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Dienstag, 8. Mai 2012

Habt ihr schon von Scribando gehört?

Mein-Buch-GrafikScribando ist ein relativ neues Portal, was sich große Ziele gesetzt hat.
Derzeit sind zirka 200 Titel eingestellt, selbst sprechen sie von etwa 1000 Nutzern, Trend steigend.


Nachdem ich Dank der Kollegin Annette Eickert auf Scribando gestoßen bin, habe ich es gleich einmal getestet und möchte euch Bericht erstatten.

Das Einstellen eines Titels ist einfach und kostenlos. Der Autor muss sich nicht neu anmelden oder registrieren, das klappt einfach und unkompliziert über seinen Facebook-Account.

Anschließend geht der Autor auf den Button "Buch vorstellen" und schon geht es los mit der Eingabe.
Dabei bin ich auch auf das Wort gestoßen, was in letzter Zeit in aller Munde ist: Buchtrailer. Bislang haben wir noch keine Trailer, aber das wird sich nun ebenfalls bald ändern (müssen).

Scribando bietet zahlreiche Extra an, die dann jedoch kostenpflichtig sind.
Marketing- , Premium- , Sichtbarkeits-  und Medienpaket kosten jeweils 25 Euro monatlich. Das Team bietet zusätzlich die Erstellung eines Trailers an, sowie eines 3-D Buchcover.
Die erstellten Trailer und Cover sind anschließend auch in anderen Websiten nutzbar.

Insgesamt eine tolle Idee.




Ich habe mich also quasi als Testperson zur Verfügung gestellt und mein Buch: "Zerbrochenes Glück" bei Scribando eingestellt.

Obwohl ich keines der angebotenen Zusatzangebote genutzt habe, keinen Trailer und kein 3-D Cover vorweisen kann, hat mein Buch es in dieser Woche in den Bucholymp geschafft. Das heißt, dass es eine Woche lang auf der Titelseite vorgestellt wird. Um mehr Nutzer für das Portal zu generieren, lassen sich die Betreiber auch viele tolle Sachen einfallen.

Mich erreichte heute folgende Mail:
Diese Woche kannst du auf Scribando eine redaktionelle Vorstellung auf unserer
Facebokpage "Wir lieben Bücher" bei fast 1.000 Literaturbegeisterten gewinnen!
Jene drei Bücher, die zwischen Mittwoch und Montag (jeweils 12h) die meisten neuen Empfehlungen
erhalten haben, werden auf unserer Facebookpage bei fast 1.000 Literaturbegeisterten redaktionell vorgestellt
!


Tja, was muss der Autor tun, damit er eine redaktionelle Vorstellung gewinnt? Er sollte möglichst viele Leser auf das Portal, vorzugsweise auf sein Buch "locken", die dann anderen Lesern das Buch "empfehlen".

Meiner Meinung nach ist dieses Portal als Marketinginstrument unbedingt zu empfehlen und vielleicht teste ich auch eins der angebotenen Extra aus.

Herzlichst eure Andrea el Gato

Dienstag, 10. April 2012

Leseprobe - Zerbrochenes Glück

Leider bin ich gesundheitlich grad etwas angeschlagen, es fällt mir schwer, mich zu konzentrieren, dennoch möchte ich die neue Woche mit einer Leseprobe starten.

Wir beginnen heute mit "Zerbrochenes Glück", nicht weil ich dieses Buch geschrieben habe, sondern weil es der erste veröffentlichte Titel nach Trennung von meiner Partnerin war. 


Leseprobe:

Der Schnee knirschte unter unseren Rädern, als wir die Fahrzeuge vor dem Haus zum Stehen brachten. Kaum schalteten wir die Motoren aus, flog die Haustür mit einem energischen Ruck auf. Bekleidet mit dicken, wattierten Hosen und einem grob gestrickten Pullover, die langen schwarzen Haare im Nacken zum Zopf gebunden, trat uns ungeduldig der Hausherr entgegen. Mit schwarzen Augen musterte er mich ungeniert und begrüßte gleichzeitig Shelly, die mich mit in das Haus zog. Überrascht stellte ich fest, dass das Haus nicht sehr groß war. Hauptsächlich bestand es nur aus einem einzigen Raum. Die Eheleute schliefen im oberen Alkoven oder vor dem Kamin. Jetzt lag eine stöhnende Frau vor dem prasselnden Feuer und erwartete bereits sehnsüchtig die Ankunft von Doula und Hebamme.
Ohne zu zögern, begannen wir mit der Arbeit.
Einige Stunden später hielt Jack als frischgebackener Vater seinen Sohn im Arm. Ein hübsches Baby mit dichtem schwarzen Haar und asiatisch anmutenden Augen. Mir fiel auf, dass der Teint von Jack Bighorn und seine Frau Sarah etwas dunkler als der mir bekannten Dene und Cree aussah und ihre Augen etwas mehr den Asiaten ähnelte. Daher vermutete ich, dass sie einer anderen Volksgruppe angehörten. Ich nahm mir vor, Shelly später darauf anzusprechen.
Es schneite und schneite. Dicke Flocken fielen vom Himmel. Die Sicht betrug kaum zwanzig Meter. Mittlerweile war der Abend hereingebrochen.
Sarah und Jack baten Shelly und mich, über Nacht zu bleiben. Es war zu gefährlich, bei diesem Wetter zu
fahren. Während ich dankbar das Angebot annahm, lehnte
Shelly ab. Ein alter Freund von ihr bewohnte eine der benachbarten
Farmen, etwas weiter westlich in der Nähe des kleinen
Örtchens Embarras Portage. Jack wollte Shelly bei diesem
Wetter nicht allein fahren lassen und begleitete sie. Was war
ich froh, jetzt nicht nach Hause fahren zu müssen. Während
Sarah und ihr Baby sich von der anstrengenden Geburt erholten, telefonierte ich mit Michael und teilte ihm die Neuigkeiten mit. Im Kamin knackten die Holzscheite und ein angenehmer Duft nach verbranntem Harz lag in der Luft.
Die Henkeltasse mit beiden Händen umschlossen, schlürfte ich
genüsslich den heißen Tee und beobachtete träumend das
Glimmen der Glut. Unwillkürlich baute sich vor meinem inneren
Auge ein Bild auf. Susan und Michael rekelten sich eng umschlungen vor dem Kamin.
Brr … Susan!
Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, dass Susan es darauf
anlegte, mir meinen Mann auszuspannen. Mehrmals versuchte
ich, Michael auf dieses Thema anzusprechen. Aber er lachte
mich einfach aus:
„Was bildest du dir nur ein? Du siehst wohl schon Gespenster.
Susan? Die doch nicht.“
Das musste ich mir anhören. Und dass ich eine eifersüchtige
Zicke sei. Ich könnte vor Wut platzen, wenn ich nur an dieses
Gespräch dachte.
„Ich eine eifersüchtige Zicke, dass ich nicht lache.“ Zumindest
gingen Michael und ich danach viel seltener in Jeff´s Bar. Und
wenn doch, dann nur, um mit allen Mitteln zu demonstrieren:
„Seht her, das ist mein Mann.“
Bloß keine Eifersucht anmerken lassen. Wann immer Michael
es schaffte, mich nach diesem Gespräch in Jeff’s Bar zu
schleppen, lachte ich besonders viel und laut und zeigte nach
außen eine künstliche Fröhlichkeit, die ich nach innen nicht verspürte.
Tief in meine Gedanken versunken, schreckte ich auf, als sich die Haustür öffnete. Ein eiskalter Windzug fegte durch das kleine Haus und zwei von oben bis unten mit Schnee bedeckte Männer betraten das Haus. In dem einen erkannte ich den frisch gebackenen Vater Jack. Vom Geräusch geweckt, schreckte Sarah hoch, das Baby indes ließ sich nicht stören. Die beiden Männer schüttelten den Schnee von ihren Jacken und ohne mich zu beachten, gingen sie zur Schlafstatt von Sarah. Derweil musterte ich den zweiten Neuankömmling. Die Männer schienen Brüder oder zumindest vom selben Volk zu sein, denn auch dieser Mann hatte leicht schräg stehende Augen. Seine langen, schwarzen Haare trug er, ähnlich wie Jack, im Nacken zusammengebunden.
Er war groß, größer als die anderen Indianer, die ich bisher
kennenlernte und auffallend schlank. Freudig eilte er zu Sarah,
nahm sie zärtlich in den Arm, beglückwünschte sie und bestaunte das Baby. Etwas blass und mit wackligen Beinen stand Sarah vorsichtig auf. Als ich aufsprang, um sie zu stützen, zog ich die Aufmerksamkeit der Männer auf mich. Jack stellte mich vor. Ablehnende Augen musterten mich abschätzend von oben bis unten. In einer Sprache, die ich nicht verstand, fingen die Drei an zu diskutieren. Anhand der Gesten und Blicke ahnte ich, dass ich Mittelpunkt des Gesprächs war.
Die Situation gefiel mir absolut nicht. Am liebsten wäre ich sofort in mein Auto gesprungen. Sarah beendete mit einem resoluten Satz die Diskussion und sprach in Englisch weiter:
„Jenny entschuldige, mein Schwager ist manchmal etwas unhöflich. Wir nehmen nicht gern die Dienste von Weißen in Anspruch und du bist die erste weiße Doula, die er kennenlernt.“
Mit großen Augen starrte ich die vor mir stehenden Menschen
an. Das meinten sie doch nicht im Ernst? Wir lebten im 21.Jahrhundert.
Ich fragte: „Wo ist sein Problem?“ Schon flammt die Diskussion erneut auf.
„Warum? Siehst du, wie ahnungslos die ist?“, poltert der Mann
los und zeigt mit seinem Finger auf mich.
„Die schicken uns eine komplett ahnungslose, blonde Puppe her. Ich wette, wir sind die ersten Native, die das Püppchen zu sehen bekommt“, höhnt er. Das war zu viel für mich, ich postierte mich vor dem Fremden und erwiderte Aug in Aug stehend:

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Donnerstag, 1. März 2012

Wisst ihr: Manchmal braucht man einfach etwas Zauber im Leben.

... und neue Lesermeinung zu "Zerbrochenes Glück"
 


Als erstes seht ihr oben das versprochene Bild von Kabischubi, wie er sich im Schaufenster tummelt. Es scheint ihm dort recht gut zu gefallen.
Kabischubi, ich wünsche dir, dass du noch viele Herzen erreichst und Zauber wirkst.

Mich erreichte dieser Tage ein Leserbrief. Warum ich das so besonders betone? Er kam von einem Leser. Jawoll. Mein Frauenroman wurde von einem Mann gelesen.
 
Auszugsweise schrieb er:
Damit Du nicht am` Hungertuch` nagen musst , habe ich Dein Buch gekauft und angefangen, zu lesen. Ist die Handlung komplett erdacht oder gibt es Parallelen? Das Buch liest sich angenehm. Gute Kritik am System Deutschland. Es immer mutig, den Schritt zu wagen, komplett in einem anderen Land neu anzufangen ...
Ja und ich habe das Buch in 2 Tagen ausgelesen gehabt. Wenn das alles in Deiner Fantasie entstanden ist, super! Ich hoffe doch auf einen zweiten Teil, damit ich weiss, ob Michael aufgeflogen ist, ob Jenny ihren Sohn wieder sieht, was die Native machen ...
Ich habe interessenhalber mal mich über Alberta informiert und habe festgestellt, Du musst da gewesen sein, sonst würdest Du nicht so detaliert schreiben können. Die Orte, das mit den Reservaten, die Naturbeschreibungen usw.
Interessant war ,wie das mit den Doulas in Kanada ist, schon der Unterschied beim Geld. In Deutschland habe ich nichts dergleichen gehört! Hebamme ja, Doula nein.
Also auf ein neues Buch!
Vielen Dank für diesen netten Brief an Andreas G.




Dienstag, 31. Januar 2012

In zwei Wochen ist Valentinstag

Falls ihr dieses Jahr nicht wieder Unsummen für Blumen ausgeben wollt, die am nächsten Tag traurig ihren Kopf hängen lassen, versucht es doch einfach mal mit einem Buch.

Nichts eignet sich besser, als eine Liebesgeschichte. Egal ob soft und romantisch, wie 
"Das Lachen des Kookaburra" oder eher in Form eines Thrillers.

Heute möchte ich euch 
"Zerbrochenes Glück", 
geschrieben von meiner Wenigkeit vorstellen. 


In den letzten Tagen wurde ich oft gefragt, ob das Buch eine Art Biografie sei. 

