag zu wandern.
Berger schritt kräftig aus. Bald würde er den Waldrand erreicht
haben. Die Glocken der nahen Kirche schlugen neunmal, der
Wind war mild und streichelte seine Wangen. Fröhlich pfiff er eine kleine Melodie, die er schon seit seiner Kindheit kannte:
„Das Wandern ist des Müllers Lust.“ Er erinnerte sich noch gut
an den Tag, an dem er dieses Lied zum ersten Mal gehört hatte. Das war damals als …
Ein dumpfes Geräusch, das aus dem Wald kam, durchdrang
die Stille. Berger zuckte zusammen. Das war ein Schuss gewesen!
Auch wenn er nicht mehr im Dienst war, reagierte er unweigerlich so, wie es ihm seine jahrelange Berufserfahrung
eingab. Er rannte los so schnell er konnte und tastete dabei
nach einer Waffe, die er natürlich nicht dabei hatte. Dabei stolperte er über einen Maulwurfshügel, konnte sich eben noch abfangen bevor er auf die Nase fiel, und kam keuchend oben an.
Doch er war zu spät gekommen. Im Wald raschelte etwas. Berger sah eine kleine dunkelhaarige Frau, die eine Pistole in der Hand hielt, durch das Gehölz flüchten.
Dicht am Waldrand lag ein kleiner stämmiger Mann, der mit offenen blauen Augen in den Himmel starrte. Durch das weiße
Hemd sickerte Blut. Berger sah; der Schuss hatte ihn mitten ins Herz getroffen. Da war nichts mehr zu retten. Er kannte die Einwohner von Schrobenheim nicht alle. Aber Gernot Winter, der hier vor ihm auf dem Boden lag, den hatte er gekannt. Die
Dame mit der Pistole musste die Frau aus Polen sein, die seit
einiger Zeit Gernot Winters zweite Gattin gewesen war. Entsetzt musterte er die Leiche und überlegte sich, ob er der Frau folgen sollte. Aber er stand wie festgewachsen im Gras. Etwas Unbestimmbares, das er nicht greifen konnte, hinderte ihn daran. Tatsache war, auch Herr Winters erste Frau Barbara hatte versucht, ihren Mann zu ermorden. Sie war verschwunden, wie vom Erdboden verschluckt. Trotz ausführlicher Recherchen war sie nicht gefunden worden.
Berger hielt es sogar für möglich, dass ihr Mann sie getötet
hatte. Man musste mit allem rechnen. Die Menschen waren
schlecht und verdorben. Und das war ein Fall, den er nie gelöst
hatte. Er würde ihn bis zu seinem Ende beschäftigen. Denn für ...


Der Duft der Maiglöckchen von Heidrun Böhm ISBN: 978-3-943596-05-2    9,90 Euro Vorbestellen

Freitag, 20. April 2012

Kabischubi und die Herzsteine

Deine Angst zu besiegen, ist der Schlüssel für ein erfülltes Leben



Die meisten Menschen bereuen am Ende ihres Lebens nicht die Risiken, die sie eingegangen sind. Die meisten Menschen bereuen das, was sie aus Angst vor den Risiken unversucht ließen. Sie werfen sich eher Dinge vor, die sie nicht getan haben, als Dinge, die sie getan haben. Deshalb sollten wir alle so leben, dass wir später nicht bereuen, wie wir gelebt haben. Das bedeutet aber auch, die Angst zu überwinden und ein Risiko einzugehen, statt aus Angst vor dem Scheitern oder aus Bequemlichkeit alles beim Alten zu lassen.

In dem Buch Kabischubi und die Herzsteine, ist das Kapitel: "Kabischubi und die Angst", speziell dem Thema Angsterkrankung, BurnOut und Depressionen gewidmet. Ein wichtiges und hochaktuelles Thema für Viele in der heutigen Zeit. Diese Geschichte zeigt, dass es durch Liebe und Zusammenhalt Wege zurück ins Leben gibt. 

Leseprobe:


„Du musst die Augen aufmachen, Jamie!“, rief Kabischubi von unten Jamie zu. „Sonst kannst du ja gar nicht sehen wie schön die Welt von dort oben aussieht.“
Jamie stand im Apfelbaum auf einem dicken Zweig in ungefähr zwei Meter Höhe und klammerte sich mit zusammengekniffenen Augen an den dicken Stamm. Zwei Meter sahen von unten überhaupt nicht hoch aus. Jamie war vor wenigen Minuten felsenfest überzeugt, dass er mit seinen fünf Jahren mindestens zehn Meter hoch in den Baum klettern konnte, wenn nicht sogar noch viel höher. Doch wie er jetzt auf diesem Zweig stand, waren zwei Meter plötzlich unwahrscheinlich hoch und der Erdboden erschien ihm unendlich weit weg. Da blieb einem doch gar nichts anderes übrig als einfach fest die Augen zuzukneifen und sich am Stamm festzuklammern, oder?
  „Ich habe aber so eine Angst“, rief Jamie mit lauter Stimme zu dem Kabischubimonster herunter.
Kabischubi lachte und hüpfte mit einem Satz neben Jamie auf den Ast und half ihm dabei, sich vorsichtig neben ihn hinzusetzten. Das Kabischubimonster hielt Jamie fest und ganz langsam traute er sich, seine Augen zu öffnen. Jetzt, wo Kabischubi neben ihm saß, ging es ihm besser und die Angst war nicht mehr so stark.
  „Weißt du Jamie, manchmal sieht etwas einfacher aus als es ist. Wenn man das feststellt, ist es überhaupt nicht schlimm, Angst zu bekommen. Dann muss man sich erst einmal auszuruhen und Kraft sammeln. Angst schützt uns im Leben und deswegen ist Angst sehr wichtig und überhaupt nicht peinlich oder schlimm.“
Jamie sah Kabischubi in seine gelben großen Augen.
  „Zuckt dein Ohr auch ganz bestimmt nicht?“, wollte Jamie wissen.
Das Kabischubimonster hatte nämlich an seinen Hinterkopf zwei kleine rosa Kabischubiohren und das rechte davon war das Familienohr. Wenn etwas mit Stephanie oder einem ihrer Söhne nicht in Ordnung war, dann fing es an zu zucken. Dann wusste Kabischubi, dass einer von ihnen seine Hilfe brauchte.
Dieses spürte er sogar über die weiteste Entfernung.
„Alles ganz ruhig, du kleiner Apfelbaumerklimmer“, grinste Kabischubi und drehte seinen Kopf so, dass Jamie das Ohr sehen konnte.
Jamie beobachtete das kleine rosa Kabischubiohr und als er sah, dass es ganz ruhig zwischen dem orange-grünen Kabischubifell hervorlugte, atmete er beruhigt aus und kuschelte sich eng an die haarige Brust. So saßen die beiden eine Zeit lang nebeneinander im Apfelbaum und freuten sich darüber, wie weit sie von hier sehen konnten.
Nach einer Weile bat Jamie das Kabischubimonster:
  „Vielleicht solltest DU die Äpfel von ganz oben aus der Krone für Mama pflücken. Ich glaube, meine Angst sagt mir gerade, dass diese Höhe für mich erst einmal ausreicht. Das nächste Mal traue ich mich vielleicht einen Ast weiter herauf.“
Das Kabischubimonster lächelte Jamie stolz an und ...

"Kabischubi und die Herzsteine" von Stephanie Urbat-Jarren 9,90 Euro versandkostenfrei bestellen

in wenigen Tagen auch als E-Book erhältlich

Dienstag, 17. April 2012

Manchmal musst du über deinen Schatten springen

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich gestern gar keinen Blogbeitrag geschrieben habe. Irgendwie scheint mir da jemand die Zeit geklaut zu haben. Derzeit bin in zweigeteilt oder besser dreigeteilt? Ich beschäftige mich im Moment intensiv mit dem Thema Marketing, schließlich wollen wir nicht nur produzieren, sondern auch verkaufen.

Glücklicherweise erreichte mich heute die neue Verkehrsnummer des Börsenvereins, sodass ich jetzt auch hier die umfangreichen Weiterbildungsangebote wahrnehmen kann.
Der Markt entwickelt sich dermaßen rasant, dass es töricht wäre, diese nicht anzunehmen.


Aber davon wollte ich heute nicht berichten. 
Heute folgt die Leseprobe von  
Schattensprung, geschrieben von Barbara Kühnlenz, ein Buch von dem ich sagte, dass es ein Liebesroman sei und doch wieder keiner.




Handlungseinstieg: Ost-Berlin am 7.Oktober 1989. Allein dieser geschichtliche Rahmen weckt bei Bewohnern der ehemaligen DDR Erinnerungen, Leser der alten Bundesländer werden Gegebenheiten kennenlernen, von denen die Wenigsten wussten, dass sie so waren.

Leseprobe:

Melanie fühlte sich unbehaglich, wenn sie auf das Namensschild ihrer Eltern blickte, das hinter zwei Gedecken stand. Sie wusste, dass ihr Vater die Einladung zum 60. Geburtstag von Frau Traugott zerrissen hatte.
Er verabscheute diese Erzkommunisten, dieses Kommunistenpack, wie er Familie Traugott nannte, obwohl er selbst Mitglied der SED war. Wegen der Stellung als Abteilungsleiter im Betrieb müsse er das, behauptete er.
Genauso wenig begriff sie, weshalb er ihre Verbindung mit Johannes, dem jüngsten Sohn dieser Familie, ablehnte. In seinen Augen war er ein Hallodri, ein Taugenichts, aber er duldete ihn bisweilen als Besucher, weil Melanie sonst ebenfalls ferngeblieben wäre. Als Einzelkind fühlte sie sich bei den Eltern von Johannes und seinen Geschwistern wohl. Während ihrer Kindheit hatte sie sich oft eine Schwester oder einen Bruder gewünscht. Nun saß sie mitten in einer großen Familie, aber statt sich zu freuen, beunruhigte sie weniger das Namensschild ihrer Eltern, sondern ein anderes, auf dessen Schild der Name des Gastes stand, mit dem sie etwas Ungeheuerliches verbinden sollte.
Wie konnte Johannes nur so was von ihr verlangen!
  Von hinten umschlangen Melanie zwei Arme, und eine Stimme flüsterte neben ihrem Ohr: „Wenn bloß dieser ganze Rummel erst vorbei wäre. Ich liebe dich nämlich, Fräulein Seidemann, und zwar wahnsinnig.“
Wie gerne hörte sie ihn so sprechen!
Eng schmiegte sie sich gegen seine Brust, hauchte
  „Oh, Jo!“, schloss ihre Augen und küsste ihn als Antwort.
Keinen Tag mit ihm bereute Melanie. Sie liebte zum ersten Mal einen Mann und das mit einer Intensität, die sie nie für möglich gehalten hätte. Sie hatte ihn bei ihrer Freundin Isabell kennengelernt, bei der er seinerzeit erst seit einigen Tagen wohnte. Schon bei der Begrüßung, als er Melanies Hand berührte und sich ihre Blicke trafen, fühlte sie, dass nur er ihre Sehnsucht stillen
konnte.
Noch am gleichen Abend erlag sie seinem Charme. Wenige Tage später quartierte er sich mit seinen Habseligkeiten bei ihr ein. Melanie vermutete damals, dass Isabell, mit der sie eine Freundschaft seit ihrer Ausbildung zur Laborantin verband, auf der Stelle mit ihr spinnefeind sein werde. Aber stattdessen erklärte sie ihr, dass sie nicht vorgehabt habe, mit Johannes ihr Leben zu verbringen und warnte sie sogar. Vor seiner Faulenzerei, vor seiner Flatterhaftigkeit in jeder Hinsicht. Aber darauf gab Melanie nicht viel, denn sie wusste, dass Isabell mit Vorliebe von ihrem Verhalten auf das Anderer
schloss. Isabell tröstete sich bereits zwei Tage später mit dem Fernsehmonteur Michael Mick. Eigentlich sollte er nur den Fernseher reparieren, aber Isabell lud ihn zu mehr ein. Nach einer gemeinsamen Nacht folgte eine zweite und nach der dritten kündigte er den Mietvertrag seiner Wohnung und zog zu ihr. Melanie spürte gleich bei der ersten Begegnung, dass er Isabell nicht nur wegen ihres Aussehens bewunderte, sondern aufrichtig liebte. Sie hoffte nun, dass Isabell ihre einstige Einstellung zu Liebe und Treue neu entdecken würde. Zu Beginn ihrer Freundschaft schätzte Melanie besonders diese Lebensart an ihr, wie jetzt bei Michael. Trotz Isabells Bedenken genoss Melanie uneingeschränkt Johannes, seine Wärme, seine Kraft und seine Unbekümmertheit, mit der er das Leben zu meistern schien.
...
   Johannes löste die Kinder von sich. Sie wehrten sich, aber er kniete sich hin und versprach: „Wenn ihr euch jetzt an den Tisch setzt und ganz lieb seit, spielt der Onkel nachher wieder mit euch.“ Ohne die sonst übliche Aufsässigkeit, folgten sie sofort seiner Aufforderung. Nun nahm auch Johannes sein Glas und stieß es gegen das seiner Mutter. Dazu sang er lauthals mit verstellte Stimme:     
  „Hoch soll sie leben, dreimal hoch! Prost, Liz!“
  „Johannes, wir sind hier nicht im Wilden Westen! Deine Mutter heißt schlicht und einfach Liese. Nenn' sie gefälligst auch so, wenn du dich schon zu Mutter nicht entschließen kannst“, schimpfte der Vater dazwischen.
  Johannes lachte nur dazu und konterte: „Aber, aber, Herr Traugott. Man muss doch mit der Zeit gehen. Deine Frau hat nun mal auf Grund ihres Alters laut Gesetz deiner geliebten DDR das Recht erlangt, in die goldene Freiheit fahren zu dürfen. Sag' schon, Liz, wann fährst du? Ich freue mich bereits auf die leckeren Sachen von drüben.“
Herr Traugott knallte sein Glas auf den Tisch.
  „Verdammt, mein Sohn! Wir sind DDR - Bürger. Du, deine Mutter, wir alle hier. Und DDR-Bürger lassen sich nicht kaufen. Gerade du als Lehrersohn müsstest doch wissen, wo du zu stehen hast. Ich hatte immer gedacht, meine Kinder wüssten, was sie der Partei schuldig sind. Wer anders denkt, kann gehen.“
  Liesbeth lenkte ein: „Vater meint es nicht so.“ Keiner widersprach, obwohl alle wussten, dass er es genauso meinte. Sogar Johannes blieb stumm. Das nun einsetzende Schweigen erfasst auch die Kinder. Die Mutter fragte nicht, wie sonst, nach den Wünschen ihrer Gäste, sondern belegte jeden Teller mit einem Stück Käsetorte, füllte in jede Tasse Kaffee und stellte vor Thomas ein Glas mit Limonade. Dennis erhielt einen Becher mit Kakao. Danach durchbrach die Stille lediglich hin und wieder das Klappern der Kaffeetassen, wenn sie einer auf den Unterteller zurückstellte. Ansonsten verzehrten alle, in eigene Gedanken vertieft, ihr Stück Kuchen. Nur die Kinder nicht. Statt sein Stück Käsetorte zu essen, pulte Thomas mit einem Finger die Rosinen aus dem Rand des Mohnkuchens. Dennis schlug mit beiden Händen auf sein Stück, sodass es nach allen Seiten ...

Schattensprung von Barbara Kühnlenz 12,90 Euro versandkostenfrei bestellen

Freitag, 13. April 2012

Das Lachen des Kookaburra




Heute kommen wir nun zum dritten Titel.
Das Lachen des Kookaburra, der zauberhafte Liebesroman mit einer Kulisse, die wir uns alle erträumen: Australien.

Egal wo wir bislang dieses Buch vorgestellt haben, waren die Leser begeistert. 

