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Donnerstag, 30. August 2012

Leserpost zu "Mein Kind soll leben"

Vor einigen Tagen erreichte uns eine sehr berührende Leserpost zum Buch

"Mein Kind soll leben"







Diese möchte ich euch auf keinem Fall vorenthalten, zeigt sie doch einmal mehr, wie wichtig und aktuell unser Thema ist.


Sehr geehrte Frau Hedwig Kleineheismann,

aufmerksam auf Ihr Buch wurde ich durch die Sendung “ Menschen der Woche “ mit Frank Elstner vor einigen Wochen. Das Buch habe ich innerhalb weniger Tage mit großem Interesse gelesen. Für mich war es sehr interessant, da auch ich eine behinderte Tochter habe. Meine Tochter kam 1985 zur Welt und erst im Alter von 6 Monaten wurde uns gesagt, dass Heike eine Hemiparese rechts (Lähmung der rechten Seite) hätte. Damals war diese Krankheit und waren die Therapien, totales Neuland für uns. Aber wir kämpften und kämpfen noch heute mit anfänglich den Erzieherinnen im Kindergarten, später mit den Lehrern in der Schule, den Therapeuten, den Ärzten und heute hauptsächlich mit der Krankenkasse und dem Arbeitsamt bzw. dem Jobcenter. Wir wohnen in einer Kleinstadt in der Pfalz und hatten oft eine längere Anfahrt zu den einzelnen Krankenhäusern und den Therapiestunden. Auch ich war berufstätig, alleinerziehend ( Scheidung 1990 ) und konnte, dank der Unterstützung meiner zwischenzeitlich verstorbenen Mutter, alles recht gut bewältigen. Viel Kraft und viele Tränen, begleiteten uns auf diesem langen Weg. Auch ich habe nie aufgegeben und immer für alles kämpfen müssen. Auch Heike hatte einen Klumpfuß, die Operation wurde in Aschau am Chiemsee durchgeführt, später folgten Operationen in München. Therapien in Belgien, in der Schweiz  und natürlich auch in der  näheren Umgebung unseres Wohnorts. Es gab auch Niederlagen und Enttäuschungen, aber immer wieder kam ein neues Licht und es ging weiter. Zwischenzeitlich hat meine Tochter, dank eines wunderbaren Ausbilders, die Ausbildung zur Bürokraft, trotz einer Rechenschwäche, erfolgreich abgeschlossen. Sie ist leider seit September 2011 arbeitslos und alle Bewerbungen waren bisher ohne Erfolg. In unserer Gesellschaft haben es Behinderte schwer, aber wir geben die Hoffnung nicht auf, schließlich hat Heike viele Praktika absolviert und gute Beurteilungen erhalten. Jetzt hat sie mit der Fahrschule begonnen und wünscht sich ein  Auto. Auch diese Hürde wird sie schaffen.

Ich bedanke mich nochmals bei Ihnen und Ihrer Tochter für das wunderbare Buch. Ich kann Ihre Lebensgeschichte natürlich nicht mit meiner vergleichen, Ihre war weitaus schwieriger, aber es gibt gewisse Parallelen und es war mir einfach ein Bedürfnis Ihnen diese Zeilen zu übermitteln.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Tochter alles erdenklich Gute und Gottes Segen.


Liebe Grüße

Charlotte B.

"Mein Kind soll leben" ist im Verlagshaus el Gato in der zweiten Auflage erschienen und als Download oder Printversion erhältlich

Mittwoch, 22. August 2012

Interview zwischen Prisca Dussling und Wir Lesen

Auf der Leipziger Buchmesse im März - lang ist es schon wieder her - traf unsere Autorin Prisca Dussling auf zahlreiche Kinder, die begeistert von Noel und seiner Geschichte waren. Wir hatten Postkarten drucken lassen, deren Front Noels Konterfei zierte. 





Ich hatte euch ja bereits seinerzeit geschildert, welche tollen Begebenheiten wir dort erleben durften. Die Kinderrezensentin Carmen, deren Mutter für die Büchercomunity Wir Lesen Bücher rezensiert, war von dem Buch Noel hin und weg.

Die Rezension könnt ihr hier lesen.

Nachstehendes Interview führten Wir Lesen und Carmen mit der Autorin Prisca Dussling.


Wir Lesen: Bitte stellen Sie sich selber einmal kurz vor.

Prisca Dussling: Mein Name ist Prisca Dussling, ich bin Schweizerin und habe zwei Söhne, Rezio und Dylon, 14 und 11 Jahre alt. Mein Mann ist Ecuadorianer und Pferdearzt. Zusammen leben wir in seiner Heimat Ecuador. Wir lernten uns auf meiner 2 ½ jährigen Reise kennen, die mich nach Mittel- und Südamerika führte. Seit 11 Jahren lebe ich hier. Schriftstellerin zu werden war schon immer mein Traum. Ich selbst bin eine große Leseratte. Ich träume immer gerne von fernen Ländern, einem Häuschen am Meer und liebe Katzen, vor allem Raubkatzen, aber auch Pferde über alles.