Nein, ist es nicht. Die erste Version schrieb ich in Form des allwissenden Erzählers. Eine Kollegin riet mir, das Buch würde in der "Ich"-Form sehr an Substanz gewinnen. Da ich, genauso wie jeder andere Autor, eitel bin, benötigte ich etwa ein halbes Jahr, ehe ich mich für diesen Vorschlag erwärmen konnte. Als ich mich jedoch dazu entschloss, merkte ich schnell, wie sehr ich mich mit der Person Jenny identifizieren konnte. Gleichwohl flossen einige autobiografische Passagen ein.

Am Ende des Buches zitiere ich eine indianische Weisheit:
 Ich schloss mit der Frage: „Ist es verkehrt, wenn ich Rache
üben will?“
Erneut schaute er mich an, goss uns beiden Tee ein, warf Kräuter in die Schale und ließ sich lange Zeit für seine Antwort.
„Mädchen wisse, wir alle haben einen eigenen emotionalen
Medizinbeutel. Dieser enthält nicht nur Gutes, sondern auch
Zorn, Negativität und moralische Vorurteilsfähigkeit. Den Inhalt haben wir über Jahrtausende von unseren Vorfahren geerbt.
Solange dir aber die negativen Aspekte deines Medizinbeutels
nicht bewusst sind, können sie auch nicht bewältigt werden.
Öffne ihn, lass das Böse heraus. Nur so kannst du eine negativ
belastete Zukunft vermeiden. Lerne, das Gleichgewicht und die
Gelassenheit zwischen Sonne, Erde und Mond verstehen.
Übertrage diese Gelassenheit auf dein Leben. Dann wird sich
Gleichgewicht, auch in deiner Beziehung zu Byron, einstellen.
Lerne aus den Dingen, die euch wiederfahren sind. Schätze
die Erfolge, genieße den Moment.“

Was mag dieser Spruch bedeuten?
Am Wochenende gab mir eine bekannte TV Kommiassarin einen tollen Satz mit: "Wir alle sind Kinder dieser Erde"
Eigentlich wissen wir es, und uneigentlich handeln wir nicht danach. Jeder hält sich für den Nabel des Universums. Kaum jemand von uns erkennt seine eigene Fehlbarkeit an. Es sind sowieso immer die anderen und die Standardantwort von Amazon lautet: Der Rückstau ist schuld.

Erst wenn es uns gelingt, aus unseren Fehlern zu lernen, wenn es uns gelingt, denen zu verzeihen, die uns irgendwann mal verletzt haben, wenn es uns gelingt loszulassen, erst dann werden wir dieses Gleichgewicht erreichen.

Dieses Buch ist mit Sicherheit nicht unfehlbar. Jedoch wenn es mir gelingt, den Leser oder die Leserin für einige Stunden in eine andere Welt zu entführen, dann habe ich mein Ziel erreicht. 
Ein Amazon Kunde schrieb:
Ich habe das Buch innerhalb eines Abends verschlungen! Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen!