Hier die Leseprobe:

David Hunter war ein echtes Kind Australiens. Geboren in diesem Land, hatte er die ersten Jahre seines Lebens auf einer
Schweinefarm in der Nähe von Penola verbracht. Sein Vater,
Geoffrey, war ein einfacher Mann. Als Nachkomme einer endlosen Kette von Hunters hatte er sein ganzes Leben lang
nichts anderes getan als seine Vorfahren auch, nämlich in
Südaustralien Schweine gezüchtet. Er war ein stolzer Mann,
der sein Land liebte. Und es war für ihn keine Frage, dass er
die Farm einmal an seinen einzigen Sohn weitergeben würde,
so wie es in der Familie seit vielen Generationen Tradition
war. Doch eine lang anhaltende Dürre zwang die Hunters,
ihre Farm aufzugeben, und schweren Herzens verkauften sie
das Land ihrer Väter. In Mount Gambier bekamen sie das Angebot, ein kleines Café zu übernehmen. Da Eloise, Geoffreys
Frau, schon immer mit Leib und Seele gekocht und gebacken
hatte, schien ihnen dies keine schlechte Wahl zu sein. Mit
dem Geld, das sie durch den Verkauf ihres Landes erzielten,
und mithilfe eines Bankkredits eröffneten sie das Pig &
Whistle. Hier boten sie vielfältige Teesorten, Kaffee und
Milchshakes an, sowie frische scones, waffles und kleine, mit
verschiedenen Zutaten gefüllte pies. Schnell sprach sich in
der Stadt herum, dass es in dem einfachen, aber netten Café,
das etwas abseits der Hauptstraße lag, viele kleine Köstlichkeiten gab. Das Geschäft lief gut. Für David war es von Anfang an selbstverständlich mitzuhelfen. Wenn er nachmittags aus der Schule heimkehrte, band er sich voller Stolz eine Schürze um und ging den Eltern zur Hand. Er liebte diese Arbeit.
Und wenn er ehrlich war, vermisste er die unzähligen
grunzenden und quiekenden Schweine in den weitläufigen,
stinkenden Ställen kein bisschen. Nach Beendigung seiner
Schulzeit übernahm er den Wareneinkauf und die Buchführung
des Betriebes, um seinen Vater zu entlasten, den immer
wieder gesundheitliche Probleme plagten. Für David bestand
kein Zweifel, dass er später einmal das Pig & Whistle ganz
übernehmen würde.

Vom ersten Moment an, als er Rebecca vor der Eisdiele in
der sengenden Hitze stehen sah, hatte er sie wiedererkannt.
Wie könnte er das tollpatschige, zierliche Mädchen, mit dem
er damals auf dem Schulhof zusammengestoßen war, je vergessen?
Ein einziger Blick in ihre grünen Augen genügte, und
er hatte geahnt, dass sie in der Lage sein würde, ihn zu verzaubern.
Gerne hätte er mit seinem Mund ihre weichen, vollen
Lippen berührt. Doch er wehrte sich gegen diese, wie er fand,
unpassenden Gefühle. Schließlich war Rebecca noch Schülerin,
und er befürchtete, dass sie sehr viel jünger war als er.
Mit leisem Bedauern entschloss er sich, das Mädchen aus
dem Kopf zu schlagen. Ab und zu begegneten sie sich, wenn
er Snacks für die Schulcafeteria brachte, doch niemals sprach
er sie an. Das Wiedersehen am Australia Day hatte sein Interesse aber neu entfacht. Während er Rebecca anstarrte,
wurde ihm klar, dass das vermeintlich zu junge Mädchen eigentlich eine wunderschöne Frau war. Sie musste doch älter
sein, als er ursprünglich angenommen hatte. Vielleicht hatte
er sich damals von der Schuluniform täuschen lassen. Jedenfalls faszinierte ihn ihr Anblick, und die Gedanken an sie ließen ihn fortan nicht mehr los.
In den stillen Straßen der Nachbarschaft war kaum jemand
unterwegs. Ein paar Krähen hüpften schimpfend durch die
nachtschwarzen Vorgärten, und das Gekreische der Vögel erheiterte sie. Über ihnen spannte sich ein sternenklarer Himmel, und eine bleiche Mondsichel schimmerte zwischen den
Baumwipfeln hindurch. Die Stämme der Bäume glänzten silbern im Mondlicht. Rebecca erschauerte.
„Du frierst“, stellte David fest. Er zog sein Jackett aus und
legte es ihr um die Schultern. Sie sah zu ihm auf. „Danke“,
sagte sie leise.
David blieb stehen, versuchte, in ihrem Gesicht zu lesen.


Wenn ihr wissen möchtet, wie es weiter geht, und ob sich die beiden noch "kriegen":

"Das Lachen des Kookaburra" 978-3-943596-08-3    12,90 Euro versandkostenfrei

Danke auch an die Lesecommunity "Wir Lesen", die sich freundlicherweise als Rezensent zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 12. April 2012

Leseprobe - NOEL





Aber heute, heute kommt endlich die versprochene
 Leseprobe von NOEL.
Unser kleiner Kerl hat sich auf der Messe so gut gehalten und die Kinderherzen im Sturm erobert. Aber einmal mehr zeigt mir die Fehlentscheidung beim Cover, wie wichtig das passende Cover für den Verkauf später ist. Das Auge isst eben mit.



Leseprobe:

Ich weiß auch nicht so recht, warum meine Mama dauernd auf der Wiese liegt, das Gras abreißt und es sich in den Mund stopft. Sieht so aus, als ob sie es genüsslich kauen würde. Sie versucht immer wieder, mich mit diesem grünen Futter zu ködern, aber ich spucke es aus. Ich bin doch keine Kuh! Dafür gibt sie mir am Nachmittag ganz viele von den Körnern, die so herrlich süß sind. Das schmeckt wunderbar.
Aber diese Hühner kommen immer zu mir und flattern um mich herum. Sie versuchen mich abzulenken um mir mein Futter zu klauen. Zum Glück merkt meine Mama, dass ich nichts zwischen die Zähnchen bekomme. Ach ja, die sind in der Zwischenzeit übrigens gewachsen. Damit kann ich diese Körner jetzt gut kauen. Ab und zu beiße ich meine Mama in den Arm und knabbere an ihren Haaren herum. Die sehen genauso aus wie das Spreu, das sie mir am Abend gibt. Einfach köstlich! Meine Mama wiegt mich alle zwei Tage, um zu kontrollieren, ob ich auch genug auf die Rippen bekomme.
Das ist wirklich eine mühsame Arbeit. Da legt sie so ein Maßband um meinen Bauch, damit sie genau weiß, ob ich auch zunehme oder nicht. Dafür muss ich ganz still stehen. Als ob sie nicht sehen würde, dass ich wachse! Sie schreibt auch immer auf, wie viel Milch ich trinke. Das hat sie mir einmal erzählt, als sie anfing, mir am Nachmittag diese Körner mit Rohzucker zu geben.
Sie passt auch auf, dass mir niemand mein Futter stiehlt. Diese Hühner sollen ihre Würmer suchen und mich in Ruhe fressen lassen. Die warten nur darauf, dass Mama geht, damit sie an meinen Napf kommen können. Ich wusste es doch, meine Mama mag mich ganz toll. Sie beschützt mich und merkt immer, wenn es mir nicht so gut geht.