Wir Lesen: Noel beruht ja teilweise auf wahren Begebenheiten. Wie kamen Sie dazu mutterlose Fohlen aufzuziehen?

Prisca Dussling: Wir leben auf einer Farm in Conocoto, Ecuador. Die Besitzer dieser Farm haben trächtige Stuten. So kam es, dass Noel ebenfalls dort geboren, leider schon kurz nach seiner Geburt seine Mutter verlor. Aus diesem Notfall heraus, lernte ich von meinem Mann, wie man das kleine Fohlen mit Milch füttern kann, damit es eine Überlebenschance hatte. Ohne menschliche Hilfe wären er und die anderen Fohlen zum Tode verurteilt gewesen. Seitdem habe ich ungefähr 15 Fohlen geholfen zu überleben. Ich habe eine Technik zur Aufzucht weiterentwickelt und fand dabei heraus, dass Quinua als Zusatzprodukt in der Milch eine sehr gute Alternative ist, damit die im Wachstum befindlichen mutterlosen Fohlen ihren Artgnossen gegenüber nicht benachteiligt sind.

Wir Lesen: Haben Sie evtl. ein Foto von Noel? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Ja, ich habe Fotos von Noel. Inzwischen wurde aus dem Fohlen ein schöner Hengst.






Wir Lesen: Hat Noel vor Spinnen Angst? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Nein, Noel hat keine Angst vor Spinnen. Pferde haben keine Angst vor Spinnen, aber vor Schlangen.
 
Wir Lesen: Bilden Sie alle Pferde auch als Reit- und/oder Springpferde aus? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Alle Pferde kann man reiten. Es kommt aber auf die Pferderasse an, um diese auch als Springpferde auszubilden.

Wir Lesen: Warum trifft Noel nie seinen Vater? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Im zweiten Buch wird Noel auf seinen Vater El petit Prince treffen. Eine sehr kluge Frage, liebe Carmen, ich danke Dir. Du hast mich gerade auf eine super Idee gebracht, wo Noels Vater auftauchen kann und wird.

Wir Lesen: Gibt es bald noch ein Buch mit spannenden Abenteuern von Noel und seinen Freunden? (Frage unserer Kinderrezensentin Carmen - 5 Jahre alt)

Prisca Dussling: Ja, ich schreibe an der Fortsetzung zu Noel. Ich hoffe, dass ich sie schon bald zu Ende geschrieben habe, um sie dann dem Verlag schicken zu können.

Wir Lesen bedankt sich recht herzlich bei Prisca Dussling für das Interview und die Fotos!

Der Verlag bedankt sich ebenfalls für das schöne Interview, das ihr im Original auf  Wir Lesen findet

"Noel" bestellen für 7,99 Euro direkt im Verlag, im Buchhandel oder versandkostenfrei bei Amazon

Donnerstag, 9. August 2012

erste Lesermeinung zu den Janusköpfen

Dank euch, den Lesern, freue ich mich über jedes verkaufte Buch. Ich freue mich, wenn unsere Autoren dadurch die Anerkennung erhalten, die sie sich verdient haben.


So auch Barbara Kühnlenz. 

Ihr Schreibstil ist unverwechselbar. Teilweise sehr blumig, aber mit einer kraftvollen Botschaft, der sich der Leser selten entziehen kann.
Bereits bei ihrem ersten Roman "Schattensprung" bewies sie eine Eindringlichkeit, dass zahlreiche Leser empört über das Handeln der Protagonistin reagierten, diese am liebsten zurecht gestutzt oder gemaßregelt hätten.





Ihr zweiter Roman, der ebenfalls in der ehemaligen DDR spielt, wird in wenigen Tagen auf dem deutschen Markt erscheinen.



Bereits im Vorfeld durften einige Interessierte das Werk lesen und beurteilen.

Nachstehend möchte ich die erste Lesermeinung einfügen und bedanke mich bei der Rezensentin.

Barbara Kühnlenz-Von Janusköpfen und Kippfiguren-


Der Titel hätte treffender nicht gewählt werden können, denn vom Anfang des Romans bis zum Ende ändert sich die Wahrnehmung des Lesers, worum es in diesem Buch letztendlich geht- die Selbstfindung einer jungen Frau .
Denkt man auf den ersten Seiten noch, es handelt sich um den zugegebenermaßen erschreckenden Alltag einer Krankenschwester in der ehemaligen DDR, so wird man doch bald in den Bann dieser
besonderen Lebensgeschichte gezogen und von der bedingungslosen Wahrheit einer Selbstfindung gefesselt.
Die Zwiespältigkeit  der Krankenschwester Maria Bauer zeigt sich allen Bereichen: Arbeit, Familie, Freizeit, Liebe und Sexualität, Gehorsam gegenüber  einem  übermächtigen Staat .Vielschichtig und nicht einfach zu lesen, bestätigt der Roman zum einen die Klischees, wie es im sozialistischen Arbeiter-und Bauernstaat zugegangen ist - doch nicht plump und plakativ, sondern einfühlsam und differenziert . Zum anderen zeigt er uns ganz deutlich, welche Irrungen und Wirrungen den Lebensweg begleiten  und prägen, wie manchmal seltsame Zufälle unsere eigentliche Bestimmung zu Tage bringen.
Ein Roman, der zum  Nachdenken zwingt, auch wenn am Ende ein Happy End die Selbstfindungsphase beschließt- Freiheit gefunden im Beruf und der Liebe.
 