Leseprobe:
Vorsichtig wendete ich den Wagen und mit einem letzten Winken verabschiedete ich mich von den, vor dem Haus stehenden, Männern.
Obwohl die Klimaanlage auf vollen Touren lief, beschlugen die Scheiben ständig neu. Die Scheibenwischer waren eingefroren, ich stellte das Gebläse höher und bekam endlich die Scheiben
frei. Nachdem ich einige Minuten unterwegs war, schaltete ich den Navigator ein und tippte auf: ˏNach Hause.̕ Während ich wartete, dass er endlich einen Satelliten fand, schob sich die Wolkenwand immer weiter in mein Sichtfeld. Bitte keinen neuen Schnee. Mein Hoffen war vergebens, denn kurz danach setzte
leichter Schneefall ein. Einige Kilometer weiter konnte ich kaum noch die Straßenführung erkennen. Nur mithilfe der Navigation blieb ich auf der richtigen Spur. Langsam quälte sich mein Auto durch die bizarre Landschaft und ich verfluchte mich, dass ich
diesen Auftrag angenommen hatte. Der Schneefall verstärkte sich und auch der Wind nahm merklich zu. Die Sonne verschwand vollends, obwohl früher Vormittag, legte sich Dunkelheit wie ein Tuch über die Ebene. Der Wind pfiff schaurig durch die
geschlossenen Scheiben. Mühsam kämpften die Scheibenwischer, in der höchsten Stufe, gegen die immer stärker werdende Übermacht von oben. Heckfenster und Seitenscheiben verschwanden
regelrecht unter der Schneelast. Mein Sichtfeld fahrenden Iglu. Langsam kroch Angst in mein Herz.
Aber ich fuhr. Noch!
Immer öfter drehten die Räder durch. Redete ich mir die ganze Zeit ein, nur nicht anhalten zu dürfen, weil ich befürchtete, das Fahrzeug würde sich nicht mehr vorwärts bewegen, blieb mir nun nicht anderes übrig, als anzuhalten. Die Schneeketten mussten rauf. Instinktiv war mir klar, dass ich sie schon längst
hätte aufziehen müssen. Meine verdammte Eitelkeit!
Als ich ausstieg, raubte mir der Sturm fast den Atem. Gedämmt durch die dicke Schicht von Schnee, unterlag ich der trügerischen Annahme, der Sturm hätte sich gelegt. Jedoch das genaue Gegenteil war der Fall. Entsetzt von der Kraft und Heftigkeit des Windes, sprang ich zurück ins Auto und rief Michael an. Die Verbindung war sehr schlecht, nur abgehackte Fragmente drangen hindurch. Immer wieder schrie ich in den kleinen Hörer:
„Was hast du gesagt? Wiederhole bitte noch einmal.“ Als das Gespräch beendet, war ich genauso ratlos wie vorher. Sollte ich abwarten, bis der Sturm etwas nachließ oder meinte er, ich sollte die Schneeketten aufziehen und weiterfahren?
Der Tank war zu zwei Drittel gefüllt. Um Sprit musste ich mir also keine Gedanken machen. Aber hier jetzt untätig rumsitzen und abwarten? Nein das war nicht mein Ding. So gut es ging, mummelte ich mich in meine Jacken ein. Band mir meinen Schal vor Nase und Mund und hoffte, einigermaßen gewappnet zu sein. Als ich ausstieg, warf der Wind mich fast um. Trotz Schutz vor Nase und Mund fiel das Atmen schwer. Falls ich dachte, es könnte nicht schlimmer werden, so irrte ich. Ungebremst raste der Sturm über das Plateau, rüttelte am Fahrzeug und versuchte mich in die Knie zu zwingen. Noch nie in meinem Leben erlebte ich einen dermaßen Ausbruch der Naturgewalten.
Krampfhaft hielt ich mich an der Karosserie fest, zog den
Kopf fest zwischen die Schultern und tastete mich langsam zum Heck. Bis zu den Knien sank ich dabei in den Schnee.
Nach qualvollen Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, erreichte ich endlich das Heck. Voller Panik stellte ich fest, dass ...


Beide Bücher sind versandkostenfrei zu beziehen über den Verlag zum Preis von 12,90 Euro unter
bestellung (at) traumstunden-verlag.com



Dienstag, 3. Januar 2012

Zweite Rezension eingetrudelt

Heute erreichte mich die zweite Rezension per Mail, da aus unerfindlichen Gründen Amazon keine Einstellung zulässt.

Rezension zu Andrea el Gatos „Zerbrochenes Glück“



Fesselnder Romantik-Thriller

Andrea el Gato erzählt in ihrem 380 Seiten langen Roman von der Berlinerin Jennifer Selters, die mit ihrer Familie Deutschland den Rücken kehrt, in der Hoffnung, in Kanada ein besseres Leben aufbauen zu können. Vor der faszinierenden Kulisse des fernen Landes entfaltet sich eine mitreißende Geschichte, in deren Verlauf überraschende, bewegende, aber auch frustrierende Dinge geschehen, Unglaubliches und Schockierendes enthüllt wird.

Mir gefällt besonders die lebendige Sprache, der frische Erzählstil und die Tatsache, dass der Leser auch Interessantes über Kanadas Geschichte, Land und Leute erfährt. Ich habe während des Lesens geschmunzelt, laut aufgelacht und mitgefiebert, aber mir standen auch Tränen in den Augen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Auch das schlicht gehaltene und deshalb eindrucksvolle Buchcover ist gelungen und macht neugierig auf den Inhalt.

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert.

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