Mehr direkt im Buch ...






NOEL ISBN: 978 -943596-00-7   7.99 Euro versandkostenfrei bestellen

Dienstag, 10. April 2012

Leseprobe - Zerbrochenes Glück

Leider bin ich gesundheitlich grad etwas angeschlagen, es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren, dennoch möchte ich die neue Woche mit einer Leseprobe starten.

Wir beginnen heute mit "Zerbrochenes Glück", nicht weil ich dieses Buch geschrieben habe, sondern weil es der erste veröffentlichte Titel nach Trennung von meiner Partnerin war. 


Leseprobe:

Der Schnee knirschte unter unseren Rädern, als wir die Fahrzeuge vor dem Haus zum Stehen brachten. Kaum schalteten wir die Motoren aus, flog die Haustür mit einem energischen Ruck auf. Bekleidet mit dicken, wattierten Hosen und einem grob gestrickten Pullover, die langen schwarzen Haare im Nacken zum Zopf gebunden, trat uns ungeduldig der Hausherr entgegen. Mit schwarzen Augen musterte er mich ungeniert und begrüßte gleichzeitig Shelly, die mich mit in das Haus zog. Überrascht stellte ich fest, dass das Haus nicht sehr groß war. Hauptsächlich bestand es nur aus einem einzigen Raum. Die Eheleute schliefen im oberen Alkoven oder vor dem Kamin. Jetzt lag eine stöhnende Frau vor dem prasselnden Feuer und erwartete bereits sehnsüchtig die Ankunft von Doula und Hebamme.
Ohne zu zögern, begannen wir mit der Arbeit.
Einige Stunden später hielt Jack als frischgebackener Vater seinen Sohn im Arm. Ein hübsches Baby mit dichtem schwarzen Haar und asiatisch anmutenden Augen. Mir fiel auf, dass der Teint von Jack Bighorn und seine Frau Sarah etwas dunkler als der mir bekannten Dene und Cree aussah und ihre Augen etwas mehr den Asiaten ähnelte. Daher vermutete ich, dass sie einer anderen Volksgruppe angehörten. Ich nahm mir vor, Shelly später darauf anzusprechen.
Es schneite und schneite. Dicke Flocken fielen vom Himmel. Die Sicht betrug kaum zwanzig Meter. Mittlerweile war der Abend hereingebrochen.
Sarah und Jack baten Shelly und mich, über Nacht zu bleiben. Es war zu gefährlich, bei diesem Wetter zu
fahren. Während ich dankbar das Angebot annahm, lehnte
Shelly ab. Ein alter Freund von ihr bewohnte eine der benachbarten
Farmen, etwas weiter westlich in der Nähe des kleinen
Örtchens Embarras Portage. Jack wollte Shelly bei diesem
Wetter nicht allein fahren lassen und begleitete sie. Was war
ich froh, jetzt nicht nach Hause fahren zu müssen. Während
Sarah und ihr Baby sich von der anstrengenden Geburt erholten, telefonierte ich mit Michael und teilte ihm die Neuigkeiten mit. Im Kamin knackten die Holzscheite und ein angenehmer Duft nach verbranntem Harz lag in der Luft.
Die Henkeltasse mit beiden Händen umschlossen, schlürfte ich
genüsslich den heißen Tee und beobachtete träumend das
Glimmen der Glut. Unwillkürlich baute sich vor meinem inneren
Auge ein Bild auf. Susan und Michael rekelten sich eng umschlungen vor dem Kamin.
Brr … Susan!
Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass Susan es darauf
anlegte, mir meinen Mann auszuspannen. Mehrmals versuchte
ich, Michael auf dieses Thema anzusprechen. Aber er lachte
mich einfach aus:
„Was bildest du dir nur ein? Du siehst wohl schon Gespenster.
Susan? Die doch nicht.“
Das musste ich mir anhören. Und dass ich eine eifersüchtige
Zicke sei. Ich könnte vor Wut platzen, wenn ich nur an dieses
Gespräch dachte.
„Ich eine eifersüchtige Zicke, dass ich nicht lache.“ Zumindest
gingen Michael und ich danach viel seltener in Jeff´s Bar. Und
wenn doch, dann nur, um mit allen Mitteln zu demonstrieren:
„Seht her, das ist mein Mann.“
Bloß keine Eifersucht anmerken lassen. Wann immer Michael
es schaffte, mich nach diesem Gespräch in Jeff’s Bar zu
schleppen, lachte ich besonders viel und laut und zeigte nach
außen eine künstliche Fröhlichkeit, die ich nach innen nicht verspürte.
Tief in meine Gedanken versunken, schreckte ich auf, als sich die Haustür öffnete. Ein eiskalter Windzug fegte durch das kleine Haus und zwei von oben bis unten mit Schnee bedeckte Männer betraten das Haus. In dem einen erkannte ich den frisch gebackenen Vater Jack. Vom Geräusch geweckt, schreckte Sarah hoch, das Baby indes ließ sich nicht stören. Die beiden Männer schüttelten den Schnee von ihren Jacken und ohne mich zu beachten, gingen sie zur Schlafstatt von Sarah. Derweil musterte ich den zweiten Neuankömmling. Die Männer schienen Brüder oder zumindest vom selben Volk zu sein, denn auch dieser Mann hatte leicht schräg stehende Augen. Seine langen, schwarzen Haare trug er, ähnlich wie Jack, im Nacken zusammengebunden.
Er war groß, größer als die anderen Indianer, die ich bisher
kennenlernte und auffallend schlank. Freudig eilte er zu Sarah,
nahm sie zärtlich in den Arm, beglückwünschte sie und bestaunte das Baby. Etwas blass und mit wackligen Beinen stand Sarah vorsichtig auf. Als ich aufsprang, um sie zu stützen, zog ich die Aufmerksamkeit der Männer auf mich. Jack stellte mich vor. Ablehnende Augen musterten mich abschätzend von oben bis unten. In einer Sprache, die ich nicht verstand, fingen die Drei an zu diskutieren. Anhand der Gesten und Blicke ahnte ich, dass ich Mittelpunkt des Gesprächs war.
Die Situation gefiel mir absolut nicht. Am liebsten wäre ich sofort in mein Auto gesprungen. Sarah beendete mit einem resoluten Satz die Diskussion und sprach in Englisch weiter:
„Jenny entschuldige, mein Schwager ist manchmal etwas unhöflich. Wir nehmen nicht gern die Dienste von Weißen in Anspruch und du bist die erste weiße Doula, die er kennenlernt.“
Mit großen Augen starrte ich die vor mir stehenden Menschen
an. Das meinten sie doch nicht im Ernst? Wir lebten im 21.Jahrhundert.
Ich fragte: „Wo ist sein Problem?“ Schon flammt die Diskussion erneut auf.
„Warum? Siehst du, wie ahnungslos die ist?“, poltert der Mann
los und zeigt mit seinem Finger auf mich.
„Die schicken uns eine komplett ahnungslose, blonde Puppe her. Ich wette, wir sind die ersten Native, die das Püppchen zu sehen bekommt“, höhnt er. Das war zu viel für mich, ich postierte mich vor dem Fremden und erwiderte Aug in Aug stehend:

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Donnerstag, 2. Februar 2012

Kabischubi und die Herzsteine

Was ihr kennt Kabischubi nicht?

                       Dann wird es aber Zeit!

Kabischubi gehört der Rasse Monster an und wohnt bei Stephanie. Stephanie wohnt in Hamburg. Er ist ihr bester Freund, Beschützer und Tröster. 
Mir haben die Erlebnisse von Stephanie und Kabischubi so gut gefallen, dass wir gemeinsam ein Buch daraus gemacht haben.

Kabischubi und die Herzsteine treiben im Moment in der Druckerei ihr Unwesen. Wir hoffen sehr, dass er die Mitarbeiter dort nicht zu sehr erschreckt, denn am
15. Februar sollen die Bücher im Buchhandel landen.

Das Buch wird 9,90 Euro kosten und kann unter der ISBN: 978-3-943596-03-8 bereits vorbestellt werden.

Hier eine erste Leseprobe:

Was? Es gibt keine Monster? Aber natürlich gibt es Monster! Es gibt alle Arten von Monstern. Ganz große, kleine, bunte und einfarbige Monster. Manche Monster können schön singen und andere Monster, die können wunderbare Geschichten erzählen. Und es gibt das Kabischubimonster.
Das Kabischubimonster lebte bei Mike, Jamie, Kenneth und Stephanie. Da fühlte es sich auch sehr wohl und eigentlich mochte Kabischubi sein Zuhause
nicht gern verlassen. Doch es gab Augenblicke, da spürte Kabischubi, dass auch andere Menschen seine Hilfe oder seinen Rat benötigten. Das mussten nicht unbedingt nur Kinder sein. Wenn man ehrlich zugab, waren es nur selten Kinder. Denn diese hatten noch keine Ahnung von den Pflichten und Anforderungen, die an Erwachsene gestellt wurden. Leider vergaßen manche Erwachsene mit der Zeit die wertvollsten Punkte im Leben. Vergaßen, wie notwendig es war, Halt zu geben und anzunehmen. Sie versäumten es, zurückzulieben, wenn sie geliebt wurden. Und sie erinnerten sich nicht mehr
an das, was ihnen als Kind selbst am wichtigsten war; nämlich das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Das war sehr schlimm, gerade wenn einem Vater das bei seinem Kind passierte.
Und genau von so einem Vater hatte Kabischubi heute gehört. Das klang im ersten Moment ganz furchtbar erschreckend. Manch einer fragte
sich vielleicht, warum Kabischubi sich solche Mühe machen wollte, diesen Mann zu besuchen. Aber Kabischubi war nun einmal wahnsinnig clever, auch wenn er das nicht immer zeigte. Außerdem hatte er gehört, dass dieser Mann
im Grunde seines Herzens ganz anders dachte als er sich gab. Es stimmte schon, manchmal brauchten Erwachsene einfach nur mal wieder etwas Zauber in ihrem Leben. Und wenn einer es schaffte, Zauber zu vermitteln, dann war es das Kabischubimonster!
Kabischubi packte also alles, was er brauchte in seinen quittegelben Kabischubirucksack.
Er nahm dieses Mal sehr viel mit, denn er hatte schon so
eine Ahnung, dass dieser Besuch etwas länger dauern würde. Er bürstete sein orange-grünes Fell ganz gründlich, denn er wollte ja ordentlich aussehen und vergaß diesmal auch nicht, sich mit seinem Rückenarm die Rückenhaare zu
glätten. Er setzte sich die rote Kabischubibrille auf und den regenbogenfarbenen Kabischubihut. Toll sah er aus. Na ja, vielleicht etwas arg bunt, aber das kannte man ja von Kabischubi.