Dagmar Burkert, 05.08.2012


Beide Titel wurden im Verlagshaus el Gato verlegt und sind entweder direkt bestell-, respektive vorbestellbar unter:

bestellung@traumstunden-verlag.com

oder in allen Buchhandlungen erhältlich. 

Schattensprung versandkostenfrei bei Amazon

Von Janusköpfen und Kippfiguren Vorbestellung Amazon

Beide Titel sind ebenfalls als E-Book erhältlich.

Herzlichst Eure Andrea el Gato

Donnerstag, 8. März 2012

neue Rezension zu NOEL



Kurzbeschreibung
Noel, das Hengstfohlen, wird wenige Tage nach seiner Geburt von seiner Mutter getrennt und lebt fortan bei einer zweibeinigen Ersatzmutter. Die Autorin, die selbst mutterlose Fohlen aufzieht, erzählt aus Sicht des Fohlens dessen Erlebnisse und Abenteuer mit seinen tierischen Freunden in ihrer Heimat Ecuador.
Meine Rezension
Das Buch ist von der Größe her wirklich sehr unscheinbar. Dies wird wahrscheinlich daran liegen, dass es broschiert und nicht gebunden ist. Zu diesem Buch passt dies aber, da man es wahrscheinlich eher abends im Bett zum Vorlesen nutzen wird. Da stört ein harter Bucheinband sowieso. Beim groben Durchblättern des Buches fällt dem Leser sofort auf, dass hier viel Text auf dünnem Papier geschrieben wurde. Außerdem wurde wohl darauf geachtet, dass nicht ständig übergroße Absätze und halbleere Seiten zu finden sind.
Im Vorwort schreibt die Autorin, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Gespannt habe ich deshalb mitverfolgt, was es mit Noel auf sich hatte. Anders, wie bei anderen Büchern, erzählt hier in diesem Buch das Pferd Noel selbst die Geschichte. Zu Beginn erzählt er den Kindern, wie das Leben als Fohlen überhaupt begonnen hat. Es wird auf (für Kinder wohl teilweise unbekannte) Worte wie Embryo eingegangen. Das finde ich toll, denn die Kinder können so noch ihren Wortschaft erweitern und Begriffe kennen lernen. Im zweiten Kapitel "Die Geburt" wird übrigens auch geklärt, warum das Pferd den Namen Noel bekommen hat. Es wurde nämlich an Weihnachten in einem Stall geboren. Irgendwann kam dann leider der Tag, an dem Noel von seiner Mutter getrennt werden musste. Er kam in einen anderen Stall und wurde von einer Frau groß gezogen. Anfangs war das Noel überhaupt nicht Recht und er hatte teilweise sogar Angst vor der Frau. Später aber fand er das nicht mehr schlimm und er wusste mit der Situation umzugehen. Im Laufe der Geschichte bekommt er sogar neue Freunde, denen es genauso wie ihm geht. Croqueta und Pinchito müssen nämlich ebenfalls ohne Mutter aufwachsen und von einem Erwachsenen groß gezogen werden. Gegen Ende der Geschichte ist Noel dann drei Jahre alt und ein gefeierter Pferdestar.
Die Geschichte ist so geschrieben, dass die Kinder wirklich mitkommen und sie auch verstehen können. Durch die nicht zu langen Kapitel wird es auch möglich gemacht nur kleinere Stücke zu lesen. Spätestens nach der Trennung von der Mutter, werden die Kinder das Fohlen Noel ins Herz geschlossen haben und unbedingt wissen wollen, was noch mit diesem Pferd passiert.
Die Bilder in diesem Buch sind eher Bleistiftzeichnungen, die auch nicht auf jeder Doppelseite zu sehen sind. Manchmal kommt erst nach drei/vier Zeichnungen ein Bild in schwarz/weiß. Mir persönlich und wohl auch vielen Kindern, hätte es sicherlich besser gefallen, wenn die Bilder in Farbe gewesen wäre. Natürlich können die Kinder jetzt auch kreativ sein und die Bilder in ihrem Buch ausmalen.
Mein Fazit
Eine schöne Geschichte um das Fohlen Noel, die aus der Perspektive des Pferdes erzählt wird. Es ist etwas besonderes, da man diese Erzählweise so nicht unbedingt kennt. 



Broschiert: 76 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato
Auflage: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2011
ISBN-10: 3943596001
ISBN-13: 978-3943596007
Vom Hersteller empfohlenes Alter: ab 5 Jahren
Autorin: Prisca Dussling
Preis: 7,99 €

Versandkostenfrei bestellen bei Amazon

Entnommen Aintschel Produkttester


Mittwoch, 7. März 2012

Manchmal musst du über deinen Schatten springen

Veröffentlichungsankündigung Schattensprung


    
 
Ausnahmsweise starte ich diese Veröffentlichungsankündigung mit einer Rezension. Denn "Schattensprung" erscheint in der zweiten Auflage. 