Kabischubi und die Herzsteine
ISBN: 978-3-943596-03-8
9,90 Euro
im Verlagshaus Traumstunden el Gato

Mittwoch, 1. Februar 2012

Das zweifach Kinderbuch - NOEL

Nachdem wir uns in den vergangenen beiden Tagen über die Liebesromane unterhalten haben, möchte ich in den kommenden drei Tagen die Kinderbücher und Jugendbücher vorstellen.

Starten wir mit:

NOEL
dem Kinderbuch zum Lesen, Vorlesen und Ausmalen




Ein  Amazon Kunde schrieb:
Als das Buch bei mir ankam, war ich erst etwas überrascht, wie dünn es wirkte. Aber dann wurde mir bewusst, dass es ja ein Kinderbuch ist, und Kinder mögen nun mal keine dicken Schwarten. Die Schrift ist schön groß, so dass auch Leseanfänger mühelos mithalten können. Aber viel mehr Freude bereitet es den Kleinen, wenn Mami oder Papi abends vorlesen.
Das Buch erzählt von Noel, Croqueta und Pinchito - drei Fohlen - die von ihren Müttern, aus unterschiedlichen Gründen, getrennt werden. Anfangs haben die Fohlen Angst vor dem zweibeinigen Wesen, was sich als neue Mutter vorstellt. Mit der Zeit lernen sie aber, dass die neue Mama gar nicht so schlecht ist. Das Buch erzählt aus der Perspektive des Noel heraus, so dass Kinder schnell mit ihrem kleinen Helden mitfiebern. Sie lernen ihn bereits vor seiner Geburt kennen und begleiten ihn, bis er als dreijähriger gefeierter Star zurück auf die Farm seiner menschlichen Mutter kommt. Die einzelnen Geschichten sind nicht zu lang und in kindgerechter Sprache.

Überrascht haben mich die zahlreichen detailgetreuen Zeichnungen. Da diese mit Bleistift gezeichnet wurden, bietet es sich an, dass Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Bilder farbig verschönern.

Der Preis ist ok, da es quasi zwei Bücher in einem sind.
Insgesamt ein wunderschönes Buch, was ich meinen Enkeln gern zu Weihnachten geschenkt habe. 


Zwei weitere Kunden haben mir ihre Kommentare per Mail gesandt, da Amazon aktuell nur eine Bewertung des Covers zulässt.

Die Meinungen lauten: "niedlich geschrieben", "Meine Kinder wollten jeden Abend hören, wie es mit  Noel und seinen Freunden weitergeht", "schön, dass meine Tochter die Bilder gleich ausmalen kann, da hat sie eine doppelte Freude an dem Buch"

NOEL, der kleine Hengst lebt in Ecuador und wer ihn ein neues zuhause geben möchte, kann ihn versandkostenfrei bei Amazon für 7,99 Euro bestellen.

Dienstag, 31. Januar 2012

In zwei Wochen ist Valentinstag

Falls ihr dieses Jahr nicht wieder Unsummen für Blumen ausgeben wollt, die am nächsten Tag traurig ihren Kopf hängen lassen, versucht es doch einfach mal mit einem Buch.

Nichts eignet sich besser, als eine Liebesgeschichte. Egal ob soft und romantisch, wie 
"Das Lachen des Kookaburra" oder eher in Form eines Thrillers.

Heute möchte ich euch 
"Zerbrochenes Glück", 
geschrieben von meiner Wenigkeit vorstellen. 


In den letzten Tagen wurde ich oft gefragt, ob das Buch eine Art Biografie sei. 

Nein, ist es nicht. Die erste Version schrieb ich in Form des allwissenden Erzählers. Eine Kollegin riet mir, das Buch würde in der "Ich"-Form sehr an Substanz gewinnen. Da ich, genauso wie jeder andere Autor, eitel bin, benötigte ich etwa ein halbes Jahr, ehe ich mich für diesen Vorschlag erwärmen konnte. Als ich mich jedoch dazu entschloss, merkte ich schnell, wie sehr ich mich mit der Person Jenny identifizieren konnte. Gleichwohl flossen einige autobiografische Passagen ein.

Am Ende des Buches zitiere ich eine indianische Weisheit:
 Ich schloss mit der Frage: „Ist es verkehrt, wenn ich Rache
üben will?“
Erneut schaute er mich an, goss uns beiden Tee ein, warf Kräuter in die Schale und ließ sich lange Zeit für seine Antwort.
„Mädchen wisse, wir alle haben einen eigenen emotionalen
Medizinbeutel. Dieser enthält nicht nur Gutes, sondern auch
Zorn, Negativität und moralische Vorurteilsfähigkeit. Den Inhalt haben wir über Jahrtausende von unseren Vorfahren geerbt.
Solange dir aber die negativen Aspekte deines Medizinbeutels
nicht bewusst sind, können sie auch nicht bewältigt werden.
Öffne ihn, lass das Böse heraus. Nur so kannst du eine negativ
belastete Zukunft vermeiden. Lerne, das Gleichgewicht und die
Gelassenheit zwischen Sonne, Erde und Mond verstehen.
Übertrage diese Gelassenheit auf dein Leben. Dann wird sich
Gleichgewicht, auch in deiner Beziehung zu Byron, einstellen.
Lerne aus den Dingen, die euch wiederfahren sind. Schätze
die Erfolge, genieße den Moment.“

Was mag dieser Spruch bedeuten?
Am Wochenende gab mir eine bekannte TV Kommiassarin einen tollen Satz mit: "Wir alle sind Kinder dieser Erde"
Eigentlich wissen wir es, und uneigentlich handeln wir nicht danach. Jeder hält sich für den Nabel des Universums. Kaum jemand von uns erkennt seine eigene Fehlbarkeit an. Es sind sowieso immer die anderen und die Standardantwort von Amazon lautet: Der Rückstau ist schuld.