Zu diesem Buch gibt es viele unterschiedliche Meinungen.

Ein Roman, der unter die Haut geht ...

Ein Liebesroman, der keiner ist ...

Ein Leser schrieb mir vor einem Jahr, dass er voll Wut Melanie am liebsten geschüttelt und gerüttelt hätte, weil er ihr Handeln nicht verstand.

Die Autorin verwebt ihr Handlungsgerüst gekonnt auf dem Schauplatz der "Wende" in der damaligen DDR. Allein deswegen lohnt sich schon das Lesen diesen Buches.

Aber lest selbst:

Der Magie des ersten Satzes eines Romans wird viel Bedeutung beigemessen – einige behaupten, daran sogar seinen kommerziellen Erfolg ablesen zu können. Doch was ist dieser erste Satz anderes, als eine offene, einladende Tür in eine Welt voll unbekannter Charaktere. Mit ihnen ihr fiktives Leben zu teilen, entfaltet eine faszinierende Anziehungskraft, der man nur zu gern beim Lesen erliegen möchte.
Der Roman Schattensprung von Barbara Kühnlenz beginnt im Prolog mit Strahlen der Morgensonne dringen schemenhaft durch eine leck gewehte Dunstglockeund diese Strahlen beleuchten eine irreal wirkende Szene, eine zweifache Beerdigung, die chronologisch am Ende der im Folgenden erzählten Ereignisse steht.
Im ersten Kapitel wird mit Melanie fühlte sich unbehaglich, wenn sie auf das Namensschild ihrer Eltern blickte, das hinter zwei Gedecken stand.“ die Hauptprotagonistin Melanie Melli Seidemann vorgestellt. Wenig später lernt man ihren Freund, den Taugenichts und Hallodri Johannes Jo Traugott kennen. Für Melli ist Jo ihr Gott, dem sie bedingungslos folgt in seine Träumereien von Reichtum und einem Leben voll Überfluss. Selbst, als Jo das Unmögliche und Undenkbare verlangt, fügt sie sich.
Johannes‘ bester, langjähriger Freund Andreas Andy Chrysander betet insgeheim Melli an. Als diese eines Abends nach einem Streit mit Johannes vor seiner Wohnungstür steht, nimmt er sie bereitwillig auf. Liebevoll und behutsam zurückhaltend, wie es seinem verschlossenen Charakter entspricht, kümmert sich Andreas um Melli. Schon bald entdeckt diese im Schreiben von Geschichten eine vergessene Seite an sich wieder. Sie lässt mit ihrem Geist Welten entstehen, ähnlich, wie es Andreas mit seiner Malerei vollbringt. Es gelingt ihr damit, in reichere emotionale Welten vorzudringen, als zuvor durch Johannes‘ wilde Leidenschaft. Doch die Verbindung ihres sanftmütigen Inneren zu Andreas basiert auf einem instabilen Fundament.
Neben inneren Konflikten müssen sich Melli, Jo und Andy den Äußeren stellen: Nebenher zerbricht ihre bisherige soziale Welt und wird aus ihren Bruchstücken neu geformt; die innerdeutsche Wiedervereinigung ist nicht nur der historische Hintergrund des Romans, sondern beeinflusst die Entwicklung der Hauptprotagonisten und Nebenfiguren. Dabei sind die historischen Ereignisse geschickt mit dem Handeln der Figuren verknüpft und es zeigt sich darin oft eine unerwartete Parallele.
Besondere Freude beim Lesen bereiten auch die vielschichtig agierenden Nebenfiguren wie die lebenslustige Isabell, eine Freundin von Johannes, die ihr Hobby zum Beruf erheben kann. Die Richterin Silvana, Johannes‘ Schwester, hingegen verliert ihre berufliche Identität und findet ihre private nie. Weitere Figuren, wie Andreas‘ liebenswerte und altersweise Tante Albertinchen, helfen den Hauptprotagonisten, ihr Leben zu bestehen. Die Geschichte dieses wunderbar lesenswerten Romans endet wieder mit den Strahlen der Morgensonne, die auf eine unwirkliche, schemenhafte Friedhofsszene führt. Ich wünsche allen potentiellen Lesern, dass sie Schattensprung ebenso anregend und unterhaltsam finden mögen, wie ich.

"Schattensprung" von Barbara Kühnlenz
308 Seiten, ISBN: 978-3-943596-09-0 12,90 Euro

Montag, 27. Februar 2012

Rezension zu "Das Lachen des Kookaburra"

Heute erreichte uns eine umfangreiche Rezension einer Leserin, die Produkte testen zum Beruf gemacht hat.




Kurzbeschreibung
Eine Kleinstadt in Südaustralien, 1980: Für die junge, aus England stammende Rebecca Fielding ist es Liebe auf den ersten Blick - der charmante Australier David Hunter ist genau der Mann, von dem sie immer geträumt hat. Als er ihre Liebe erwidert, scheint das gemeinsame Glück perfekt. Doch eines Tages trifft Rebecca eine folgenschwere Entscheidung die alles verändert und sie in tiefe Verzweiflung stürzen lässt. Wird es ihr gelingen, das drohende Unheil abzuwenden oder ist nun alles verloren? Und dann gibt es auch noch einen geheimnisvollen Fremden aus Sydney, der in einer dunklen Stunde Rebeccas Weg kreuzt. Sie ahnt nicht, dass er einmal eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen wird...
Meine Rezension
Ich muss ehrlich zugeben, das Cover des Buches trifft überhaupt nicht meinen Geschmack. Wenn es nur nach dem Cover gehen würde, hätte ich das Buch sicherlich nicht gelesen. Aber gut, dass die Geschmäcker ja verschieden sind. Geht es dann um die Kurzbeschreibung auf dem Buchrücken, wird mein Interesse umso mehr geweckt. Ich find diese Beschreibung sehr interessant und hab mich deshalb auch gleich sehr neugierig an das Buch gemacht. Ich wollte schließlich wissen, wer der geheimnisvolle Fremde aus Sydney ist, der in einer dunklen Stunde Rebeccas Weg kreuzt...
Das Buch erzählt die Geschichte von Rebecca Fielding. Sie spielt sich in den 80er-Jahren in Australien ab. Hier musste ich mich anfangs umgewöhnen, denn es wurde beispielsweise geschrieben, dass Rebecca mit ihrer Freundin Tessa an einem Sommernachmittag in ein Cafe geht, welches weihnachtlich dekoriert ist. Anfangs habe ich nochmals zurückgeblättert, weil ich dachte, dass ich nicht richtig gelesen hatte - aber dann fiel mir plötzlich ein, dass ich mich in einem anderen Land befinde.
In dem Café war Rebecca mit ihrer Freundin übrigens deshalb, weil sie gehofft hatte dort David zu treffen. David Hunter ist ein junger Mann, mit dem sie auf dem Schulhof zusammen gestoßen ist, als er die Schulcafeteria beliefert hat. Er ging Rebecca nicht mehr aus dem Kopf. Für sie war es Liebe auf den ersten Blick. Selbst noch bei dem Abschied von der High School spielte er eine große Rolle, denn Rebecca war sich nun plötzlich nicht mehr sicher, ob sie wirklich zum Studieren gehen möchte. Sie hatte das Gefühl dadurch ihre große Liebe aus den Augen zu verlieren. An einem Tag, an dem sie überhaupt nicht daran dachte, dass sie David treffen könnte, traf sie ihn dann doch. Er war mit einer Gruppe Jungs unterwegs, dabei war zufällig ein alter Schulkamerad. Über diesen konnte sie dann das Gespräch zu der Gruppe finden und sie dann auch zu ihrem 18. Geburtstag einladen. Glücklicherweise wurden ihre Eltern von Freunden eingeladen, weshalb Rebecca sturmfrei hatte. Es kam, wie es kommen musste - Rebecca konnte sie endlich ihrem David annähern und ihn küssen. Sie sollte sogar, dass er diese Nacht bei ihr bleibt...
Da das Leben wohl nicht nur aus Liebe bestehen kann, wird Rebecca doch zum Studieren nach Melbourne gehen. Sie war eigentlich der Meinung, dass ihr David sie dorthin begleiten wird. Leider möchte dieser aber nicht weg aus seinem Heimatdorf Mount Gambier. Dies bedeutet für die beiden, dass sie sich trennen müssen. Rebecca leidet sehr darunter und ist deshalb auch nicht dazu bereit, eine neue Beziehung einzugehen. Ihr Herz hängt einfach zu sehr an David. Deshalb schmerzt es sie auch sehr, als sie von ihrer Freundin Tessa erfährt, dass David geheiratet hat. Dies ist wohl auch der Grund dazu, warum sie wieder zurück in ihr Heimatdorf Mount Gambier fährt...
Alles weitere werde ich euch nun nicht verraten, denn ich möchte ja nicht, dass das Buch für euch zur Langeweile wird. Euch soll es so gehen, wie es mir gegangen ist, als ich den Roman von Kate Sunday in den Händen gehalten hab. Ich fand die Story so interessant und auch spannend geschrieben, dass ich es wirklich kaum aus den Händen legen wollte. Ich konnte mit diesem Buch so schön abschalten und auch träumen, da ich mich richtig in Rebecca hinein versetzen konnte. Man durchlebt und erlebt jede Situation oder Gefühlslage mit Rebecca und möchte immer, dass alles wieder gut wird zwischen ihr und David. Auch das schöne Gefühl des Verliebtseins wird dem Leser ganz toll dargestellt.

Mein Fazit

Wer also einfach mal abschalten oder einen Lesetag einlegen möchte, sollte sich dieses Buch zur Hand nehmen. Ihr werdet tief darin versinken und es kaum ablegen können, bevor ihr die letzte Seite gelesen habt...
Für mich bedeutet es übrigens wieder, dass ich weniger auf das Cover, sondern mehr auf den Inhalt schauen sollte...