Erst wenn es uns gelingt, aus unseren Fehlern zu lernen, wenn es uns gelingt, denen zu verzeihen, die uns irgendwann mal verletzt haben, wenn es uns gelingt loszulassen, erst dann werden wir dieses Gleichgewicht erreichen.

Dieses Buch ist mit Sicherheit nicht unfehlbar. Jedoch wenn es mir gelingt, den Leser oder die Leserin für einige Stunden in eine andere Welt zu entführen, dann habe ich mein Ziel erreicht. 
Ein Amazon Kunde schrieb:
Ich habe das Buch innerhalb eines Abends verschlungen! Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen!


Leseprobe:
Vorsichtig wendete ich den Wagen und mit einem letzten Winken verabschiedete ich mich von den, vor dem Haus stehenden, Männern.
Obwohl die Klimaanlage auf vollen Touren lief, beschlugen die Scheiben ständig neu. Die Scheibenwischer waren eingefroren, ich stellte das Gebläse höher und bekam endlich die Scheiben
frei. Nachdem ich einige Minuten unterwegs war, schaltete ich den Navigator ein und tippte auf: ˏNach Hause.̕ Während ich wartete, dass er endlich einen Satelliten fand, schob sich die Wolkenwand immer weiter in mein Sichtfeld. Bitte keinen neuen Schnee. Mein Hoffen war vergebens, denn kurz danach setzte
leichter Schneefall ein. Einige Kilometer weiter konnte ich kaum noch die Straßenführung erkennen. Nur mithilfe der Navigation blieb ich auf der richtigen Spur. Langsam quälte sich mein Auto durch die bizarre Landschaft und ich verfluchte mich, dass ich
diesen Auftrag angenommen hatte. Der Schneefall verstärkte sich und auch der Wind nahm merklich zu. Die Sonne verschwand vollends, obwohl früher Vormittag, legte sich Dunkelheit wie ein Tuch über die Ebene. Der Wind pfiff schaurig durch die
geschlossenen Scheiben. Mühsam kämpften die Scheibenwischer, in der höchsten Stufe, gegen die immer stärker werdende Übermacht von oben. Heckfenster und Seitenscheiben verschwanden
regelrecht unter der Schneelast. Mein Sichtfeld fahrenden Iglu. Langsam kroch Angst in mein Herz.
Aber ich fuhr. Noch!
Immer öfter drehten die Räder durch. Redete ich mir die ganze Zeit ein, nur nicht anhalten zu dürfen, weil ich befürchtete, das Fahrzeug würde sich nicht mehr vorwärts bewegen, blieb mir nun nicht anderes übrig, als anzuhalten. Die Schneeketten mussten rauf. Instinktiv war mir klar, dass ich sie schon längst
hätte aufziehen müssen. Meine verdammte Eitelkeit!
Als ich ausstieg, raubte mir der Sturm fast den Atem. Gedämmt durch die dicke Schicht von Schnee, unterlag ich der trügerischen Annahme, der Sturm hätte sich gelegt. Jedoch das genaue Gegenteil war der Fall. Entsetzt von der Kraft und Heftigkeit des Windes, sprang ich zurück ins Auto und rief Michael an. Die Verbindung war sehr schlecht, nur abgehackte Fragmente drangen hindurch. Immer wieder schrie ich in den kleinen Hörer:
„Was hast du gesagt? Wiederhole bitte noch einmal.“ Als das Gespräch beendet, war ich genauso ratlos wie vorher. Sollte ich abwarten, bis der Sturm etwas nachließ oder meinte er, ich sollte die Schneeketten aufziehen und weiterfahren?
Der Tank war zu zwei Drittel gefüllt. Um Sprit musste ich mir also keine Gedanken machen. Aber hier jetzt untätig rumsitzen und abwarten? Nein das war nicht mein Ding. So gut es ging, mummelte ich mich in meine Jacken ein. Band mir meinen Schal vor Nase und Mund und hoffte, einigermaßen gewappnet zu sein. Als ich ausstieg, warf der Wind mich fast um. Trotz Schutz vor Nase und Mund fiel das Atmen schwer. Falls ich dachte, es könnte nicht schlimmer werden, so irrte ich. Ungebremst raste der Sturm über das Plateau, rüttelte am Fahrzeug und versuchte mich in die Knie zu zwingen. Noch nie in meinem Leben erlebte ich einen dermaßen Ausbruch der Naturgewalten.
Krampfhaft hielt ich mich an der Karosserie fest, zog den
Kopf fest zwischen die Schultern und tastete mich langsam zum Heck. Bis zu den Knien sank ich dabei in den Schnee.
Nach qualvollen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, erreichte ich endlich das Heck. Voller Panik stellte ich fest, dass ...


Beide Bücher sind versandkostenfrei zu beziehen über den Verlag zum Preis von 12,90 Euro unter
bestellung (at) traumstunden-verlag.com