Den komplette Beitrag findet ihr auf Aintschels Produkten und Bücherwelt

"Das Lachen des Kookaburra" von Kate Sunday
ISBN: 978-3-943596-08-3    12,90 Euro versandkostenfrei


Wer mich kennt weiß, dass morgen ein mega wichtiger Tag ist. Bitte drückt mir die Daumen, dass sich der Knoten löst und wir uns endlich der GbR Auflösung widmen können.

Sonntag, 26. Februar 2012

Verschwindet die Literatur aus den Medien?

In  der heutigen Ausgabe der Zeitschrift Buch-Markt, dem Ideen Magazin für den Buchhandel, erschien heute ein interessanter Artikel, den ich euch unbedingt empfehlen möchte.

Auf der Programmpressekonferenz für „Leipzig liest“ beklagte Christiane Munsberg, Verantwortliche für Kultur im Bertelsmann Verlag, dass die Literatur aus den Medien verschwindet. Damit regte sie eine umfangreiche Diskussion an, die zum nachfolgenden Gespräch und Interview im Buch-Markt führte.

Hier könnt ihr das Sonntagsgespräch selbst nachlesen: Buch-Markt

Genau wie der Bertelsmann Verlag, werden auch wir für unsere Lesungen und Veranstaltungen am Samstag und Sonntag auf der Leipziger Buchmesse keinen Eintritt verlangen.



Gleichzeitig wurden bei Amazon die ersten Rezensionen für "Kabischubi und die Herzsteine" veröffentlicht.
Zitat:
Das Buch

Kabischubi und Herzsteine

ist ein wirklich phantastisches Buch für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene. Es handelt von alltäglichen Ängsten, von Angst, von Liebe und Vertrauen. Mit wundervollen Illustrationen und einem doch bewegenden Hintergrund. Jeder wird das Buch anders lesen weil es eben alle anspricht. Das finde ich einfach so toll daran. Kinder, Jugendliche genauso wie Erwachsene die verstehen können was die Autorin auf 75 tollen Seiten dort verfasst hat. Die einfache Liebe unter den friedvollen Monstern als auch die familiäre Liebe untereinander liegt der Autorin wirklich sehr am Herzen.

Es gibt 3 wundervolle Geschichten die Stephanie Urbat-Jarren wirklich gut beschrieben hat. Es geht in der Tat um das Selbstvertrauen, die Liebe und die Angst. Es geht um Familie genauso wie um Freunde die immer wieder im Buch erwähnt werden. Das Kabischubi-Monster hat mich durch weg fasziniert. Es gibt sehr emotionale Momente genauso wie Momente wo man lachen und auch schmunzeln kann. Es gibt typische Gewohnheiten aber auch viele nachdenkliche Stellen im Buch, die dieses Buch einfach zu etwas wirklich unverwechselbaren machen.

Die Herzsteine haben einfach eine so wundervolle Bedeutung innerhalb dieses Buches und geben alleine mir als Leser soviel wieder .. Kabischubi ist ein Helfer der spürt wann und wo seine Hilfe benötigt wird.

1. Stern vergebe ich weil ich die optische Aufmachung des Buches wirklich super gut finde. Das Buch ist nicht zu groß und somit auch nicht zu schwer. Die Schriftgröße ist korrekt, zu dem ist es auch recht flüssig geschrieben mit wundervollen Illustrationen von Markus Erkens

2. Stern, weil es in der heutigen Zeit spielt, es wir mir unabhängig von der Geschichte ein normaler Alltag dargestellt in dem man einen Beruf nachgeht und in dem man auch mal gerne Wii spielt. Es gibt Situationen die man einfach selbst aus dem Alltag kennt.

3. Stern ist für die Persönlichkeit im Buch, die zufällig dort erwähnten Personen stehen auch in der Widmung des Buches. Ich mag es wenn ein Buch authentisch ist und dennoch eine Geschichte erzählt wird. Zumal weil es eben auch sehr emotionale Dinge sind die hier erstklassig zu Papier gebracht worden sind.

4. Stern - es geht um Ängste als auch um die Angst in diesem Buch, die Autorin hat sehr viel Herzblut in das Buch gesteckt. Kabischubi hat Angst, aber auch Stephanie kämpfte mit ihrer Angst und lernte mit dieser einfach besser um zu gehen.

5. Stern es geht um die Liebe.. Liebe zwischen den liebevollen Monstern und die Liebe als auch die menschliche Liebe von Stephanie. Es wird sehr ausführlich über Liebe geschrieben dass man verschiedene Blickwinkel erfährt. Die liebevollen Monster lieben einfach ohne sich darüber menschliche Gedanken zu machen.

Also sind es für mich 5 Sterne weil mir das Buch einfach so brillant gefällt und ich sehr viel Unterhaltung bei lesen erfuhr. Dafür danke ich der Autorin Stephanie Urbat-Jarren ganz recht herzlich.

Jeder Mensch muss selbst entscheiden was ihm gefällt, meine Bewertung soll helfen sich eine eigene Meinung zu bilden.

Kabischubi und die Herzsteine

von mir somit volle 5 Sterne


weitere Rezensionen auf Amazon


Herzlichst Eure Andrea el Gato

Montag, 30. Januar 2012

Zweitauflage- Das Lachen des Kookaburra

In dieser Woche möchte ich euch etwas Erholung von der Schreibschule gönnen und stelle euch die bereits veröffentlichten Titel vor und serviere erste Häppchen geplanter Veröffentlichungen.

Starten wir mit 
"Das Lachen des Kookaburra
von Kate Sunday.

Anna Lanari von den Lesefreunden Düsseldorf schrieb über dieses Buch: 

Eine ungemein spannende Lektüre und dabei nicht nur eine bezaubernde Liebesgeschichte, sondern auch ein grosses Abenteuer im australischen Outback. Der Leser wird hineingezogen in eine ganz andere, abenteuerliche Welt, die es zu entdecken gilt. Wie das Leben in Down Under sein kann und welche Geheimnisse es hier zu finden gibt, dies kann man hier auf eindrückliche Weise erfahren.

Antje Steffen, eine der ersten Testleserinnen schrieb: 

Das Buch „Das Lachen des Kookaburra“ spielt im Australien der 1980er-Jahre und erzählt die Geschichte der jungen Rebecca Fielding. Rebecca lebt mit ihren Eltern in Mount Gambier. Kurz vor ihrem Schulabschluss trifft sie auf David Hunter, der im Café seiner Eltern arbeitet und etwas für die Schulcafeteria liefert. Rebecca ist sofort sicher, dass David der Mann für sie ist. Von nun an hält sie Ausschau nach dem jungen Mann. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag trifft Rebecca eine Gruppe junger Leute, die sie aus der Schule kennt. Bei ihnen ist David. Spontan lädt sie die Gruppe ein, zu ihrem Geburtstag zu kommen. Auf dieser Feier werden Rebecca und David ein Paar. Rebecca ist überzeugt davon, dass sie ihr restliches Leben gemeinsam verbringen werden. Da Rebecca unbedingt studieren will, sucht sie sich einen Studienplatz in Melbourne. Sie geht davon aus, dass David sie begleiten wird. Der will jedoch auf keinen Fall weg aus Mount Gambier. Die Beiden trennen sich und Rebecca leidet fortan unter der Trennung. Sie ist nicht bereit eine neue Beziehung einzugehen. Nach einiger Zeit erfährt sie durch ihre Freundin Tessa das David geheiratet hat. Sie fährt in ihren Heimatort und trifft sich mit ihm. Nach ihrem Gespräch kehrt sie nach Melbourne zurück. Auf dem Weg hält sie vollkommen verzweifelt am Straßenrand. Hier trifft sie das erste Mal auf Alexander McNeal. Die Beiden trinken einen Kaffee miteinander und trennen sich danach wieder.

Einige Zeit später erfährt Rebecca durch Zufall, dass ein Verlag in Sydney einen Kinderbuch-Illustrator sucht. Sie bewirbt sich und zieht bald darauf nach Sydney. Durch Zufall trifft sie hier wieder auf Alexander McNeal. Die Beiden verbringen einen gemeinsamen Abend an einer Bar und gehen danach getrennte Wege. Alexander ist fasziniert von Rebecca und hofft, sie wiederzusehen. Tatsächlich treffen sie sich bei einer gemeinsamen Freundin wieder. Sie werden gute Freunde, wobei Rebecca deutlich macht, dass sie nicht an einer Beziehung interessiert ist. Ihr Herz hängt immer noch an David, auch wenn dieser durch seine Heirat für sie verloren ist.

Kate Sunday schildert das Leben von Rebecca mit allen Höhen und Tiefen so interessant, dass ich das Buch immer wieder zur Hand genommen habe, um zu erfahren, wie es weitergeht. Sie schafft es, dem Leser zu vermitteln, wie die junge Frau fühlt und was in ihr vorgeht. Man leidet mit Rebecca und schöpft Hoffnung, als sie Alexander kennenlernt. Kate Sunday bringt den Leser dazu, ihre Figuren ins Herz zu schließen und an ihrem Leben teilzuhaben. Das Buch eignet sich gut, um es an einem stürmischen Tag mit aufs Sofa zu nehmen. Man taucht in die Welt Rebeccas ein und kann abschalten und den Alltag hinter sich lassen.

Bestellen Sie unter der ISBN 978-3-943596-08-3 zum Preis von 12,90 Euro
"Das Lachen des Kookaburra", wir liefern versandkostenfrei unter 
bestellung (at) traumstunden-verlag.com

Dienstag, 3. Januar 2012

Zweite Rezension eingetrudelt

Heute erreichte mich die zweite Rezension per Mail, da aus unerfindlichen Gründen Amazon keine Einstellung zulässt.

Rezension zu Andrea el Gatos „Zerbrochenes Glück“



Fesselnder Romantik-Thriller

Andrea el Gato erzählt in ihrem 380 Seiten langen Roman von der Berlinerin Jennifer Selters, die mit ihrer Familie Deutschland den Rücken kehrt, in der Hoffnung, in Kanada ein besseres Leben aufbauen zu können. Vor der faszinierenden Kulisse des fernen Landes entfaltet sich eine mitreißende Geschichte, in deren Verlauf überraschende, bewegende, aber auch frustrierende Dinge geschehen, Unglaubliches und Schockierendes enthüllt wird.

Mir gefällt besonders die lebendige Sprache, der frische Erzählstil und die Tatsache, dass der Leser auch Interessantes über Kanadas Geschichte, Land und Leute erfährt. Ich habe während des Lesens geschmunzelt, laut aufgelacht und mitgefiebert, aber mir standen auch Tränen in den Augen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Auch das schlicht gehaltene und deshalb eindrucksvolle Buchcover ist gelungen und macht neugierig auf den Inhalt.

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert.

Bestellen Sie zum Preis von 12,90 Euro bei
im Buchhandel
oder direkt im Verlag

Dienstag, 20. Dezember 2011

Auch wenn uns der Sensenmann am Ende vergangener Woche einen herben Schlag versetzt hat, bleiben wir unserem Motto: "Was uns nicht umhaut, macht uns stark", treu.

Da wir uns nicht unterkriegen lassen, machen wir weiter! Es bleibt uns ja auch nichts anderes übrig.
Dennoch freue ich mich, Euch eine neue Veröffentlichung bekanntzugeben. Am Donnerstag, den 22.12.2011 beginnt die Auslieferung von
"Zerbrochenes Glück", von Andrea el Gato.
ISBN:978-3-943596-01-4 12,90 Euro

Nachstehend die erste Rezension:

Rezension
Zerbrochenes Glück“
Andrea el Gato

In Deutschland bekommen weder Jenny noch Michael Selters aufgrund ihres Alters über 40 in ihren Berufen einen Arbeitsplatz. Für ihren Sohn wünschen sie bessere Lebensbedingungen. Da Kanada zu den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard zählt und ein bevorzugtes Einwandererland ist, emigriert die Familie nach Vancouver. Dadurch öffnet sich auch für mich das Tor in eine unbekannte Welt, und ich begleite mit Neugier den Weg der Auswanderer in das Land ihrer Wahl. Doch in Vancouver bleiben ihre Erwartungen unerfüllt. Erst ihr nachfolgender Wohnsitz in Fort McMurray, eine Stadt im nordöstlichsten Teil Kanadas in der Provinz Alberta mit umfangreichen Ölvorkommen und somit auch das reichste Territorium der Region, bringt den ersehnten Wohlstand. Jenny kann sich sogar für ihren Traumberuf als Doula entscheiden. Demzufolge bestätige ich zunächst die Aussage des Romans für diese Region: In Deutschland schlagen sich die Leute um einen Arbeitsplatz und hier schlagen sich die Arbeitsplätze um die Leute. Aber um welchen Preis? Eindrucksvoll schildert die Autorin, was für verheerende Folgen der Ölsandabbau für Natur und Mensch bedeutet. Ausgedehnte Wälder sind durch die Rodung zu unfruchtbaren Mondlandschaften mit Giftteichen und Schwefelbergen geworden; die Ureinwohner Amerikas leben in Reservaten ohne Arbeit in Armut; viele ergeben sich dem Alkohol. Einige Familien hausen in Reservaten hoch im Norden. Dorthin wird Jenny zur Entbindung des ersten Sohnes der Familie Bighorn gerufen und lernt Sarah, Jack und dessen Bruder Byron kennen. Infolge eines Blizzards verbringt Jenny, abgeschnitten von der Außenwelt durch anhaltenden Schneefall, auf engsten Raum mit der Familie die nächsten drei Wochen, und dringt tiefer in den Lebensstandard der Native ein. Ein Helikopter holt sie in die Annehmlichkeiten der Zivilisation zurück. Obwohl die Beschreibung von Fauna und Flora während des ersten Urlaubs von Jenny und Micheal in Fort Fitzgerald mich beeindruckt, schwingt dennoch unterschwellig eine Bedrohung mit. Sie bewahrheitete sich, als Jenny, von Bären gejagt, durch die Wildnis irrt und, von Bienen mit Stichen malträtiert, im Fluss von der Strömung mitgerissen wird. Aus tiefer Ohnmacht erwacht sie in einer Hütte mit Byron an ihrer Seite. Seine Ermittlungsergebnisse erschüttern nicht nur Jenny, sondern versetzen auch mir einen Schock. Byron flieht mit ihr aus der Schutzhütte. Ich fiebere während ihrer Flucht mit ihnen, die von der Autorin so lebendig geschildert wird, als wäre sie eine der Flüchtenden. Danach lebt Jenny mit frisiertem Aussehen unter falschem Namen mit Byron bei seinem Vater Tom in einer Bruchbude. Dort begreift sie, dass nicht Wohlstand und Besitz das Wichtigste im Leben sind. Durch Michaels Sucht nach Macht und Reichtum bleibt von der Liebe füreinander nur noch Asche.
Der Roman ist mitreißend geschrieben und fesselt mich von Beginn an. Der Schluss steigert meine Spannung auf eine Fortsetzung, die vermutlich alle meine Fragen entschleiern wird.  

Aufgrund der Feiertage liefern wir bis Ende des Jahres (31.12.2011) versandkostenfrei direkt ab Verlag. Bestellungen bitte an
bestellung@traumstunden-verlag.com